Thema Flüchtlinge dominierte die Haushaltsreden

Einstimmiger Beschluss

Einstimmig hat der Raesfelder Rat dem Haushalt 2016 zugestimmt. Das beherrschende Thema in den Haushaltsreden der vier Fraktionsvorsitzenden war wie zu erwarten die Flüchtlingskrise.

Raesfeld

, 16.12.2015, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Thema Flüchtlinge dominierte die Haushaltsreden

Der Entwurf des Haushaltsplans.

„Nichts ist mehr normal, alles ist anders, vieles ist neu, vieles ist unerwartet, vieles macht Sorgen, einiges löst sogar Ängste aus – muss aber dennoch irgendwie geschafft werden.“ So fasste Karl-Heinz Tünte (CDU) die Gefühlslage zusammen und dankte wie auch die anderen Redner Verwaltung und Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Rupert Koller (UWG) bekräftigte die Forderung seiner Fraktion, bereits jetzt das Personal zur Integration der Flüchtlinge aufzustocken: „Vorausschauend agieren, statt später nur noch reagieren zu können.“ Koller appellierte an die Raesfelder: „Für jeden besteht die Möglichkeit, mit anzupacken, damit wir das hier schaffen.“

Jahrzehnt-Aufgabe

Holger Lordieck (Grüne) erinnerte an die Informationsveranstaltung mit über 200 Bürgern: „Keiner schimpft über ‚Ausländer‘, warnt vor irgendeiner Überfremdung.“ Stattdessen hätten die Menschen zugehört und sich informiert. „Da bin ich stolz, ein Raesfelder zu sein“, so Lordieck: „Sehen wir die Aufnahme von Flüchtlingen in unsere Mitte als Chance, uns als Gesellschaft weiterzuentwickeln.“ Als „Jahrzehnt-Aufgabe“ für die Kommunen bezeichnete Klaus Rybarczyk (SPD) die Flüchtlingskrise und rief die Raesfelder auf, Wohnraum anzubieten, damit die dezentrale Unterbringung weiter verfolgt werden könne.

Steuerprognosen

Dass Kämmerer Martin Tesing sich beim Haushalt 2016 nun an den (positiveren) Steuerprognosen des Landes orientierte, kommentierte Tünte mit dem Satz: „Hoffentlich erleben wir Ende des Haushalts-Jahres 2016 keine unangenehmen Überraschungen.“ Koller hingegen begrüßte das Umschwenken. Denn auch 2015 habe man wieder die „wundersame Raesfelder Brotvermehrung“ beobachten dürfen: ein prognostiziertes Minus von 2,5 Millionen Euro, das sich in einer Schwarze Null verwandelt habe.