Neugeborenes Kind brutal getötet Baby Rabea landete im Müll

Der winzige weiße Sarg des getöteten Säuglings Rabea mit zwei Blumengestecken ist in der Trauerhalle während der Trauerfeier auf dem Hauptfriedhof Mönchengladbach aufgestellt.
Die ermittelnde Mordkommission hatte dem Mädchen den Namen Rabea gegeben. Das Baby wurde gut einer Woche nach dem Fund beigesetzt. © picture alliance/dpa
Lesezeit

Im Fall des getöteten und in einem Mülleimer gefundenen Babys Rabea beginnt der Mordprozess gegen die junge Mutter des Kindes Ende November in Mönchengladbach. Der erste der vier geplanten Verhandlungstage sei am 24. November angesetzt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Mönchengladbach am Montag (24.10.2022)

Die junge Frau soll ihre Schwangerschaft verborgen gehalten haben. Als sie ihre Tochter zur Welt gebracht habe, soll sie das Kind getötet haben, um das Schreien zu unterbinden. Laut Anklage soll sie mehrfach das Kind mit dem Kopf gegen eine Tischkante geschlagen haben, erklärte der Gerichtssprecher. Anschließend soll sie das Kind in eine Einkaufstasche gepackt und in einem Mülleimer abgelegt haben.

Treffer nach DNA-Reihenuntersuchung

Das getötete neugeborene Mädchen war am 28. März von einer Passantin in einem Mülleimer am Rande eines Parks entdeckt worden. Den Durchbruch bei den Ermittlungen brachte eine DNA-Reihenuntersuchung im Umfeld des Fundortes. Die Ermittler nahmen am 1. Juni eine 24-jährige Frau aus Mönchengladbach wegen des dringenden Tatverdachtes fest, nach der Entbindung ihre Tochter gewaltsam getötet zu haben. Gegen sie wurde wenig später Haftbefehl erlassen.

Die ermittelnde Mordkommission hatte dem Mädchen den Namen Rabea gegeben. Das Baby wurde gut einer Woche nach dem Fund beigesetzt.

dpa