Sanierung und Anbau oder Neubau?

Kindergarten St. Silvester

Dass am Silvester-Kindergarten in Erle etwas geschehen muss, darüber waren sich am Montagabend alle Politiker im Raesfelder Rat einig. Über das „Was“ gibt es noch reichlich Klärungsbedarf.

ERLE

, 10.02.2015, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie bereits berichtet, ist am 50 Jahre alten Gebäude das Dach undicht, die Energie-Bilanz schwierig und auch zu wenig Platz für U2-Betreuung vorhanden. 469 000 Euro Gesamtkosten veranschlagt der Sanierungs- und Anbauvorschlag, der in der vergangenen Woche dem Schulausschuss vorgestellt wurde. „Dass wir diesen Vorschlag so nicht mittragen können, hat nichts damit zu tun, dass wir das grundsätzlich nicht wollen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Tünte. Es hätten sich aber noch eine Menge Fragen ergeben, außerdem sollten Alternativen untersucht werden, so Tünte, der einen sechsseitigen Katalog mit 16 Fragen der Verwaltung überreichte.

Zu teuer

Die Fragen gehen etwa in Richtung künftiger Bewirtschaftskosten, der energetischen Kriterien, der Flachdach-Problematik, der zu erwartenden Lebensdauer der bestehenden Gebäude oder der möglichen Unterbringung von Kindern in anderen Erler Kindergärten. Da durch die vorgeschlagenen Maßnahmen kaum mehr Kindergarten-Plätze entstünden, erscheine der CDU-Fraktion der finanzielle Aufwand der vorgeschlagenen Lösung „unverhältnismäßig hoch“. Auch müsse das Thema langfristiger betrachtet werden. Sogar einen Neubau, so Arno Berning (CDU), habe man „mit ins Kalkül gezogen“.

Zu wenig Zeit zur Beratung

Die anderen Fraktionen teilten die Einschätzung, dass es bislang zu wenig Zeit zur Diskussion gegeben habe. Beschlossen wurde deshalb am Ende einstimmig, dass der Rat grundsätzlich einer „Verbesserung der Situation“ am Kindergarten St. Silvester zustimme und man sich die Kosten mit dem Bistum teilen wolle. Mit diesem Beschluss soll der Antrag auf Förderung von U 2-Plätzen bis Ende Februar gestellt werden. „Bei der Bauausführung haben wir keine Eile“, sagte der Erste Beigeordnete Martin Tesing. Bis 30. Juni 2017 habe man Zeit, das Geld auszugeben – anders als in der Planung für den St.-Martin-Kindergarten. 

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