Coronavirus

NRW-Schulen haben keine Wahl bei der Maskenpflicht – Kinder schon

Im November wird die Maskenpflicht im Unterricht an NRW-Schulen abgeschafft. Die Schulen müssen sich an diese Regelung halten. Anders sieht das bei den Schülern aus.
Das Aussetzen der Maskenpflicht im Unterricht kann nicht von den Schulen ausgehebelt werden. Einzelne Schüler haben aber Entscheidungsfreiheit. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Das Aussetzen der Maskenpflicht im Unterricht zum 2. November kann nicht von den Schulen in Nordrhein-Westfalen ausgehebelt werden. Einzelne Schüler haben aber Entscheidungsfreiheit. Das hat das Schulministerium am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klargestellt.

„Die Aufhebung der Maskenpflicht am Sitzplatz im Unterricht gilt landesweit. Schulen dürfen keine eigenen Regelungen erlassen“, hieß es aus dem Ministerium. „Dessen ungeachtet können Schülerinnen und Schüler individuell für sich entscheiden, weiterhin eine Maske zu tragen.“

NRW-Gesundheitsminister Laumann rechtfertigt Entscheidung

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte in Düsseldorf: „Es ist nicht verboten, in der Schule eine Maske zu tragen.“ Jedes Kind könne weiterhin freiwillig Maske tragen, habe dann aber auch die Möglichkeit, sie abzusetzen. Im übrigen Schulgebäude bleibe es bei der Maskenpflicht.

Die in Eltern-, Schüler- und Lehrerkreisen umstrittene Entscheidung sei eine Abwägung der Koalition gewesen – auch, wenn nicht alles dafür spreche, sagte Laumann. „Man kann ja nicht bestreiten, dass die Masken ein Stück Sicherheit geben.“

Da völlig unklar sei, wann in Deutschland ein Impfstoff für unter Zwölfjährige zugelassen werde, sei es schwierig, darauf zu warten und trotz steigender Impfquoten in der Gesamtbevölkerung und anhaltenden regelmäßigen Testungen in den Schulen die Maskenpflicht dort aufrecht zu erhalten, erklärte Laumann. Er habe auch Mails erhalten mit dem Tenor: „Du musst jetzt die Masken abschaffen. Du erstickst unsere Kinder.“

dpa

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