Wintereinbruch

Glatte Straßen in NRW sorgen für Unfallserie mit vielen Verletzten

Der plötzliche Kälteeinbruch hat vielerorts zu glatten Straßen geführt. Vor allem in höheren Lagen kam es zu Unfällen mit Verletzten. Im Laufe des Wochenendes soll der Schnee weiterziehen.
Nach einem plötzlichen Wintereinbruch in NRW ist es zu mehreren Unfällen gekommen. © picture alliance/dpa

Schnee und Eis haben zwischen Freitagnachmittag (1.4.) und Samstagmorgen (2.4.) die Autofahrer in Nordrhein-Westfalen überrascht. In mehreren Regionen kam es auf den glatten Straßen zu Unfällen, wie die Polizeistellen mitteilten. Im Hochsauerlandkreis wurden bei fünf Unfällen insgesamt 14 Menschen zum Teil schwer verletzt.

Mehrere Frontalzusammenstöße

Zwischen Bromskirchen und Hallenberg habe ein 47 Jahre alter Autofahrer die Kontrolle verloren und sei auf schneeglatter Fahrbahn in den Gegenverkehr geraten, teilte die Polizei am Samstag mit. Dort sei er frontal in das Auto eines 20-Jährigen geprallt. Der 47-Jährige kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die beiden Insassen des entgegenkommenden Autos wurden demnach leicht verletzt.

In Arnsberg wurde nach Polizeiangaben am frühen Samstagmorgen eine 53 Jahre alte Autofahrerin schwer verletzt, als ein entgegenkommendes Auto auf der glatten Straße frontal in ihren Wagen schleuderte. Ihre beiden Beifahrer sowie der zweite Autofahrer wurden leicht verletzt.

Am Freitagnachmittag prallte ein 24 Jahre alter Autofahrer bei Medebach-Glindfeld mit seinem Fahrzeug gegen einen Baum. Der Fahrer und die beiden Mitfahrer wurden leicht verletzt. Die Polizei im Hochsauerlandkreis meldete zudem noch zwei weitere Unfälle mit leichtverletzten Menschen.

Auch auf den Autobahnen habe der Schnee in der Nacht zu Unfällen geführt, sagte ein Sprecher der Dortmunder Autobahnpolizei am Samstag. „Es ist zu einer Vermehrung von Unfällen gekommen aufgrund der Witterungslage.“

Straßen sind wieder freigegeben

Vorerst unklar war nach Angaben der Polizei, ob der Kälteeinbruch auch für eine Unfallserie auf der Autobahn 45 am Freitagabend verantwortlich war. Dort wurden bei drei miteinander verketteten Unfällen neun Menschen verletzt. Es seien 17 Fahrzeuge involviert gewesen, sagte ein Sprecher der Dortmunder Polizei. Zum genaueren Unfallhergang gebe es bislang keine Erkenntnisse. Der Autobahnabschnitt zwischen Drolshagen und Meinerzhagen wurde für mehrere Stunden gesperrt.

Im Oberbergischen Kreis sei der Schnee bis zum Samstagmorgen liegen geblieben, sagte ein Polizeisprecher. „Mittlerweile sind die Straßen aber frei.“ Das Wetter habe am frühen Morgen noch zu „zwei, drei Unfällen mit Blechschäden“ geführt. Am Freitagabend war ein Autofahrer im Oberbergischen Kreis schwer verletzt worden, als er in einer Kurve mit einem Streufahrzeug zusammenstieß. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 37-Jährige ins Krankenhaus gebracht.

Am Samstag könne es vor allem im Süden des Landes noch etwas Schneeregen oder Schnee mit Glätte geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Vormittag in Essen mit. Im Tagesverlauf ziehe der Niederschlag dann Richtung Süden ab, vereinzelt könne es aber noch Schauer geben. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen drei und sieben Grad, im höheren Bergland können die Werte auch tagsüber unter null bleiben.

In der Nacht zu Sonntag bleibt es nach DWD-Vorhersage überwiegend trocken. Der Wetterdienst warnte aber vor Glätte durch überfrierende Nässe auf den Straßen. Demnach werden Tiefstwerte von minus sechs Grad im Flachland und minus neun Grad im Bergland erwartet. Am Sonntag gibt es laut DWD-Prognose dann dichte Wolken und nur vereinzelt von Nordwesten her Regen-, Schneeregen- oder Graupelschauer. Die Temperaturen sollen bis zu acht Grad erreichen.

dpa

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