Grundsteuer in NRW Karte zeigt die Höhe des Hebesatzes in allen Städten

Redakteur
Luftbild Übersichten auf die Dortmunder Innenstadt, Dortmund Zentrum von Osten Richtung Westen gesehen in Dortmund im Ruhrgebiet im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Wo auch immer Menschen leben (unser Luftbild zeigt Dortmund), - Grundsteuer muss jeder und jede bezahlen. Doch die Höhe ist innerhalb von NRW von Stadt zu Stadt höchst unterschiedlich. Wir haben die Daten für jeden Ort in NRW. © www.blossey.eu
Lesezeit

Grundsteuer muss jeder Mensch zahlen. Eigentümer erhalten ihren Gebührenbescheid von der Stadt, Mieter über die Nebenkostenabrechnung ihres Vermieters. Demnächst werden die Grundsteuern auf einem anderen Wege neu berechnet. Daher muss derzeit jeder Hauseigentümer und jede Hauseigentümerin eine umfangreiche Frageliste für das Finanzamt beantworten.

Was aber weiter gleich bleiben wird, ist das Prinzip: Für jedes Grundstück und für jede Immobilie legt das Finanzamt einen eigenen Grundsteuermessbetrag fest, der sich am Wert der Immobilie ausrichtet. Lediglich die Kriterien, nach denen der Wert einer Immobilie ermittelt wird, ändern sich. Wie bisher kommt aber am Ende eben für jedes Haus ein eigener Steuermessbetrag heraus.

Die Sache mit dem Hebesatz

Dieser Steuermessbetrag wird dann mit dem Hebesatz multipliziert. Liegt der ermittelte Messbetrag beispielsweise bei 80 Euro und der Hebesatz bei 500 Prozent, beträgt die zu zahlende Grundsteuer 400 Euro im Jahr.

Entscheidend ist also der Hebesatz. Den setzen alle Städte und Gemeinden selbst fest. Dabei ist die Verlockung natürlich groß, ihn möglichst hoch anzusetzen, denn: Die Einnahmen aus der Grundsteuer fließen direkt in die Kasse der Städte und Gemeinden. Ein hoher Hebesatz garantiert also auch hohe Einnahmen. Andererseits macht ein hoher Hebesatz Gemeinden auch unattraktiv, wenn es um die Frage geht, wo sich jemand niederlässt.

Wann das Land Zuschüsse senkt

Die meisten Städte und Gemeinden orientieren sich bei der Festsetzung des Grundsteuer-Hebesatzes am sogenannten „fiktiven“ Hebesatz, den das Land festsetzt. Er ist insofern wichtig, als Kommunen, die unter dieser vom Land vorgegebenen Marke bleiben, weniger Geld vom Land zur Erfüllung ihrer Aufgaben erhalten.

In NRW liegt dieser fiktive Hebesatz aktuell für die kreisfreien Städte bei 511, für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden bei 479. Im Durchschnitt beträgt der Hebesatz nach Angaben des Bundes der Steuerzahler aktuell 563 Prozent.

Die geringste Grundsteuer im Land zahlen aktuell die Menschen im ostwestfälischen Verl (190 Prozent). Zu den Städten mit den höchsten Grundsteuerhebesätzen zählen Unna (843 Prozent), Schwerte (880 Prozent) und Bönen (940 Prozent). Den Hebesatz in Ihrem Wohnort können Sie auf der interaktiven Karte ablesen und dann vergleichen, ob das Leben in einem Ihrer Nachbarorte preiswerter oder teurer ist.

Mehr Jobs