Prof. Dr. Jürgen Margraf übt massive Kritik an den Ärzten. Sie stünden unter dem Einfluss der Pharmaindustrie. Daher würden sie zu viele Psychopharmaka verschreiben. Die böten langfristig keine Lösung, hätten aber ein erhebliches Sucht-Potenzial und trügen weitere Risiken in sich. © Alexander Basta, Düsseldorf
Kritik an Antidepressiva

Professor kritisiert Ärzte scharf: Viel zu viele Antidepressiva in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hat nicht zu mehr psychischen Störungen geführt. Im Gegenteil. Dennoch verschreiben Ärzte massiv Antidepressiva – mit fatalen Folgen, sagt ein Experte.

Prof. Dr. Jürgen Margraf (64) ist Inhaber einer Humboldt-Professur, nämlich des Lehrstuhls für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Ruhr-Universität Bochum. Außerdem ist er Mitglied der Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften.

„Wir tun, was andere uns vormachen.“

Von der Angst über die Depression zur Sucht

„Psychopharmaka haben ein Abhängigkeitspotenzial“

„Antidepressiva sind keine Lösung, bergen aber erhebliche Risiken“

„Die meisten Lehrbuchautoren stehen auf der Payroll der Industrie“

Die langen Wartezeiten auf eine Psychotherapie

Über den Autor
Redakteur
Ulrich Breulmann, Jahrgang 1962, ist Diplom-Theologe. Nach seinem Volontariat arbeitete er zunächst sechseinhalb Jahre in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten, bevor er als Redaktionsleiter in verschiedenen Städten des Münsterlandes und in Dortmund eingesetzt war. Seit Dezember 2019 ist er als Investigativ-Reporter im Einsatz.
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