Hendrik Wüst (CDU, l-r), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Bundeskanzler Olaf Scholz und Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey kommen heute erneut zusammen zum nächsten Corona-Gipfel. © picture alliance/dpa/AFP Pool
Coronavirus

Coronavirus in NRW – Über diese neuen Maßnahmen beraten Bund und Länder heute – Liveblog

Die Bund-Länder-Runde kommt zum nächsten Corona-Gipfel zusammen. Auf der Agenda stehen neue PCR-Test-Regeln sowie eine Änderung bei der Kontaktnachverfolgung. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 1.699.970 bestätigte Fälle – 244.600 aktuell Infizierte – 20.897 verstorbene Personen – Wocheninzidenz: 748,0 – Hospitalisierungsinzidenz: 3,47 (Stand: 23.1.2022)
  • Bund und Länder beraten heute auf ihrem Corona-Gipfel neue Maßnahmen. Die PCR-Tests sollen eingeschränkt werden. Außerdem sollen die Bürger eigenverantwortlich ihre Kontakte nachverfolgen.
  • Vor der Bund-Länder-Konferenz sieht Bundeskanzler Scholz keinen Anlass für ein Umsteuern bei den Corona-Maßnahmen.
  • Der Corona-Expertenrat erwartet in den kommenden Wochen einen starken Anstieg der Krankenhausaufnahmen. Die Mitglieder empfehlen der Politik die bisherigen Maßnahmen weiter „strikt“ umzusetzen – sich aber auf weitere Verschärfungen vorzubereiten.
  • Die Gesundheitsämter sollen sich auf die Kontaktnachverfolgung im Klinik- und Pflegebereich und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung konzentrieren. Nicht mehr alle per Schnelltest positiv Getesteten sollen außerdem einen PCR-Test bekommen.
  • Hier finden Sie die bis zum 9. Februar 2022gültigen Corona-Regeln in NRW in 20 Punkten einfach erklärt.
  • Nicht alle Corona-Tests sind sicher. Wie zuverlässig ist Ihrer? Hier ist der Überblick.

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Montag, 24. Januar, 9.05 Uhr

Corona-Inzidenz steigt in NRW weiter an

Die Corona-Inzidenz ist in NRW deutlich gestiegen: Das Robert Koch-Institut (RKI) registrierte am Montag 789,5 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Sonntag lag der Wert für NRW bei 748, am Montag vor einer Woche bei 504,8.

Inzwischen liegen 13 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW über 1000. Negativ-Spitzenreiter ist Bonn mit einer Inzidenz von 1463,2 dahinter folgen Remscheid (1291,3) und der Märkische Kreis (1277,6). Die niedrigste Neuinfektionsrate weist die Landeshauptstadt Düsseldorf aus mit 310,5.

Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 16.051 Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

Montag, 24. Januar, 8.17 Uhr

Ein Drittel für Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Vor der Bund-Länder-Runde am heutigen Montag ist angesichts drastisch steigender Corona-Infektionszahlen etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland (34 Prozent) für eine Verschärfung der Maßnahmen. Rund ein weiteres Drittel (35 Prozent) hält nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur die bestehenden Einschränkungen für richtig und ausreichend, um der rasanten Verbreitung der Omikron-Virusvariante zu begegnen. 24 Prozent sind jedoch für Lockerungen. 7 Prozent machen keine Angaben.

Montag, 24. Januar, 7.23 Uhr

SPD-NRW-Chef Kutschaty fordert Klarheit über vierte Impfung

Der Vorsitzende der NRW-SPD, Thomas Kutschaty, fordert von der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Montag eine klare Ansage zu einer möglichen vierten Impfung. „Viele Bürgerinnen und Bürger fragen gerade in den Arztpraxen nach, ob sie jetzt eine vierte Impfung brauchen“, sagte der Oppositionsführer im nordrhein-westfälischen Landtag der Deutschen Presse-Agentur. Da sei jetzt Klarheit notwendig.

Mit der dritten sogenannten Booster-Impfung sei man gut geschützt, das zeigten auch die Erfahrungen der Länder, in denen bereits zum vierten Mal geimpft wurde. „Priorität hat weiterhin, dass die nicht vollständig Geimpften sich bis zur dritten Impfung boostern lassen.“

Thomas Kutschaty, Vorsitzender der NRW-SPD.
Thomas Kutschaty, Vorsitzender der NRW-SPD. © Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Montag, 24. Januar, 6.48 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz erreicht neuen Höchstwert

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert.

Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 840,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 806,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 528,2 (Vormonat: 222,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 63.393 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 34.145 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 30 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.744.840 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Montag, 24. Januar, 5.43 Uhr

PCR-Tests und Kontaktnachverfolgung: Darüber berät die MPK

Bund und Länder treffen sich am heutigen Montag zum nächsten Corona-Gipfel. Schwerpunkt der Verhandlungen sollen laut einem Beschlusspapier, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, die Testregelungen sein.

So sollen die PCR-Tests beschränkt werden. Nur noch vulnerable Gruppen sowie Pfleger sollen nach einem positiven Schnelltest einen PCR-Test zur Überprüfung machen.

Zudem soll die Kontaktnachverfolgung laut Beschlussvorlage verändert werden. Nicht mehr die Gesundheitsämter sollen alle Kontakt eines Coronavirus-Infizierten nachverfolgen, sondern die Bürger selbst. In der Beschlussvorlage heißt es, zitiert das RND: „Sie (Die Bürger, Anm. d. Red.) sollten eigenverantwortlich ihre Kontaktpersonen informieren und die verfügbaren elektronischen Hilfsmittel zur Kontaktnachvollziehung nutzen.“

Die Beschlussvorlage gibt außerdem einen Ausblick auf mögliche Öffnungen. Dort heißt es unter Punkt zwei, dass Bund und Länder Öffnungsperspektiven „entwickeln für den Moment, zu dem eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann.“ Wie diese Öffnungen aussehen könnten, geht aus der aktuellen Beschlussvorlage nicht hervor.

Sonntag, 23. Januar, 19.32 Uhr

39 Corona-Fälle bei Einreisekontrollen vor Winterspielen

Bei der ersten Anreisewelle zu den Winterspielen in Peking sind 39 Corona-Fälle bei Olympia-Beteiligten festgestellt worden. Es seien keine der 171 Athleten und Team-Funktionäre von den positiven Tests am Flughafen betroffen gewesen, teilten die chinesischen Organisatoren am Sonntag mit. Die Fälle verteilen sich demnach unter den 2415 anderen Akkreditierten, die zwischen dem 4. und 22. Januar in Peking angekommen waren.

Bei den Winterspielen gelten strenge Corona-Richtlinien. Vor der Anreise müssen alle Olympia-Beteiligten zwei negative PCR-Tests nachweisen. Nur mit Impfnachweis kann eine dreiwöchige Quarantäne bei der Einreise in Peking vermieden werden.

Sonntag, 23. Januar, 18.17 Uhr

50.000 demonstrieren in Brüssel gegen Corona-Maßnahmen

Zehntausende Menschen haben in Brüssel gegen die Corona-Auflagen demonstriert – teilweise mit Gewalt. 50.000 Menschen versammelten sich am Sonntag in der Brüsseler Innenstadt, wie eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Sechs Personen seien bereits vor Beginn der Demonstration wegen Besitzes von gefährlichen oder verbotenen Gegenständen festgenommen worden, sagte die Sprecherin. Die Demonstranten marschierten vom Nordbahnhof ins europäische Viertel, wo teils Krawalle ausbrachen, wie die Nachrichtenagentur Belga und andere Medien berichteten. Demnach warfen Demonstranten Gegenstände auf Polizisten und beschädigten Gebäude.

Sonntag, 23. Januar, 16.32 Uhr

Scholz vor Corona-Beratungen: „Brauchen keine Kurskorrektur“

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht momentan keinen Anlass für ein Umsteuern bei den Corona-Maßnahmen in Deutschland. „Es ist jedenfalls sicher nicht angebracht, mitten in der Omikron-Welle auf breiter Front die Regeln zu lockern“, sagte er in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ mit Blick auf die anstehenden Corona-Beratungen mit den Ländern an diesem Montag. „Wir brauchen keine Kurskorrektur.“

Scholz sagte, das Land sei auf dem richtigen Weg. Die seit November eingeführten strengen Regeln hätten dazu geführt, dass die Omikron-Welle Deutschland später erreicht habe als die europäischen Nachbarn. Er verwies etwa auf die vor gut zwei Wochen beim letzten Bund-Länder-Gipfel vereinbarte 2G-plus-Regel für Restaurants.

Sonntag, 23. Januar, 15.47 Uhr

Gipfeltreffen in Berlin: Lauterbach und Kahn sprechen über Corona

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn haben sich bei einem Treffen in Berlin über die aktuelle Corona-Lage ausgetauscht. An diesem Montag beraten die Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ein weiteres Mal über den weiteren Umgang mit der Omikron-Welle.

„Mit Oliver Kahn habe ich heute kurz über Fußball und Corona gesprochen. Das Gespräch war sehr angenehm und spannend für mich“, twitterte Lauterbach am Sonntag. „Trotzdem bin ich noch immer kein FC Bayern Fan“, schrieb der Gesundheitsminister außerdem in dem Tweet. Zu den Inhalten des Gesprächs mit dem Bayern-Chef äußerte Lauterbach nichts Konkretes. Es soll aber einen weiteren Austausch geben: „Rückspiel ist vereinbart.“

Sonntag, 23. Januar, 14.42 Uhr

Corona-Expertenrat kritisiert dünne Datenlage in Deutschland

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung kritisiert eine zu dünne Datenlage bei der Pandemiebeobachtung in Deutschland und mahnt „dringende Maßnahmen für eine verbesserte Datenerhebung und Digitalisierung“ an. Auch zwei Jahre nach Beginn der Pandemie bestehe weiterhin kein Zugang zu einigen wichtigen, aktuellen Versorgungsdaten, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Gremiums.

Die Omikron-Welle verstärke und verdeutliche das Defizit. „Eine Echtzeitübersicht über alle verfügbaren Krankenhausbetten mit aktueller Belegung auch außerhalb der Intensivmedizin wird dringend benötigt.“ Die Expertinnen und Experten fordern „zeitnahe“, „tagesaktuelle“ Daten etwa zu Krankenhauseinweisungen in allen Altersgruppen und zu freien und belegten „Ressourcen“. Verwiesen wird auf andere Länder, wie Israel, wo eine „Datenerhebung in Echtzeit auf individueller Fallebene zur effizienten Bewältigung der Pandemie erheblich beigetragen“ habe.

Sonntag, 23. Januar, 13.39 Uhr

Handel dringt vor Bund-Länder-Runde auf Ende von 2G beim Einkaufen

Vor dem Spitzengespräch von Bund und Ländern zur weiteren Corona-Politik hat der Handelsverband Deutschland (HDE) an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) appelliert, die 2G-Zugangsbeschränkungen für den Einzelhandel abzuschaffen. In Bayern und Niedersachsen sei die 2G-Regel, die in großen Teilen des Einzelhandels nur Geimpften und Getesteten den Zutritt gestattet, bereits aufgehoben, betonte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an Lauterbach. Nun sei es an der Zeit, die Zugangsbeschränkungen im Handel auch bundesweit auf den Prüfstand zu stellen.

Sonntag, 23. Januar, 12.42 Uhr

Corona verschärft Personalmangel – Impfpflicht-Sorgen

Angesichts des coronabedingt gestiegenen Mangels an Krankenschwestern und -pflegern in Deutschland fürchten Kliniken die negativen Folgen einer schlecht umgesetzten Impfpflicht. Die Sorge ist, dass Bund, Länder und örtliche Gesundheitsämter die ab 15. März geltende Impfpflicht für das Gesundheitswesen nicht einheitlich umsetzen. Das sagte Roland Engehausen, der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, der Deutschen Presse-Agentur.

Denn das könnte den Wettbewerb der Krankenhäuser um das händeringend gesuchte Personal noch anheizen. Wie sehr die Corona-Pandemie den Personalmangel in der Pflege verschärft hat, legen Daten des Jobportals Stepstone nahe. Dort war die Zahl der Stellenanzeigen für Pflegeberufe im Dezember 2021 um 85 Prozent höher als vor Beginn der Pandemie im Januar 2020.

Sonntag, 23. Januar, 11.30 Uhr

Institut: Corona hat riesige wirtschaftliche Schäden verursacht

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen beiden Jahren zu riesigen wirtschaftlichen Schäden geführt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln kommt in einer Analyse zum Ergebnis, dass der Wertschöpfungsausfall bei rund 350 Milliarden Euro liegt. Ein Großteil davon gehe auf Ausfälle beim privaten Konsum zurück, unter anderem wegen Lockdown-Maßnahmen. Selbst wenn zum Jahresende 2022 beim Bruttoinlandsprodukt das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden sollte, bestehe auch dann noch eine „markante Lücke“ zur Wirtschaftsleistung im Vergleich dazu, wenn es die Pandemie nicht gegeben hätte, heißt es in einem IW-Kurzbericht.

Sonntag, 23. Januar, 10.18 Uhr

Corona-Inzidenz steigt in NRW weiter an

In der Corona-Pandemie steigt die Inzidenz auch in Nordrhein-Westfalen weiter an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Sonntag einen Wert von 748 für das Bundesland an. Am Samstag hatte die Inzidenz noch bei 733,6 gelegen und am Sonntag vor einer Woche bei 489. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die Gesundheitsämter binnen sieben Tagen registriert haben.

Seit Ende Dezember klettern die Infektionszahlen in die Höhe. Inzwischen liegen 11 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW über 1000. Negativ-Spitzenreiter ist Bonn mit einer Inzidenz von 1467,1, dahinter folgen Solingen (1272,7) und Remscheid (1271,6). Die niedrigste Neuinfektionsrate weist die Landeshauptstadt Düsseldorf aus mit 331,8. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 16 658 Neuinfektionen und sechs weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

Sonntag, 23. Januar, 9.27 Uhr

Pläne für Impfpflicht ab 18 nehmen Konturen an

Wenige Tage vor den ersten Beratungen über eine Corona-Impfpflicht im Bundestag nehmen die Pläne der Befürworter Konturen an. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese, der zusammen mit anderen Abgeordneten der Ampel-Koalition Eckpunkte einer Impfpflicht ab 18 Jahren vorbereitet, nennt jetzt Einzelheiten der Pläne: Die Pflicht sollte auf ein bis zwei Jahre befristet sein, für nicht mehr als drei Impfungen gelten und über Bußgelder durchgesetzt werden, sagte der Innen- und Rechtspolitiker der Deutschen Presse-Agentur. Wiese hatte am Freitag zusammen mit sechs Politikern von Grünen und FDP in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten außer denen der AfD einen Gruppenantrag für eine Impfpflicht ab 18 angekündigt.

Sonntag, 23. Januar, 8.14 Uhr

Expertenrat empfiehlt Vorbereitung möglicher weiterer Maßnahmen

Der Expertenrat der Bundesregierung fordert wegen der rasanten Ausbreitung der Corona-Variante Omikron Vorbereitungen für mögliche weitere Schritte. „Das hochdynamische Infektionsgeschehen erfordert aktuell eine Beibehaltung und strikte Umsetzung der bisherigen Maßnahmen“, heißt es in einer am Samstagabend veröffentlichten Stellungnahme. Wenn infolge weiter steigender Inzidenzen kritische Marken etwa bei Klinikeinweisungen erreicht würden, könnten weitergehende Maßnahmen zur Infektionskontrolle nötig werden.

„Diese sollten daher jetzt so vorbereitet werden, dass sie ohne Verzögerung umgesetzt werden können.“ Sowohl Kontaktbeschränkungen als auch Booster-Impfungen seien notwendig, um die Dynamik der aktuellen Welle zu bremsen und das Gesundheitssystem und die kritische Infrastruktur zu schützen, heißt es in der einstimmig gefassten Empfehlung der 19 Ratsmitglieder. Auf eine Intensivierung der Booster-Kampagne sei daher Wert zu legen.

Sonntag, 23. Januar, 7.34 Uhr

NRW-Ministerpräsident Wüst gegen Lockerungen von Corona-Maßnahmen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich mit Blick auf die bevorstehenden Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage gegen große Lockerungen von Maßnahmen ausgesprochen. „Ein Signal zu großflächigen, pauschalen Lockerungen käme im Moment noch zu früh“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview des „Tagesspiegel“.

„Immer noch sterben rund 1500 Menschen pro Woche an Corona, das Personal in den Krankenhäusern ist komplett ausgelaugt – das kann uns doch nicht kalt lassen“, gab Wüst zu bedenken, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Bund und Länder wollen an diesem Montag die Lage angesichts der rasanten Ausbreitung der Corona-Variante Omikron beraten.

Sonntag, 23. Januar, 7.12 Uhr

Deutschlandweit 85.440 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 806,8

Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 806,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 772,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 515,7 (Vormonat: 220,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 85.440 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 54 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 3,77 an (Donnerstag: 3,56). Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Samstag, 22. Januar, 19.18 Uhr
Gesundheitsminister: Änderungen bei Kontaktnachverfolgung und PCR-Tests
Die Gesundheitsämter sollen sich wegen der stark steigenden Infektionszahlen künftig auf die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Fällen im Klinik- und Pflegebereich und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung konzentrieren. Das haben die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder am Samstag bei einer Schaltkonferenz beschlossen.

Neben der Kontaktaufnahme zu infizierten Personen und deren Haushaltsangehörigen solle die Nachverfolgung in diesen Bereichen „mit höchster Priorität“ zum Schutz sogenannter vulnerabler Gruppen durchgeführt werden, hieß es in einem einstimmig gefassten Beschluss.



Samstag, 22. Januar, 17.24 Uhr
Gesundheitsminister fordern konkrete Pläne zur Teil-Impfpflicht
Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder fordern bei der beschlossenen einrichtungsbezogenen Impfpflicht gegen Corona vom Bundesgesundheitsministerium mehr Informationen zur konkreten Umsetzung.

Petra Grimm-Benne (SPD), Gesundheitsministerin in Sachsen-Anhalt, leitet in ihrem Ministerium eine Videokonferenz der Gesundheitsministerkonferenz (Archivbild). © Ronny Hartmann/dpa

In einem gemeinsamen Beschluss nach einer Schaltkonferenz der Ressortchefs am Samstag wird das Bundesgesundheitsministerium gebeten, gemeinsam mit den Bundesländern „unverzüglich“ alle offenen Fragen bei dem Thema zu klären, etwa für wen ganz genau die Impfpflicht gelten soll, welche Ausnahmen es gibt und wie Betroffene angehört werden.



Samstag, 22. Januar, 15.54 Uhr
Über diese Themen beraten die Ministerpräsidenten am Montag
Trotz des Rekords an Corona-Infektionen haben die Verantwortlichen in Bund und Ländern im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag (24.1.) die Erwartungen an das Treffen gedämpft. Voraussichtlich wird es keine weiteren bundesweiten Verschärfungen der Corona-Maßnahmen geben. Auch der Expertenrat wird dem Vernehmen nach im Vorfeld keine Stellungnahme zur Corona-Lage veröffentlichen, wie dies bei den vergangenen beiden Sitzungen der Fall war.

Zu besprechen gibt es angesichts der Omikron-Welle, der offenen Fragen bei der Impfpflicht und der Engpässe bei den PCR-Tests dennoch zahlreiche Themen. Ein zentraler Tagesordnungspunkt der Regierungschefinnen und -chefs wird eine Neuregelung zu den PCR-Tests sein.


Samstag, 22. Januar, 14.58 Uhr
Virologe: Omikron nicht „mild“ – Kliniken vor neuer Welle
Die deutschen Krankenhäuser steuern nach Einschätzung des Münchner Virologen Oliver Keppler auf erneut sehr hohe Zahlen von Corona-Patienten zu. Die Wucht der Infektionswelle wird sich nach Einschätzung des Wissenschaftlers in den Kliniken niederschlagen. „Eine Verharmlosung von Omikron wäre daher fatal, die häufig zu lesende Einordnung als „mild“ halte ich für brandgefährlich“, sagte der Leiter der Virologie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ausgangslage in Deutschland sieht Keppler wegen des vergleichsweise hohen Durchschnittsalters der Bevölkerung und vieler Ungeimpfter als schwierig an. „In den USA sehen wir ein monströses Infektionsgeschehen mit bis zu einer Million neuer Infektionsfälle am Tag“, sagte der Vorstand des Max von Pettenkofer-Instituts. „Dort sind mehr Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern als jemals zuvor in der Pandemie, und auch die Todesfallzahlen nehmen in den letzten Wochen wieder deutlich zu. Das ist nun alles andere als „mild“.“

Samstag, 22. Januar, 13.55 Uhr
Junge Liberale kritisieren Corona-Politik von Hendrik Wüst

Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen in Nordrhein-Westfalen, Alexander Steffen, hat die Corona-Politik von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kritisiert. „Wir sehen in Hendrik Wüst – der bei Corona bisher leider mehr Markus Söder als Armin Laschet gespielt hat – und der CDU in erster Linie einen Konkurrenten und keinen Verbündeten, und das muss im Wahlkampf klar werden“, sagte Steffen bei einem digitalen Landesparteitag der FDP am Samstag. Er forderte seine Partei auf, in der Kommunikation „mutiger und offensiver“ zu sein.

Samstag, 22. Januar, 13.30 Uhr
Kleine Firmen bekommen mehr Zeit für Rückzahlungen

Weil die Corona-Pandemie der Wirtschaft noch immer stark zusetzt, bekommen kleinere Firmen mehr Zeit für Rückzahlungen von zu viel gezahlten Corona-Hilfen an den Staat. Die Landesregierung wolle am Dienstag beschließen, die Frist von Ende Oktober 2022 auf Ende Juni 2023 zu verlängern, sagte ein Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums am Samstag in Düsseldorf. Zuvor hatte die „WAZ“ darüber berichtet.

Es geht um Soforthilfen für Solo-Selbstständige und kleinere Firmen im Frühjahr 2020, als der Ausbruch der Pandemie weite Teile der Wirtschaft in eine Art Schockstarre versetzte. Damals bekamen Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten 9000 Euro Soforthilfe, um Liquiditätsengpässe auszugleichen. Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten erhielten 15.000 Euro und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten bis zu 25.000 Euro. Das waren pauschale Auszahlungen, in NRW zahlten Land und Bund rund 4,5 Milliarden Euro aus.

Samstag, 22. Januar, 12.28 Uhr
Stamp: Einschränkungen so bald wie möglich zurückzunehmen

Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende und Familienminister Joachim Stamp hat angemahnt, coronabedingte Einschränkungen so bald wie möglich zurückzunehmen.

Jede neue wissenschaftliche Erkenntnis müsse dazu führen, die Pandemie-Maßnahmen zügig zu überprüfen und sobald verantwortbar wieder außer Kraft zu setzen, sagte Stamp am Samstag (22.1.) bei einem digitalen Landesparteitag der FDP. Auch bei der geplanten allgemeinen Impfpflicht müssten Grundrechtseingriffe sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.

Ein milderes Mittel könne es sein, allen über 18-Jährigen zwischen August und Oktober einen verpflichtenden Beratungstermin anzubieten, schlug der Vize-Ministerpräsident vor.

Samstag, 22. Januar, 12.05 Uhr
Inzidenz steigt in NRW auf 733,6

Die Corona-Inzidenz in NRW entwickelt sich weiter steil nach oben. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Samstagmorgen einen Wert von 733,6 für das Bundesland an. An den beiden Tagen zuvor war die Inzidenz um jeweils etwa 50 niedriger gewesen (Donnerstag: 627,4; Freitag: 680,8). Bei der Zahl geht es um die Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Der Bundesschnitt lag am Samstag mit 772,7 noch höher als in NRW. Inzwischen liegen zehn Städte und Kreise über 1000 und damit vier mehr als am Vortag. In Bonn ging es binnen 24 Stunden um rund 160 nach oben auf 1305,3. Auch in Solingen (1272,7) und Borken (1152,7) intensivierte sich den Zahlen zufolge das Infektionsgeschehen.

Wuppertal, Krefeld, Remscheid, Herne, Leverkusen, der Märkische Kreis und Mülheim an der Ruhr waren ebenfalls vierstellig. Die niedrigste Neuinfektionsrate wies der Landkreis Paderborn auf mit 361,6..


Samstag, 22. Januar, 9.45 Uhr
Gesundheitsämter kontaktieren nicht mehr alle Infizierten

Wegen steil ansteigender Fallzahlen nehmen einige Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen nur noch zu besonders gefährdeten Corona-Infizierten Kontakt auf. Die Situation in den Gesundheitsämtern sei angespannt, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit.

Das Land unterstütze die Ämter mit mehr finanzierten Stellen, auch Soldatinnen und Soldaten seien im Einsatz. Mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen berichten dennoch, dass sie wegen der Anzahl der Corona-Fälle mit dem verfügbaren Personal nicht mehr hinterherkämen.

Samstag, 22. Januar, 8.32 Uhr
Ärzteverband: „Anfang Februar wird es in den Krankenhäusern eng“

Bei weiter so rasant steigenden Corona-Infektionszahlen sieht die Ärzteorganisation Marburger Bund die Kliniken bereits in wenigen Tagen an ihrer Belastungsgrenze.

Dabei gehe es nicht nur um steigende Patientenzahlen. „Wir erwarten, dass in den kommenden Wochen sehr viele Beschäftigte des ärztlichen und pflegerischen Personals ausfallen werden, weil sie sich infiziert haben und in Isolation müssen.“ Das gelte für den ambulanten Versorgungsbereich genauso wie für den stationären.

Samstag, 22. Januar, 8.05 Uhr
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach für nationales Impfregister

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat sich für die Einführung eines nationalen Impfregisters ausgesprochen. Dafür werbe sie, sagte sie der „Westdeutschen Zeitung“ (Samstag). „Egal, ob die Impfpflicht kommt oder nicht. Das wird auch im Zusammenhang mit anderen Impfungen wichtig, wenn es um Kontrolle und Wirksamkeit von Impfungen geht“, sagte die Politikerin. Andere Staaten hätten ein solches Register – und profitierten sehr davon.

In einem Impfregister könnte der Impfstatus aller Menschen in Deutschland erfasst werden, um einen besseren Überblick zu haben. Es wird im Zusammenhang mit der möglichen Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus diskutiert.


Samstag, 22. Januar, 7.20 Uhr
Wegen Omikron: Lauterbach warnt vor Lockerungen

Vor neuen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage hat sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dafür ausgesprochen, die bestehenden Maßnahmen derzeit beizubehalten.

Der SPD-Politiker wandte sich in der „Rheinischen Post“ gegen Verschärfungen – zugleich warnte er: „Aber eine Lockerung wäre fatal. Wir würden Öl ins Feuer gießen und die Welle beschleunigen.“ Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen schlägt Lauterbach eine Priorisierung der besonders genauen PCR-Tests und eine Konzentration der Kontaktnachverfolgung auf bestimmte Berufsgruppen vor.


Samstag, 22. Januar, 7.05 Uhr
Bundesweite Inzidenz steigt deutlich auf 772,7

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 772,7 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 706,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 497,1 (Vormonat: 289,0). Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 179 Todesfälle verzeichnet. Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind.


Freitag, 21. Januar, 22.13 Uhr

Corona-Demonstrationen in Bielefeld friedlich

Bei mehreren Aufzügen von Gegnern der Corona-Maßnahmen und entsprechenden Gegen-Kundgebungen ist es am Freitagabend in Bielefeld zunächst friedlich geblieben. Es gebe bislang keinerlei Auseinandersetzungen, sagte eine Polizeisprecherin.

Einer der drei angemeldeten Aufzüge von Gegnern der Corona-Maßnahmen sei nah an der Grenze zu 750 Teilnehmern, bei der 3G-Pflicht gelte. „Da sind wir im Moment in den Gesprächen.“ Alle anderen Versammlungen seien unter dieser Grenze geblieben. Die fünf angemeldeten Gegen-Kundgebungen seien teilweise auch schon wieder beendet.

Freitag, 21. Januar, 21.17 Uhr

NRW-FDP-Chef Stamp bringt Corona-Beratungspflicht ins Spiel

Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Joachim Stamp hat in der Debatte um eine Corona-Impfpflicht den Vorschlag für eine alternative Beratungspflicht aufgegriffen. „Möglicherweise reicht es aus, wenn wir allen Bürgerinnen und Bürgern über 18 zwischen den Sommer- und den Herbstferien ein verpflichtendes Beratungsgespräch mit einem Impfangebot anbieten“, sagte der Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe) auf die Frage, wie er in der Impfpflicht-Frage persönlich denke.

Stamp sprach von einer Beratungspflicht. „Wer der nicht nachkommt, müsste mit einem maßvollen Bußgeld rechnen“, so Stamp. Der Bundestag will über eine allgemeine Impfpflicht abstimmen. Die Entscheidung soll in freier Abstimmung ohne Fraktionsvorgaben erfolgen.

Freitag, 21. Januar, 19.50 Uhr

Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf

Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf. Von diesem Samstag an dürfen Pubs, Restaurants und Discos wieder öffnen, ohne Impfnachweise zu verlangen oder Abstandsregeln zu beachten, wie Regierungschef Micheal Martin am Freitagabend in Dublin sagte. Teilnehmerbeschränkungen für Veranstaltungen fallen ebenso weg wie Vorschriften für private Treffen. Vom kommenden Montag an endet zudem die Pflicht zum Homeoffice.

Für internationale Reisen gelten allerdings noch immer die 3G-Regeln, wie Martin sagte. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich weiterhin isolieren. Auch die Maskenpflicht bleibt mindestens bis Ende Februar in Kraft. „Ich habe an vielen dunklen Tagen hier gestanden, aber heute ist ein guter Tag“, sagte Martin. Die Regierung werde die persönlichen Freiheiten nicht mehr beschränken, wenn dies nicht nötig sei.

Freitag, 21. Januar, 18.30 Uhr

RKI: Fast 160 aller rund 200 Länder weltweit Corona-Hochrisikogebiet

Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt dafür, dass gut drei Viertel aller rund 200 Länder auf der Welt als Hochrisikogebiete eingestuft werden. Zu den 136 Ländern, die seit einer Woche insgesamt auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) stehen, kommen an diesem Sonntag (0.00 Uhr) nochmals 19 weitere Staaten hinzu, wie das RKI am Freitag in Berlin mitteilte. Insgesamt stehen damit nun 155 Länder auf der Liste.

Kein Land wird demnach von der Liste gestrichen. Nach den RKI-Angaben gelten von Sonntag an Rumänien, die Republik Moldau, Kosovo, Marokko, Tunesien, Algerien, Saudi-Arabien, Japan, Indien, Bhutan, Nepal, Mongolei, Kasachstan, Usbekistan, die Malediven, Brasilien, Chile, Ecuador und Paraguay neu als Hochrisikogebiete.

Freitag, 21. Januar, 16.47 Uhr

Razzia bei Arzt in Recklinghausen: gefälschte Impfausweise ausgestellt?

Ein Arzt in Recklinghausen steht im Verdacht, gefälschte Corona-Impfausweise ausgestellt und die entsprechenden Impfdosen vernichtet zu haben. Der Mediziner soll von Juni bis Dezember 2021 in seiner Praxis in mehreren Fällen gegen Entgelt „bewusst wahrheitswidrig“ eine Impfung bescheinigt haben, wie die Bochumer Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

Tatsächlich habe er die dokumentierte Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung aber dem Verdacht zufolge nicht vollzogen, sondern die Impfdosen vernichtet, sagte eine Sprecherin.

Ermittelt werde wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, gewerbsmäßigen Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse, mutmaßlicher Sachbeschädigung und anderer Delikte. Seit Ende November kann die Fälschung von Gesundheitsdokumenten härter bestraft werden: Es drohen Geldstrafen oder Haft bis zu zwei Jahren, in besonders schweren Fällen sogar bis zu fünf Jahren.

Freitag, 21. Januar, 15.20 Uhr

Ohne Maske im Bus: Fahrgast verletzt Busfahrer

Nach der Aufforderung, seine Schutzmaske aufzuziehen, hat ein Fahrgast eine Scheibe in einem Linienbus in Krefeld zerschlagen und den Busfahrer verletzt. Zuvor habe er den 45-Jährigen mehrfach beleidigt, berichtete die Polizei am Freitag. Schließlich habe er mit der Faust die Scheibe der Fahrerkabine zertrümmert. Der Fahrer sei durch umherfliegende Glassplitter mit mehreren kleinen Schnitten verletzt worden. Noch während der Fahrt habe der Täter dann die hintere Bustür gewaltsam geöffnet, sei aus dem Bus gesprungen und verschwunden.

Freitag, 21. Januar, 14.01 Uhr

Lauterbach: Impfpflichtbeschluss in Österreich ist ein „Meilenstein“

Angesicht der am Donnerstag in Österreich beschlossenen allgemeinen Impfpflicht hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) von einem „Meilenstein“ gesprochen. „Das Land kann damit die Bevölkerung deutlich besser vor weiteren schweren Wellen von Coronavirus-Varianten schützen“, schrieb der SPD-Politiker auf Twitter.

Freitag, 21. Januar, 13.02 Uhr

Divi-Präsident Marx: „Die Impfpflicht ist alternativlos“

Die Deutsche Interdisziplinär Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) fordert die Bundesregierung auf, die Impfpflicht schnell auf den Weg zu bringen. „Die Impfpflicht für Erwachsene ist alternativlos, um die Pandemie langfristig hinter sich zu lassen“, sagte Divi-Präsident Gernot Marx dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ohne eine höhere Impfquote bleiben wir in einer Art Dauerschleife verhaftet.“

Der Mediziner rechne damit, dass die Impfpflicht weitere Ausbruchswellen wirksam verhindere und so der Weg aus der Pandemie gelinge. „Wir können nicht in jeder Wintersaison wieder eine neue Welle zahlreicher schwerer Covid-19-Verläufe riskieren“, meint Marx.

Freitag, 21. Januar, 12.01 Uhr

Zahl der Wiederholer im Corona-Schuljahr 2020/21 halbiert

Während der Corona-Pandemie haben in Nordrhein-Westfalen nur etwa halb so viele Kinder eine Klassenstufe wiederholt wie im Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag das unter anderem an veränderten Versetzungsregelungen.

Etwa 15 400 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen in NRW wiederholten im Schuljahr 2020/21 eine Klasse – ein Jahr zuvor waren es noch etwa 32 200. Damit sank die Quote der Wiederholer in Nordrhein-Westfalen von 2,2 Prozent im Schuljahr 2019/20 auf zuletzt 1 Prozent.

Freitag, 21. Januar, 11.04 Uhr

Weil Testkapazitäten fehlen: Omikron-Ausmaß nicht mehr exakt zu messen

Das Robert Koch-Institut (RKI) erwartet, dass der maximale Ausschlag der Omikron-Welle in Deutschland durch Meldedaten nicht genau bemessen werden kann. „Die Größenordnung und die entscheidenden Trends in der epidemiologischen Entwicklung werden jedoch zuverlässig angezeigt“, schreibt das RKI im Corona-Wochenbericht vom Donnerstagabend.

Hintergrund für die vorübergehend unvollständiger werdende Erfassung von Infizierten sind etwa begrenzte Testkapazitäten und Personalressourcen wegen der hohen Fallzahlen, wie es hieß.

Freitag, 21. Januar, 10.10 Uhr

Laumann für Priorisierung bei der Kontaktnachverfolgung

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hält eine Priorisierung bei der Kontaktverfolgung zur Entlastung der kommunalen Gesundheitsämter für erforderlich. „Wenn Sie bedenken, dass täglich inzwischen über 15.000 Fälle hinzukommen, zeigt das die enorme Belastung. Wir sehen daher die Notwendigkeit, dass die Gesundheitsämter sich bei der Kontaktnachverfolgung stärker auf die vulnerablen Gruppen – etwa die Pflegeheime – konzentrieren“, sagte Laumann der „Rheinischen Post“ (Freitag) zum Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen und die damit verbundene Arbeit für die Ämter.

Ihm hätten die Landräte gesagt, bei der normalen Bevölkerung sei ein Gros der Kontaktpersonen bereits geboostert und falle damit ohnehin nicht unter die Quarantäneregelung. „Ich werde mich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass hier ein möglichst einheitliches Vorgehen der Bundesländer verabredet wird“, erklärte Laumann das weitere Vorgehen.

Freitag, 21. Januar, 9.41 Uhr
Mittelstandsverband will Einschränkungen bei Impfverweigerern
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat sich dafür ausgesprochen, dass Beschäftigten in Quarantäne, die ohne medizinischen Grund eine Corona-Impfung verweigern, die Lohnfortzahlung gekürzt wird. Diese Beschäftigten gefährdeten die „Betriebsgesundheit“, sagte der Bundesgeschäftsführer des Verbandes, Markus Jerger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Bereits jetzt würden viele Unternehmen Aufträge verlieren, weil Mitarbeiter fehlen. „Ein erhöhter Ausfall von Mitarbeitern bei bleibenden Lohnkosten kann das wirtschaftliche Aus bedeuten – und damit den Verlust aller Arbeitsplätze im Unternehmen.“

Freitag, 21. Januar, 8.18 Uhr
Corona-Neuinfektionsrate steigt in NRW seit mehr als drei Wochen
Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionszahlen kennt in Nordrhein-Westfalen seit mehr als drei Wochen nur eine Richtung: Auch nach den jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag gab es bei der Sieben-Tage-Inzidenz einen weiteren sprunghaften Anstieg von 627,4 am Donnerstag auf nun 680,8. Laut RKI-Tabelle steigt die Inzidenz in NRW schon seit dem 29. Dezember kontinuierlich an. NRW bleibt aber unterhalb der bundesweiten Inzidenz von aktuell 706,3.

Die Zahl der Städte und Kreise, die schon über 1.000 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aufweisen, verdoppelte sich im Vergleich zum Vortag auf sechs. Betroffen sind: Bonn (1144,4), Solingen (1138,9), Wuppertal (1092,7), Krefeld (1079,2), der Kreis Borken (1053,2) und Herne (1008,7). Die niedrigeste Neuinfektionsrate weist demnach der Kreis Recklinghausen auf mit 273,1.

Wie schon am Tag zuvor infizierten sich nach den Meldungen der Gesundheitsämter erneut rund 28.000 Menschen binnen 24 Stunden neu. Das RKI registrierte 26 neue Todesfälle (Donnerstag: 36) im Zusammenhang mit Corona.

Freitag, 21. Januar, 7.23 Uhr
Omikron: Belastung der Normalstationen steigert sich „deutlich“
Angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen nimmt die Belastung auf den Normalstationen massiv zu, berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Zahl der Intensivpatienten sinkt jedoch weiter. Die Belastung auf der Normalstation bleibe hoch oder steigere sich sogar deutlich, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem RND. Die Deutsche Interdisziplinär Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) spürt die Omikron-Welle bisher noch nicht auf den Intensivstationen. „Wir sehen die neuen Intensivpatienten, die wir sonst nach etwa zehn bis 14 Tagen auf unseren Stationen behandeln mussten, noch nicht“, erklärte Divi-Präsident Gernot Marx dem RND.

Freitag, 21. Januar, 5.16 Uhr
RKI registriert 140.160 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 706,3
Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 700 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 706,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 638,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 470,6 (Vormonat: 306,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 140.160 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 170 Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.460.546 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 3,56 an (Mittwoch: 3,34). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitagmorgen mit 7.178.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 116.485.

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