Vollsperrung

A3 bei Köln: Autobahn nach LKW-Salzsäuren-Vorfall wieder frei

Nach einem mehr als 30-stündigen Einsatz wegen aus einem Lkw ausgelaufener Salzsäure ist die Autobahn 3 bei Köln am Samstagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben worden.
Feuerwehrleute stehen vor Fahrzeugen.
Feuerwehrleute waren auf der A3 im Großeinsatz. © picture alliance/dpa/Feuerwehr Köln

Aus einem Lkw ausgelaufene Salzsäure hat am Freitag zu einer Vollsperrung der Autobahn 3 bei Köln geführt. Die Autobahn war stundenlang zwischen Dreieck Heumar und Kreuz Bonn/Siegburg komplett dicht. Die Sperrung der Fahrtrichtung Frankfurt sei gegen 4.25 Uhr aufgehoben worden, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Samstagmorgen. Die Fahrtrichtung Oberhausen war bereits am späten Freitagabend wieder freigegeben worden. Die Raststätte, an der der Lkw stand, sollte nach Angaben des Polizeisprechers von Samstagmorgen noch einige Stunden gesperrt bleiben.

Nach Angaben der Feuerwehr war an dem mit 24 Tonnen Salzsäure beladenen Lastwagen eine Schweißnaht undicht. Der an der Raststätte Königsforst bei Rösrath Richtung Frankfurt stehende Lkw habe mit Spezialschläuchen in Ersatztanks entladen werden müssen, sagte ein Feuerwehrsprecher am Freitag. Zugleich sei weiter die aggressive Flüssigkeit aus dem defekten Tank ausgelaufen, der nicht abgedichtet werden könne. Damit es keine Verwirbelungen im Gefahrenbereich gebe, wurde nach der Fahrtrichtung Frankfurt auch die Fahrtrichtung Oberhausen gesperrt.

Einsatz gestaltete sich aufwendiger als vermutet

Die Feuerwehr ging zunächst davon aus, dass die Sperrung der A3 bis zum späten Freitagnachmittag anhalten werde. Auch am späten Freitagabend jedoch war die Sperrung noch nicht aufgehoben. Wie der Sprecher der Feuerwehr schilderte, gestaltete sich der Einsatz aufwendiger als zunächst vermutet, weil neben 30-prozentiger Salzsäure weitere Stoffe in der Flüssigkeit enthalten seien, die diese noch aggressiver machten. So seien beim ersten Abpumpen Schläuche undicht geworden und hätten durch höherwertiges Material ersetzt werden müssen.

Die Feuerwehr hatte den Angaben zufolge am Einsatzort eine Barriere aufgebaut, damit die aus dem defekten Lkw-Tank auslaufende Säure nicht ins Erdreich gelangt. Sie wurde mit einem Wassernebel vermischt, damit sich keine gefährlichen Dämpfe bilden konnten, erläuterte der Feuerwehrsprecher. Auch das Entladen des Tanks und der Abtransport selbst waren aufwendig. Dem Feuerwehrsprecher zufolge befanden sich am Freitagmittag noch etwa 15 Tonnen in dem Lkw-Tank. Rund 115 Feuerwehrleute waren zum Einsatzort geeilt. Sie wurden den Angaben zufolge nach und nach durch neue Einsatzkräfte ausgetauscht. Der Lkw mit defektem Tank stand bereits seit Donnerstag an der Raststätte.

dpa

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