Wer sich jetzt Hoffnung auf ein Baugrundstück im Baugebiet Stockbreede machen kann

Baugebiet

117 Bewerber für 60 Bauplätze hat der Erste Beigeordnete Martin Tesing für das Baugebiet Stockbreede 2, auch wegen des günstigen Quadratmeterpreises. Wer sich nun Hoffnungen machen darf.

Raesfeld

, 13.05.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vertreter von Verwaltung, Politik und Baufirmen trafen sich am Montag zum Spatenstich für das Baugebiet Stockbreede 2.

Vertreter von Verwaltung, Politik und Baufirmen trafen sich am Montag zum Spatenstich für das Baugebiet Stockbreede 2. © Berthold Fehmer

Beim Spatenstich am Montag erinnerte sich Bürgermeister Andreas Grotendorst an den symbolischen Baustart für das Gebiet Stockbreede 1 im Jahr 2012. „Damals habe ich gesagt, dass das wohl für zehn Jahre reichen werde. Dass wir uns heute hier schon wieder zum nächsten Spatenstich treffen würden, hätte ich nicht gedacht.“

Die hohe Nachfrage sei ein Indiz, „dass Raesfeld ein attraktiver Wohnstandort ist“. Besonders am Baugebiet Stockbreede 1 sei auch, dass die Erschließung in diesem Jahre abgeschlossen werde. „Sonst dauert das oft zehn Jahre.“

Spatenstich zwei Jahre nach ersten Grundstücksverhandlungen

Besonders ist aber auch das Gebiet Stockbreede 2. Im Frühjahr 2017 habe man mit Grundstücksverhandlungen angefangen, so Grotendorst - zwei Jahre später treffe man sich schon zum Spatenstich. Mittlerweile gehört fast das ganze Gebiet bis auf wenige kleine Teilflächen der Gemeinde, berichtet Martin Tesing.

3,2 Hektar groß ist der erste Bereich, der erschlossen werden soll. Darauf passen 60 Baugrundstücke und eine Ringstraße. Vergeben werden die Grundstücke nach dem neuen Modell, das Einheimische, Familien und Ehrenamtliche (insbesondere Feuerwehr) bevorzugt. Sie bekommen Grundstücke für günstige 150 Euro pro Quadratmeter - inklusive Erschließung.

Für diesen Preis, 50 Euro unter der Bodenrichtwertkarte, müsse man sich ansonsten schon weit nördlich im Kreis Borken umschauen, sagt Grotendorst. Aber auch: „Es kann nicht sein, dass Raesfelder wegziehen müssen, weil kein Bauplatz da ist.“ Man habe Doppelhausgrundstücke vorgesehen, um Kosten zu minimieren.

Kanäle und Baustraße

1,1 Kilometer Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie 4000 Quadratmeter Baustraße sollen angelegt werden. Die Stockbreede wird in diesem Bereich gesperrt. Bis Ende November sollen diese Arbeiten erfolgen, dann müssen noch die Versorger Gas-, Wasser- und andere Leitungen legen. Frühestens Anfang des kommenden Jahres könnten erste private Häuslebauer loslegen.

Die Zuteilung der Grundstücke wolle man vor den Ferien abwickeln, sagt Grotendorst. Das Verfahren ist aufwendig. Nach dem Raesfelder Punktemodell müssen Bewerber mindestens auf 40 Punkte kommen - ein paar Bewerber hätten die Kriterien nicht erfüllt, so Tesing. Geplant ist, dass die mit der höchsten Punktzahl (maximal 100 sind möglich; Tesing: „Die hat aber keiner“) den Erstzugriff haben und ihr Wunschgrundstück bestimmen sollen. Dann folgen die mit weniger Punkten. Man habe aber noch nicht alle Bewerbungen nach Punktzahlen ausgewertet, sagt Tesing.

Besonders sei auch, dass die Ausbauplanung den Interessenten vorgelegt werde. Jeder wisse dann genau, wo Laternen oder Parkplätze angelegt seien. Damit soll möglichem späteren Ärger vorgebeugt werden.

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