Neuer Impfstoff: Wie das Land NRW die Novavax-Impfdosen verteilt

Bald beginnt in Deutschland die Verimpfung des neuen Corona-Impfstoffs der Firma Novavax. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Lesezeit

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat die Regelungen zur Verteilung des Impfstoffs Novavax festgelegt. Bis Ende Februar wird eine erste Lieferung des Impfstoffs von 1,4 Millionen Impfdosen erwartet. Die Impfungen sollen dann spätestens Anfang März beginnen.

Zunächst wird der Impfstoff aufgrund der begrenzten Menge ausschließlich im Rahmen kommunaler Impfangebote zur Verfügung stehen. Die Verteilung an die Koordinierenden Covid-Impfeinheiten (KoCIs) der Kreise und kreisfreien Städte erfolge über das Land, wie das Gesundheitsministerium mitteilt, sobald der Bund Liefermenge und Zeitplan des Impfstoffs verbindlich festgelegt hat.

Novavax priorisiert an Impfpflichtige

Entsprechend des Beschlusses der Gesundheitsministerkonferenz vom 20. Januar werde der neue Impfstoff demnach zunächst priorisiert an Personen verimpft, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sind. Für sie sollen etwa 75 Prozent der Impfdosen reserviert werden.

Der Nachweis, dass Beschäftigte von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sind, erfolgt über eine Arbeitgeberbeschdinigung. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium habe die KoCIs bereits gebeten, für diese Personengruppen niederschwellige Impfangebote vorzubereiten und die betroffenen Einrichtungen zu informieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Weitere 20 Prozent des Novavax-Impfstoffes sollen für Personen reserviert werden, die ein ärztliches Attest über eine Unverträglichkeitin Bezug auf die vorhandenen mRNA-Impfstoffe nachweisen können.

Novavax für die Allgemeinbevölkerung

Fünf Prozent der Impfdosen stehen darüber hinaus der Allgemeinbevölkerung zur Verfügung. Dies soll im Rahmen der kommunalen Impfangebote in den Impfstellen oder bei mobilen Impfaktionen erfolgen.

Sollte absehbar sein, dass Termine nicht entsprechend der vorgegebenen Priorisierung nachgefragt werden, können die Kreise und kreisfreien Städte die für eine Personengruppe vorgesehenen Impfstoffmengen auf die übrigen Gruppen aufteilen.

Der Gesundheitsminister bittet um Verständnis

„Grundsätzlich stehen weiterhin auch die bekannten mRNA-Impfstoffe in ausreichenden Mengen zur Verfügung. Sie sind genauso sicher und bieten einen hervorragenden Schutz vor einer schweren Coronainfektion“, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Er bitte um Verständnis, dass aufgrund der anfangs begrenzten Menge des Impfstoffs, eine Priorisierung in der Verteilung notwendig sei und bittet die weiteren Impfwilligen um Geduld.

mek