"Waldwürmer" bekommen einen Bauwagen

Neue Kindergartengruppe

Wo gehen die Kinder zur Toilette? Wie werden sie mit Essen versorgt? Wie ist die Altersstruktur der Gruppe? Viele Fragen hatten die Eltern der zukünftigen „Waldwurm“-Kinder bei einer Besprechung am Donnerstagabend.

Raesfeld-Erle

, 27.01.2017, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Eltern diskutierten bei der Besprechung am Donnerstagabend über die Ausstattung des Bauwagens, in den sich die Kinder bei schlechtem Wetter zurückziehen können.

Die Eltern diskutierten bei der Besprechung am Donnerstagabend über die Ausstattung des Bauwagens, in den sich die Kinder bei schlechtem Wetter zurückziehen können.

Wie bereits berichtet, plant der Trägerverein Holzwurm, ab August einen Waldkindergarten am Naturerlebnisgelände von Schloss Raesfeld zu betreiben. Neun Anmeldungen habe man bereits, sagte Birgit Kremer vom Vorstand des Vereins am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung. Platz für 15 bis 20 Kinder biete der Waldkindergarten, sodass man sich über weitere Anmeldungen freuen würde. Von zwei bis sechs Jahren werden die Kinder in der Gruppe aufgenommen. „Bei den Anmeldungen haben wir bis jetzt schon jedes Alter dabei“, sagte Kremer.

Gute Ausrüstung

Dass die Eltern bei der Kleidung für ihre Kinder „gute Ausrüstung“ benötigen werden, sei ihnen bereits klar gewesen, sagte Kremer. „Die Eltern sind gut informiert.“ Schließlich sollen die Kinder während des gesamten Jahres draußen sein und nur bei ganz schlechtem Wetter in den Bauwagen ausweichen, der am Naturerlebnisgelände aufgestellt werden soll.

Mit der Beschaffung des Bauwagens beschäftigten sich die Eltern am Donnerstag. Geplant sind darin unter anderem eine Kuschelecke, ein Wickeltisch für die Kleinsten, eine Garderobe, Stauraum für Bücher, Bastelmaterial und Werkzeug. Außerdem Tische und Bänke, damit die Kinder das Mittagessen, das in der Erler Holzwurm-Kita frisch gekocht wird, einnehmen können. Eine Toilette braucht der Bauwagen nicht, da die Kinder in der Remise am Gelände zur Toilette gehen können. Fließendes Wasser und Strom soll der Bauwagen aber erhalten.

Kein Zaun

Im Wald werde man Markierungen anbringen, innerhalb derer sich die Kinder bewegen dürfen. „Da sind die Erfahrungen in anderen Waldkindergärten gut“, so Kremer. Man werde das Gelände jedenfalls nicht einzäunen: „Das ist nicht der Sinn und Zweck von Waldpädagogik.“

Ausflüge der Kindergarten-Gruppe in den Wald sollen an der Tagesordnung sein. Mehr Ausgeglichenheit, Konzentrationsfähigkeit, Selbstvertrauen erhoffen sich die Initiatoren bei den Kindern durch den täglichen Umgang mit der Natur und, dass sie seltener krank werden. Vorschulkinder werden mit den „Hauskindergartenkindern“ gemeinsam auf die Anforderungen in der Schule vorbereitet.

Anfragen von Erziehern und Erzieherinnen

U3-Kinder können für 25 Stunden in der Woche angemeldet werden, die Drei- bis Sechsjährigen für 35 Stunden. Drei Erzieher beziehungsweise Erzieherinnen sind für die Gruppe geplant – Anfragen diesbezüglich habe man bereits erhalten, sagte Kremer.

Anmeldungen und Infos unter Tel. (02865) 67 43 bei Katja Maschmeier in der Kita Holzwurm.