An der Sebastian-Schule sollen im Keller zwei Räume für die Übermittagsbetreuung ausgebaut werden. © Berthold Fehmer
Sebastian-Schule

Übermittagsbetreuung bekommt für 177.000 Euro mehr Platz

Für 177.000 Euro soll die Übermittagsbetreuung an der Sebastian-Schule mehr Platz bekommen. Sportlich ist nicht nur der Zeitplan, sondern auch die Entwicklung der Nachfrage.

Das Verfahren zur Erweiterung zeige, so der Erste Beigeordnete Markus Büsken im Raesfelder Schulausschuss, „dass wir als Kommune häufig von Fördergebern getrieben werden“. Ende Januar gab es einen Aufruf des Landes, Projekte für eine 85-prozentige Förderung einzureichen. Abgeschlossen sein muss der Ausbau am 31. Dezember 2021. Diesem Plan stimmte der Ausschuss geschlossen zu.

Derzeit essen die OGS-Kinder in der Küche im OGS-Trakt der Sebastianschule als auch im Gruppenraum im Keller. Damit alle Kinder ihr Mittagessen im Speiseraum einnehmen können, soll ein Durchbruch zum benachbarten Gruppenraum erstellt werden.

Zahlen sind „explodiert“

Die Übermittagsbetreuung (ohne Mittagessen) nutzen mittlerweile 72 Kinder. Die Zahlen seien „explodiert“, so Büsken. Deshalb würden nun zwei Räume gebraucht. Zudem werde die Sebastianschule im kommenden Schuljahr wieder vierzügig, sodass ein Klassenraum für den Unterricht benötigt werde.

Fündig wurde man im Keller der Schule, wo zwei nebeneinanderliegende Räume von den Vogelschützern belegt waren. Für diese habe man andere Räume in der Schule gefunden, so Büsken. Für die Übermittagsbetreuung wolle man größere Fenster und einen Lichtgraben davor einbauen (mehr Tageslicht). Außerdem sollen eine Akustikdecke und ein neuer Boden verlegt werden.

177.000 Euro Gesamtkosten

Büsken rechnet mit Baukosten von 165.000 Euro, hinzu kommen 11.500 Euro für die Möbel und Spielmaterial. 44.000 Euro sollen davon aus dem gemeindlichen Haushalt aufgewendet werden – der Rest kommt vom Land.

Boris Hudournik (Grüne) gab den Hinweis, dass man auf Brandschutzbestimmungen und Fluchtwege achten solle, weil bei einem ähnlichen Vorhaben an seiner Schule in Gladbeck Mängel erst bei der Sicherheitsbegehung aufgefallen seien.

Maximal 45 Kinder gleichzeitig

Schulleiter Thomas Schlüter erläuterte auf Nachfrage, dass nicht alle 72 gleichzeitig in den beiden Räumen seien, sondern maximal 45. Aber für diese reiche ein Klassenraum eben nicht aus. Auf die Frage von Georg Stenkamp (FDP), ob mit der Erweiterung nun der Raumbedarf der nächsten Jahre gesichert sei, sagte Markus Büsken: „Wir hoffen, dass wir in Raesfeld die nächsten drei Jahre Ruhe haben.“

An der Silvesterschule in Erle könnten ähnliche Probleme bald auftauchen. Laut Schlüter hätten die Eltern von 41 angemeldeten Kindern 20 die OGS gebucht. „Das gab´s noch nie, dass fast 50 Prozent die OGS buchen.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer