Ein Tag in der Düsseldorfer Altstadt: Hier gibt‘s viel zu sehen

Die Düsseldorfer Altstadt - hier können facettenreiche Tage, Abende und Nächte verbracht werden. © Düsseldorf Tourismus / U. Otte
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Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Brauereien, Bars, Imbisse, Geschäfte, Museen und Kultur – in der Düsseldorfer Altstadt findet wirklich jeder das, was er sucht. Die besten Orte haben wir für Sie auf einen Blick:

St. Andreas

Bewunderern barocker Stuckarbeiten dürften in der Andreaskirche die Augen zunächst nach oben und dann übergehen. Denn die im 17. Jahrhundert von Johannes Kuhn erarbeitete Decke ist in ihrem Detailreichtum wahrhaftig ein Blickfang. Doch auch sonst kann die Andreaskirche sich sehen lassen, sei es nun die beinahe schon mediterran-gelb anmutende Fassade oder das verzierte und doch weiß-schlichte Innere. Ein Besuch lohnt sich, ob mit oder ohne Führung.

St. Andreas, Andreasstraße 27, Düsseldorf

Burgplatz

Zu einem Burgplatz gehört auch eine Burg, sollte man zumindest meinen. In Düsseldorf allerdings ist vom Gemäuer nur der Schlossturm geblieben – und eben der Burgplatz. Auf dem wird heutzutage nicht mehr exerziert, sondern stattdessen flaniert, genossen und gelebt. Neben der ganzen Bandbreite der Düsseldorfer Gesellschaft können Sie auf dem Platz aber auch andere Sehenswürdigkeiten bewundern, wie zum Beispiel den Radschlägerbrunnen oder das Stadterhebungsmonument, oder Sie hocken sich auf die Rheintreppe.

Burgplatz, Düsseldorf

Kuhna-Mauer

Mit Farbe wird alles schöner. Zum Beispiel die Treppe und Rheinmauer am Burgplatz, die 1997 von Hermann-Josef Kuhne und seinen Studierenden kunterbunt bemalt wurde und heute den klingenden Namen Kuhna-Mauer trägt. 2017 erhielt der Altstadt-Farbklecks ein Keramik-Update, nachdem die ursprüngliche Farbe nach und nach verkommen war. Und so erstrahlt die Kuhna-Mauer seitdem in altem Glanz und erfreut Einheimische und Touristen gleichermaßen.

Kuhna-Mauer, Burgplatz, Düsseldorf

Ein Blick ins „Goldene Einhorn“ © Düsseldorf Tourismus

Kasematten

Direkt an der Burgmauer angeschlossen erfolgt der Teil der Rheinuferpromenade, der von den Düsseldorfern gemeinhin als Kasematten bezeichnet wird. Wer auf der Suche nach einem breiten gastronomischen Angebot ist, wird hier fündig. Interessant sind auch die historische Pegeluhr und die Möglichkeit, von einem der Anleger eine Tour auf dem Rhein zu buchen. Oder eben einfach bei einem Glas Wein den vorbeifahrenden Schiffen zuzuschauen.

Kasematten, Düsseldorf

Zur Uel

Zu einer Altstadt gehört auch ein zünftiges Gasthaus. In Düsseldorf ist das die Hausbrauerei Zur Uel, in der einen gutbürgerliche Küche allererster Güteklasse serviert wird. Ob Kassler, Grünkohl, Leberkäse oder Spießbraten – der Protein- und Natrium-Bedarf sind nach diesem Besuch auf jeden Fall gedeckt. Der ohne Frage entstandene Durst wird dann einfach mit einem Füchschen gestellt. Prost!

Zur Uel, Ratinger Straße 16, Düsseldorf

Zum goldenen Einhorn

Ob Frühstück, Mittagessen, Dinner oder eine Kleinigkeit zwischendurch: Im goldenen Einhorn sind Sie immer gut aufgehoben. Der offene und helle Gastraum begrüßt einen freundlich und einladend, doch gerade im Sommer empfiehlt sich ein Platz auf der Terrasse. Wenn die Sonne scheint ist dann ja auch fast schon egal, ob Sie gerade Frühstück zu sich nehmen oder einen leckeren Kuchen mümmeln. Aber nur fast.

Zum goldenen Einhorn, Ratinger Straße 18, Düsseldorf

Ein Blick ins „Goldene Einhorn“ © Zum goldenen Einhorn

Brasserie Stadthaus

Freunde des „fine dining“ lesen jetzt besonders aufmerksam, denn die Brasserie Stadthaus ist Ihre Adresse. In den altehrwürdigen Mauern des Stadthauses, das bald 400 Jahre auf dem Buckel hat, werden einem die Feinheiten der französischen Küche näher gebracht. Wenn man also bei Froschschenkeln oder Hummerschaumsuppe schwach wird, dann ab dafür. Neben dem Essen ist auch die schnieke Kassettendecke ein echter Hingucker. Abends wandert das Leben dann von den Tischen zur hauseigenen Bar.

Brasserie Stadthaus, Mühlenstraße 31, Düsseldorf

Hausbrauerei Schumacher

Holzvertäfelung, Holzboden, Holzmöbel, alles in dunkler Eiche – das muss ein Brauhaus sein. Und nicht nur irgendeines, sondern das älteste der Stadt. Die Hausbrauerei Schumacher wurde nämlich schon 1838 gegründet. Zum leckeren Altbier gesellen sich dann nach Gusto noch diverse deftige Köstlichkeiten, zum Beispiel das gute, alte Mettbrötchen (mit Zwiebeln!). Und bei gutem Wetter geht’s einfach in den Brauhof.

Hausbrauerei Schumacher, Oststraße 123, Düsseldorf

Hausbrauerei Zum Schlüssel

Auch in der Bolker können Sie sich dem Charme der Köbesse nicht entziehen. In der Hausbrauerei „Zum Schlüssel“ kommt, wer hätte es gedacht, Schlüssel Alt in die Gläser und von da ohne Umwege in den Magen. Für dessen weitere Befüllung sorgt die Speisekarte mit diversen Deftigkeiten, wie sich das eben für ein Brauhaus gehört. Mett Röggelchen, Halve Hahn und Blootwoosch haben noch jeden Kater aufgehalten.

Hausbrauerei Zum Schlüssel, Bolkerstraße 41, Düsseldorf

Guten Hunger! © Brauere Zum Schlüssel

Melody Bar

Tradition hin oder her, die ganze Zeit Altbier geht auch nicht auf Dauer. Falls einem der Gerstensaft also schon sprichwörtlich zum Halse heraushängt, wird es vielleicht Zeit für einen fruchtig frischen Cocktail? An- und Einlaufstelle Numero Eins in dieser Hinsicht ist in der Altstadt die Melody Bar in der Kurzen. Seit 25 Jahren steht die Chefin schon und hier immer noch hinter der Theke und mixt nach allen Regeln der Kunst allerlei leckere Cocktails. Der frühe Vogel fängt den Wurm, die Melody Bar ist nämlich schnuckelig klein und Sitzplätze somit heiß begehrt.

Melody Bar, Kurze Straße 12, Düsseldorf

Oh Baby Anna

Das „Oh Baby Anna“ ist einer der neueren Läden in der Altstadt. 2017 eröffnet, erfreut die Bar sich allerdings schon seit Gründung einer großen Beliebtheit im Düsseldorfer Nachtleben. Kein Wunder, ist die schicke Bar doch das, was man in den 90ern wohl „spacig“ genannt hätte. Allein das futuristische Spiegelgebilde hinter der Bar ist ein echter Hingucker. Doch die wahre Magie geschieht natürlich unmittelbar an der Bar konsumentenfreundlich im Glas serviert.

Oh Baby Anna, Andreasstraße 11, Düsseldorf

Schweine Janes

Noch lange, bevor der Döner Kebab in Deutschland zum Drunkfood erster Güte avancierte, gingen bei Schweine Janes die Haxen über die Theke. Daran hat sich bis heute nichts geändert, der Imbiss versorgt nach wie vor Nachtschwärmer und Imbissfreunde mit allem, was die Wutz so hergibt, sei es nun Schweinebraten oder Jägerschnitzel. Wohl bekomm’s!

Schweine Janes, Bolkerstraße 13, Düsseldorf

Ein Bild, das duftet und hungrig macht © Schweine Janes

Stipes frittierte Pizza

Frittierte. Pizza. Muss man wirklich noch mehr wissen? Bitte erst nach dem Konsum Sorgen um die eigenen Arterien machen.

Stipes frittierte Pizza, Mertensgasse 21, Düsseldorf

Carlsplatz

Jeden Tag marktfrische Produkte, das verspricht der Carlsmarkt. Mehr als 60 Stände bieten auf dem Platz ihre Waren an und das von Montag bis Samstag, jeden Tag aufs Neue frisch. Dabei beschränkt sich das Angebot nicht „nur“ auf Lebensmittel vom regionalen Bauernhof, auch Süßigkeiten, Kaffeespezialitäten und Weine werden feilgeboten. Da sollte man ruhig mal etwas Extrazeit für den Marktbummel einplanen.

Carlsplatz-Markt, Mo–Fr (8–18 Uhr) + Sa (8–16 Uhr), Düsseldorf

Pick Up

Sind Sie Anhänger britischer Mode oder tragen Sie gern punkige Kleidung? Dann schauen Sie doch mal im Pick Up vorbei. Eine breitere Auswahl an Dr. Martens wird man in Düsseldorf wohl kaum finden, und auch sonst kann man von einem Szeneladen wohl kaum mehr erwarten: Schottenröcke, Nietengürtel und sonstige Szene-Memorabilia, wohin man auch blickt. Die eigenwillige Deko tut ihr Übriges.

Pick Up, Kapuzinergasse 15, Düsseldorf

K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Allein die Außenansicht der K20 Kunstsammlung ist schon ein Kunstwerk für sich. Der 1986 errichtete Bau aus schwarzem Bornholmer Granit ist ein echter Blickfang und steht im Kontrast zur sonstigen Altstadt-Architektur, ohne jedoch fehl am Platz zu wirken. Betritt man das Gebäude, eröffnet sich die Kunstwelt des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkte der Sammlung liegen auf den Werken von Paul Klee, Picasso, Joseph Beuys sowie auf dem Surrealismus und der amerikanischen Kunst nach 1945. Neben dem hauseigenen Fundus beherbergt die Kunstsammlung wechselnde Sonderausstellungen.

K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Grabbeplatz 5, Düsseldorf

Das Gebäude K20 © Jens Willebrand, willebrand.com

Kunsthalle

Sollte Ihr Faible eher die zeitgenössische Kunst sein, dann wartet gegenüber der Kunstsammlung die beinahe kubische Kunsthalle auf einen. Eine Dauerausstellung hat die zwar nicht vorzuweisen, dafür aber regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, eben mit Schwerpunkt zeitgenössischer Kunst.

Kunsthalle, Grabbeplatz 4, Düsseldorf

Büchermeile

An drei Wochenenden im Jahr verwandelt sich die Rheinuferpromenade zur größten Outdoor-Buchhandlung der Welt. Die erste war bereits im März. Zur Büchermeile stellen rund 60 Buchhändler, Antiquariate und Sammler ihre literarischen Sammlungen vor und zum Verkauf. Auch rund um das gedruckte Wort passiert viel, sodass ein Bücherbummel zu einem Erlebnis für alle Sinne und nicht nur den Geist wird. Immer wieder schön.

Büchermeile, 25./26.6., 24./25.9., Rheinuferpromenade, Düsseldorf