Polizei

Großrazzia in NRW: Hunderte Polizisten durchsuchen Gebäude im ganzen Land

Bei einer Razzia gegen eine Geldwäsche-Bande wurden am Mittwochmorgen zahlreiche Gebäude durchsucht. Ein Großaufgebot der Polizei ist auch im Ruhrgebiet gegen die Kriminellen vorgegangen.
Polizisten untersuchen Räumlichkeiten in einem Gewerbegebiet. Um einer Geldwäsche-Bande das Handwerk zu legen, hat ein Großaufgebot an Beamten eine Razzia in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens durchgeführt. © picture alliance/dpa

Um einer Geldwäsche-Bande das Handwerk zu legen, ist ein Großaufgebot von 250 Beamten zu einer Razzia in 18 Städten Nordrhein-Westfalens ausgerückt. Es werde gegen 46 Beschuldigte wegen des Verdachts der Geldwäsche in besonders schweren Fällen ermittelt, teilten das Landeskriminalamt und die Kölner Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

In Ratingen und Bochum durchsuchten die Beamten Lagerhallen. In ihnen soll das Geld gesammelt, gezählt, gestückelt, verpackt und an Kuriere weitergereicht worden sein. Die Kuriere hätten es dann persönlich auf dem Land- oder Luftweg in die Türkei nach Istanbul gebracht. Fast 6,8 Millionen Euro waren dabei allerdings schon im Vorfeld sichergestellt worden und nicht angekommen.

Insgesamt nahmen die Ermittler 49 Objekte unter die Lupe, darunter Wohn- und Geschäftsräume. Aus welchen kriminellen Geschäften das Geld stammen dürfte, wollten sie am Mittwoch nicht verraten. Die Beamten durchsuchten in Köln, Wuppertal, Gelsenkirchen, Duisburg, Bochum, Frechen, Kerpen, Hürth, Ratingen, Erkrath , Düsseldorf, Neuss, Kaarst, Übach-Palenberg, Dortmund, Essen, Herne und Bönen.


Festnahme von zwei Personen

In Duisburg wurde ein 46-Jähriger und in Düsseldorf ein 53-Jähriger festgenommen. Gegen beide lagen Haftbefehle vor. Auch Europol war in die Ermittlungen eingebunden.

Aufgrund der vermuteten Gefährlichkeit einzelner Beschuldigter wurden an drei Objekten Spezialeinheiten eingesetzt. Bei den Maßnahmen wurden am Mittwoch Datenträger, Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen sichergestellt. Sie sollen nun ausgewertet werden.

dpa