Sanierung der Wirtschaftswege reißt ein dickes Loch in die Kasse

Wirtschaftswege

60.000 Euro gibt die Gemeinde Raesfeld im Jahr für die Sanierung von Wirtschaftswegen aus. Überplanmäßig sind dieses Jahr weitere 65.000 Euro nötig. Und selbst das ist zu wenig.

Raesfeld

, 19.05.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sanierung der Wirtschaftswege reißt ein dickes Loch in die Kasse

Für die Sanierung von Wirtschaftswege in Raesfeld müssen in den kommenden Jahren mehr Gelder bereitgestellt werden. © picture alliance / dpa

460 Meter am Oestricher Bruch (zwischen Am Bakenhof und Baklo), 450 Meter am Schäpersweg (zwischen Westerlandwehr und Hilgenstuhl) sowie 300 Meter des Pohlwegs (zwischen Möllmannstegge und dem Brookweg): Aufgrund des schlechten Zustands dort will die Verwaltung die Wege sanieren, was mit den 60.000 Euro im Etat nicht möglich ist.

Also sollen weitere 65.000 Euro überplanmäßig vom Bau- und Umweltausschuss am 20. Mai freigegeben werden. Am Schäpersweg, der durch die Nutzung als Umleitungsstrecke während der Arbeiten an der B 224 stark beansprucht wurde, sei die „Verschlechterung nicht in diesem Außmaß absehbar“ gewesen, so der Erste Beigeordnete Martin Tesing. Er schlägt vor, die Mehrausgaben durch Mehreinnahmen der Gewerbesteuer auszugleichen.

180.000 Euro jährlich nötig

Grundsätzlich stelle sich aber die Frage, so Tesing, wie die Wirtschaftswegesanierung in der Gemeinde langfristig und nachhaltig gesichert werden solle. 120 Kilometer Wirtschaftswege hat die Gemeinde, mit 60.000 Euro kann man gerade mal einen Kilometer sanieren. Eine Komplettsanierung würde demnach 120 Jahre dauern, bilanzrechtlich sind Wirtschaftswege aber nach 40 Jahren abzuschreiben. Schon in seiner Haushaltsrede im November 2018 hatte Tesing gesagt: „Um also hier eine nachhaltige Lösung zu schaffen, müssten wir diesen posten jährlich von heute 60.000 auf 180.000 Euro erhöhen, um damit jährlich drei Kilometer sanieren zu können.“

Mittlerweile hat das Bauamt alle Wirtschaftswege klassifiziert und bewertet, wodurch die Voraussetzungen für eine notwendige Diskussion in den Haushaltsberatungen geschaffen worden sei, so Tesing.

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