Polizei ermittelt

Gelsenkirchen: Pferd stirbt mit aufgeschlitztem Bauch – Obduktion liefert neue Erkenntnisse

Eine Stute starb in Gelsenkirchen qualvoll, weil sie einen aufgeschlitzten Bauch hatte. Schnell ging das Gerücht eines Pferderippers um. Jetzt gibt es eine ungewöhnliche Wendung.
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Ein Unbekannter hat einer Stute in Gelsenkirchen den Bauch aufgeschlitzt. Das Pferd starb (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Treibt ein Pferderipper in Gelsenkirchen sein Unwesen? Die Geschehnisse auf einem Pferdehof in Gelsenkirchen-Beckhausen sprachen jedenfalls zunächst dafür. Doch jetzt gibt es eine Wende in dem Fall.

Was war passiert? Anfang September hat ein bislang Unbekannter einer Stute den Bauch aufgeschlitzt, berichtete die Polizei Gelsenkirchen. Das Tier sei qualvoll gestorben. Die 57-jährige Besitzerin des Pferdehofs hatte das Tier morgens tot auf der Koppel gefunden.

Amtsveterinär: Verletzung ist menschengemacht

Der Amtsveterinär ging schnell davon aus, dass das Pferd mit einem Skalpell oder einem Schlachtermesser aufgeschnitten worden sei und die Verletzung definitiv menschengemacht war. Die Polizei richtete eine Ermittlungskommission ein und suchte nach Zeugen.

Doch jetzt sieht die Situation anders aus, wie die Bild-Zeitung berichtet. „Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei handelt es sich bei dem Vorfall um ein Unfallgeschehen“, teilte die Polizei jetzt mit. „Eine abschließende Untersuchung des Tierkörpers und weitere Ermittlungen bestätigen inzwischen, dass sich das Tier selbst verletzt hat und daran starb.“

Anzeige gegen Pferdebesitzerin

Das hat auch Konsequenzen für die Besitzerin des Pferdes. Sie muss nun mit einer Anzeige wegen Vortäuschen einer Straftat rechnen.

Kurz nach dem Vorfall setzte die Tierschutzorganisation Peta eine Belohnung aus. 1000 Euro sollte es für denjenigen geben, der Hinweise zur Ergreifung des Täters liefert. Die Tierschützer forderten außerdem ein behördliches Register, in dem Anschläge auf Pferde und bereits überführte Personen von Tierquälerei-Fällen erfasst werden. So könnten mögliche Tatzusammenhänge aufgezeigt, sowie Profile potenzieller Täter erstellt werden.

Eine Wildkamera hatte das Geschehen damals aufgezeichnet – aber nur zum Teil. In dem Video sieht man laut WAZ, wie die Herde in Aufruhr ist, man hört die Stute wiehern – und dann wurde die Kamera weggedreht.

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