Über den Tellerrand

Mit bestem Blick über die Stadt: Neue Rooftop-Bars eröffnen im Ruhrgebiet

Dem Himmel nahe, die Stadt unten, Sonnenuntergang, Blaue Stunde. Die Rooftop Bar ist ein Luxus der Großstadtbewohner, seit Sommer 2021 gibt es in Essen zwei neue. Bald auch wieder in Dortmund?

Rooftop Bars sind eine Erfindung des späten 19. Jahrhunderts, als die Menschen merkten, dass es zwischen Hochhäusern in den Straßenschluchten der rasch wachsenden Metropolen nicht richtig gemütlich ist. Außerdem neigt der Mensch dazu, auf alles Mögliche zu klettern und oben triumphal zu chillen. Dem Firmament nah, mit viel Übersicht. Dann sieht man Feinde auch viel früher.

Serie

Über den Tellerrand

In unserer Serie „Über den Tellerrand“ stellen wir Restaurants außerhalb Dortmunds vor, für die es sich lohnt ein paar Kilometer zurückzulegen.

Das gipfelte darin, dass man in New York einen italienischen Renaissance-Prachtgarten zum Lustwandeln auf den Madison Square Garden baute, inklusive eines der Toskana abgeschauten Glockenturms. Da war das mit den Feinden allerdings schon erledigt zugunsten jener Freiheit die hier oben wohl grenzenlos sein muss.

Verspielt bunte Schirmchen im Asia-Style

In Essen ist vor kurzem eine neue Rooftop Bar entstanden. Das Lil‘ Tiger gehört zum Mama San, das neben der Freiluft-Location in der achten Etage auch noch über ein Restaurant und eine Bar im Erdgeschoss verfügt.

Im Mama San hält man sich eher an die inzwischen global üblichen Barkonzepte mit Lounge-Mobiliar, Finger-Food und lässiger balearischer House-Musik. Bunte Schirme stellen einen verspielt-bunten Link zum asiatischen Kitsch her. Der Gast der Bar blickt derweil auf die Essener Skyline und kann auch einige Landmarken der Umgebung spotten.

Aus der Küche kommen zumeist kleinteilige Spezialitäten aus den Regionalküchen Asiens. Man bedient eines einfachen Robata-Grills, einer aus Japan stammenden klassischen Garmethode. Der Asien-Trip geht dabei von japanischen Udon- wie auch Ramen-Suppen über eher indische Currys und Brot hin zu Burgern im Vietnam-Stil und Salaten im Stile der Küchen Thailands, Nepals oder Indonesiens.

Weitere jüngere Rooftop-Konzepte

In diesem Jahr folgte mit der eSports-Lounge eine zweite neue Rooftop Bar, ebenfalls mit Blick über die Essener City und der Besonderheit des eSport-Fokus. Und in Oberhausen zog man schon im Juli nach: Auf dem Dach des Arthotel Ana Soul gibt es regelmäßig DJ-Sounds, Konzerte und schöne Biere der Ruhrpottbrewery neben den Cocktails. Hier handelt es sich um regelmäßig geöffnete Bars.

Anders verhält es sich mit zwei Dortmunder Locations: Das View öffnet seine Rooftop Bar derzeit nur für bestimmte Veranstaltungen, die sommers bei gutem Wetter schnell ausverkauft sind. Eine regelmäßige Bewirtschaftung wird aber für die Zukunft nicht ausgeschlossen.

Und Michael Dyllong und Ciro Di Luca wollen zu ihrem The Stage im siebten Stock des DULA-Hauses in Hörde ja auch eine „Außenterrasse“ eröffnen. Ob das dann aber eine echte Rooftop Bar wird, bleibt abzuwarten. Zumindest will man ja hoch hinaus.

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