Die von unserer Redaktion aufgedeckten fatalen Fehler der Behörden, die zur Ermordung der 38-jährigen Violetta R. geführt haben, haben jetzt erste Konsequenzen: Das Oberlandesgericht hat seine Rechtsprechung geändert. Hätte das Gericht Ende Mai 2020 so entschieden, wie es das heute für richtig erachtet, hätte David G. seine Ex-Freundin nicht mit 49 Messerstichen ermorden können. © Screenshot Facebook: Breulmann, Ulrich
Behörden-Irrsinn

Mord an Violetta R.: Gericht ändert Rechtsprechung nach Recherchen unserer Redaktion

Behörden hätten den grausamen Mord an Violetta R. (38) in Hagen verhindern können. Unsere Redaktion deckte ein drastisches Versagen auf. Jetzt hat das Oberlandesgericht Hamm reagiert.

Seit vergangenem Sommer hat unsere Redaktion über immer neue Pannen bei den staatlichen Behörden berichtet, die letztlich dazu geführt haben, dass der heute 25 Jahre alte David G. seine Ex-Freundin Violetta R. in der Nacht zum 9. Juni 2020 in Hagen töten konnte. Mit einem ungewöhnlichen Schritt hat jetzt das Oberlandesgericht Hamm ganz offensichtlich auf unsere Recherchen reagiert und seine Rechtsprechung geändert.

E-Mail reichte nicht aus, um einen Mord zu verhindern

Justizministerium unterstützte die Behörde in Hamm

Oberlandesgericht legt Kehrtwende hin – und gesteht damit Versagen ein

Grund für die Kehrtwende bestand schon 2020 jahrelang

Polizei erfuhr von der Entlassung des Schwerverbrechers erst nach dem Mord

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Redakteur
Ulrich Breulmann, Jahrgang 1962, ist Diplom-Theologe. Nach seinem Volontariat arbeitete er zunächst sechseinhalb Jahre in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten, bevor er als Redaktionsleiter in verschiedenen Städten des Münsterlandes und in Dortmund eingesetzt war. Seit Dezember 2019 ist er als Investigativ-Reporter im Einsatz.
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