Kriminalität

Jugendlicher in Altstadt durch Messerstiche verletzt

In der Düsseldorfer Altstadt sind zwei Gruppen in Streit geraten. Dabei wurde auf einen Jugendlichen eingestochen. Der Täter ist flüchtig. Düsseldorfs Bürgermeister fordert Konsequenzen.
Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Ein Unbekannter hat in der Düsseldorfer Altstadt mehrfach auf einen Jugendlichen eingestochen und ihn schwer verletzt. Er wurde stationär in ein Krankenhaus gebracht, wegen seiner Verletzungen wurde Lebensgefahr „zeitweise nicht ausgeschlossen“, berichtete ein Polizeisprecher am Sonntag. Der Täter flüchtete. Nach ihm wird gefahndet. Polizei und Staatsanwaltschaft richteten eine Mordkommission wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes ein.

Beamte wurden laut einer gemeinsamen Mitteilung am Samstagabend zu der Einsatzstelle gerufen und sahen dort den stark blutenden Jugendlichen. Ersten Erkenntnissen zufolge waren zwei Gruppen aneinandergeraten, deren Auseinandersetzung eskalierte. Dabei handelte es sich laut Angaben des Sprechers um Jugendliche und Heranwachsende. Einer von ihnen habe das Messer gezogen und mehrfach auf das Opfer eingestochen.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) forderte am Sonntag die Prüfung einer Messer- oder Waffenverbotszone in der Altstadt. Eine Regelung müsste das Land erlassen und durch die Polizei durchgesetzt werden. „Die Stadt wird sich hierzu mit der Polizei und dem Innenministerium beraten“, erklärte Keller.

Erst vor einer Woche war es in der Düsseldorfer Altstadt zu einem tödlichen Streit gekommen, bei dem ein 19-Jähriger durch eine abgebrochene Flasche schwer verletzt wurde. Er starb in der Klinik. Knapp einer Woche nach dem Vorfall hatte sich zunächst ein Tatverdächtiger gestellt, der nach seiner Vernehmung allerdings wieder entlassen wurde. Der junge Mann hatte nach dpa-Informationen ausgesagt, vom späteren Opfer angegriffen worden zu sein – und sich gewehrt zu haben.

dpa