Wohin geht die Reise für die Stadtbahn in Dortmund? Die Stadt will das Entwicklungskonzept fortschreiben. © Dieter Menne (Archiv)
Meinung

Ist das Wort „Schwarzfahren“ rassistisch? Schreiben Sie uns Ihre Meinung

„Zigeunerschnitzel“, „Negerkuss“ und Co.: Rassismus ist in der Sprache allgegenwärtig. Verkehrsbetriebe streichen nun das Wort „Schwarzfahren“. Was halten Sie davon? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Bei Begriffen wie „Zigeunerschnitzel“ oder „Negerkuss“ ist eindeutig, wieso diese Begriffe von vielen Speisekarten und Produktverpackungen verschwunden sind. Sie sind einfach rassistisch, beleidigend und nicht mehr zeitgemäß. Mit Schokokuss und Schnitzel mit Paprika-Soße gibt es zudem zwei sprachliche Alternativen, bei denen aber jeder versteht, um was es geht.

Jetzt nimmt das Thema auch bei Verkehrsbetrieben Fahrt auf. In Berlin, München und Nürnberg soll der Begriff ,,Schwarzfahrer“ nicht mehr verwendet werden. Dort heißt es jetzt etwas sperrig, aber politisch korrekt: Fahren ohne gültigen Fahrausweis. Diese aktuelle Meldung hat Aufsehen erregt.

Heimische Verkehrsbetriebe verzichten schon lange darauf

Merkwürdig, denn bei den Verkehrsbetrieben der Umgebung (Bogestra in Bochum und DSW21 in Dortmund) ist das schon lange Usus. Sie verzichten auf das Wort Schwarzfahren, haben das aber vorher nicht groß angekündigt. Der Begriff sei einfach nicht mehr aktuell, hieß es aus den Pressestellen.

Auch bei uns im Haus wird das Thema kontrovers diskutiert. So gehen die Meinungen unserer beiden Autoren Ulrich Breulmann und Nicolas David Döring in ihren Kommentaren weit auseinander.

Während der eine es gut findet, dass das Wort „Schwarzfahren“ endlich aus dem Wortschatz der Verkehrsbetriebe gestrichen wird, hält der andere es für ausgemachten Blödsinn.

Und jetzt sind Sie gefragt. Was halten Sie davon, dass die Verkehrsbetriebe das Wort „Schwarzfahren“ nicht mehr benutzen wollen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung! Einfach E-Mail an onlineteam@lensingmedia.de

Über die Autorin
Redakteurin
Gehört zur Generation „Ich mach was mit Medien“. War schon als Kind Fan von der rasenden Reporterin Karla Kolumna. Nach der Ausbildung zur Medienkauffrau und dem Journalistik-Studium im Ruhrgebiet „hängen geblieben“. Vorher in Düsseldorf zu Hause, jetzt schon fast echte Bochumerin.
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Ann-Kathrin Gumpert