Kriminalität

Nach Hacker-Angriff: Wittens Stadtverwaltung teils wieder erreichbar

Seit Tagen ist die Stadtverwaltung in Witten massiv von einem Hackerangriff betroffen und nicht arbeitsfähig. Nun funktionieren einige Ämter in Teilbereichen wieder.
Die Verwaltung der Stadt Witten ist offline. © picture alliance/dpa

Die Stadtverwaltung von Witten ist nach einem massiven Hackerangriff in Teilbereichen wieder arbeitsfähig. Einige Ämter waren am Mittwoch laut Mitteilung der Ruhrgebietsstadt über wenige Telefonnummern wieder erreichbar. Für Termine in den Bürgerämtern galt aber weiter die Auskunft: „Sie können nicht stattfinden.“

Im Notbetrieb befindet sich das Jugendamt, so dass Kinderschutzmeldungen nicht nur über die Feuerwehr und Polizei erfolgen können, sondern auch wieder direkt beim Bezirkssozialdienst. Allgemeine Fragen zu den Themen Jugendhilfe, Schule, Kita und Offene Ganztagsschule könnten über wenige Telefonnummern wieder gestellt werden, hieß es. Auch für das Amt für Wohnen und Soziales sowie das Bestattungswesen waren Telefonnummern eingerichtet.

Alle in der laufenden Woche geplanten Hochzeiten, „die erste davon glücklicherweise ohnehin erst am Donnerstag“, könnten stattfinden, teilte die Stadt mit. Einziger Wermutstropfen: Heiratsurkunden in Schmuckform würden erst später überreicht. Wer seinen Sperrmüll pünktlich zum Termin rausgestellt hatte, nun aber feststellte, dass er nicht abgeholt wurde, konnte sich über eine Mobilnummer melden.

Auch erste Dienstleistungen funktionieren wieder

Diese wie alle anderen funktionierenden Telefonnummern sind auf der Homepage der Stadt (www.witten.de) einzusehen. Bei allen anderen Rufnummern der Verwaltung bekamen die Wittener weiter nur eine Bandansage zu der Störung zu hören. Immerhin funktionierten weitere Dienstleistungen teilweise wieder.

Das Kulturforum Witten könne seine Angebote mit einigen Einschränkungen wieder anbieten. So sei der Online-Ticketkauf für Veranstaltungen des Saalbaus wieder möglich. Hier sei eine Notfall-Hotline eingerichtet worden. Märkisches Museum, Bibliothek und Stadtarchiv seien normal nutzbar. Auch die Stadtmarketing Witten GmbH und die Volkshochschule (per Mail und Mobilnummer) waren wieder eingeschränkt erreichbar.

In der Nacht zum vergangenen Samstag war der Hackerangriff auf die Kommune festgestellt worden. Auch am Mittwoch arbeiteten IT-Fachleute des Landeskriminalamts und andere Experten daran, die Ursachen des Cyber-Angriffs zu analysieren und die Schäden zu reparieren, um alle Systeme bald wieder zum Laufen zu bringen.

dpa

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