Coronavirus

Nach Chaos: Gebauer fordert einheitliche Quarantäne-Regeln für Schulen

NRW-Schulministerin Gebauer fordert bundesweit einheitliche Quarantäne-Regeln für Schulen. Zuletzt ging einiges drunter und drüber.
Nach Chaos: Gebauer fordert einheitliche Quarantäne-Regeln für Schulen

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat bundesweit einheitliche Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen gefordert. „Ich appelliere an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, sich mit dem Robert Koch-Institut zu verständigen“, erklärte Gebauer am Freitag.

Es brauche Richtlinien für die Quarantäne von Schülerinnen und Schülern, die die Bedürfnisse nach einem geregelten Präsenzunterricht und sozialen Kontakten „mehr als bisher berücksichtigen“. Das hätten auch Kinder- und Jugendärzte gefordert.

„Die unterschiedliche Handhabe bei der Quarantänisierung in Schulen durch die örtlichen Behörden ist unglücklich“, so die FDP-Politikerin. Nun liegt es am Bund, für Einheitlichkeit im Sinne der Kinder und Jugendlichen, aber auch deren Familien und der Entscheidungsträger vor Ort in den Gesundheitsämtern und in den Schulen zu sorgen.

Auch in NRW werden die Quarantäne-Regeln unterschiedlich gehandhabt. Bei einem Corona-Fall in einer Schule schicken Gesundheitsämter teilweise große Gruppen oder ganze Klassen in Quarantäne – trotz eines neuen Landes-Erlasses mit vereinfachten Regeln.

Kommunen in NRW verweisen auf unübersichtliche Situation

Gebauer hatte angekündigt, dass im neuen Schuljahr bei einem Corona-Fall nicht mehr zwangsläufig die ganze Klasse in Quarantäne muss. Als „enge Kontaktpersonen“ gelten jetzt nur noch Schüler, die vor, hinter, rechts oder links vom Infizierten gesessen haben.

Die Kommunen verweisen aber auf teils unübersichtliche Situationen, etwa beim Sportunterricht, im Offenen Ganztag (OGS) oder in Pausen, so dass unter Umständen mehr Kinder als nur direkte Sitznachbarn in Quarantäne müssten.

dpa

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