Ferienbeginn

Sommerferien in NRW starten: Zeugnisse, Warteschlangen und Staus

Viele Familien starteten gleich am Freitag in den Urlaub. An den Flughäfen mussten Reisende teils stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen. Auch auf Autobahnen und in Zügen dürfte es voll werden.
Pkw und Lkw sind auf der Autobahn zu sehen.
Geduld bräuchten Autofahrer besonders auf den Strecken in Richtung Nord- und Ostseeküste, in die Niederlande und auf dem Weg in den Süden. © picture alliance/dpa

Als erstes Bundesland haben in Nordrhein-Westfalen am Freitag die Ferien begonnen. Die rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler erhielten ihre Zeugnisse, ehe der Unterricht für gut sechs Wochen endete. Für viele Familien ging es direkt ab in den Urlaub. Auf den Autobahnen wurde es am frühen Nachmittag langsam voller. An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln bildeten sich lange Warteschlangen bei der Gepäckaufgabe und an den Sicherheitskontrollen.

Am Flughafen Köln/Bonn mussten Reisende am frühen Nachmittag allein an den Sicherheitskontrollen bis zu zwei Stunden warten, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Die Schlange reiche vom Terminal 1 bis ins Terminal 2 hinein. „Wir versuchen natürlich alles Mögliche, um die Wartezeiten möglichst gering zu halten“, sagte der Sprecher. Der Sicherheitsdienstleister habe zusätzliches Personal akquiriert.

Flughäfen werden zur Belastungsprobe

Wegen Personalmangels in verschiedenen Bereichen dürften die Sommerferien für die Flughäfen zur Belastungsprobe werden. Schon seit Tagen stimmen Betreiber und Gewerkschaften Urlauber auf lange Wartezeiten ein.

Passagiere warten an Eurowings-Schaltern auf dem Flughafen Düsseldorf auf ihre Abfertigung.
Passagiere warten an Eurowings-Schaltern auf dem Flughafen Düsseldorf auf ihre Abfertigung. Als erstes der 16 deutschen Bundesländer geht das bevölkerungsreichste Land Nordrhein-Westfalen in die Sommerferien. Wer mit dem Flugzeug in den Urlaub jetten will, muss wegen des Personalmangels an den Airports mit stundenlangen Wartezeiten beim Check-in und an den Sicherheitskontrollen rechnen. © picture alliance/dpa

Am Düsseldorfer Airport gab es schon am Vormittag lange Warteschlangen. Viele Reisende waren nach eigenen Angaben schon mehrere Stunden vor dem geplanten Abflug gekommen, um rechtzeitig am Gate zu sein. „Wir fliegen um 13 Uhr, sind aber schon um 9 Uhr hergekommen“, sagte etwa ein Passagier, der mit seiner Frau nach Fuerteventura fliegen wollte. Seit über einer Stunde warte er bereits darauf, die Koffer abgeben zu können. Auch eine Familie mit Ziel Mallorca war vorsichtshalber schon drei Stunden früher zum Flughafen gefahren, wie der Vater sagte.

Kein Stauchaos auf den Autobahnen

Die Staus auf den Autobahnen addierten sich laut ADAC zwischen 16.30 Uhr und 17.00 Uhr auf knapp 200 Kilometer. Am Abend kamen Autofahrer dann wieder deutlich besser durch, wie ein Sprecher sagte. Betroffen waren vor allem die klassischen Staustrecken wie die A1 Köln-Dortmund-Osnabrück in Richtung Norden sowie die A3 Oberhausen-Köln-Frankfurt in beiden Richtungen. Auch auf der A61 war viel los.

Ein Stauchaos zum Ferienstart habe es nicht gegeben, sagte der ADAC-Sprecher. «Man hat Geduld gebraucht, aber ist besser durchgekommen als die Kurzurlauber vor Himmelfahrt.» Am Mittwoch vor dem langen Himmelfahrts-Wochenende habe sich der Verkehr in NRW auf knapp 400 Kilometern gestaut. Am Samstag rechnete der Sprecher in NRW nochmal mit erhöhter Staugefahr zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr.

Etwas Geduld bräuchten Autofahrer besonders auf den Strecken in Richtung Nord- und Ostseeküste, in die Niederlande und auf dem Weg in den Süden. Zudem gibt es mehrere Dauerbaustellen, etwa auf der A1 zwischen Köln und Osnabrück, der A2 bei Oberhausen sowie der A40 und der A42 im Bereich Duisburg, wie die Autobahn GmbH mitteilte.

Bahn-Nahverkehr: Zugausfälle und mögliche Verspätungen

Im Bahn-Nahverkehr kam es am Freitagnachmittag zu mehreren Zugausfällen wegen kurzfristigen Personalausfalls, wie die Infoseite zuginfo.nrw berichtete. Vor dem ersten Ferienwochenende hatten die Eisenbahnverkehrsunternehmen bereits darauf hingewiesen, dass es bis einschließlich Sonntag auf den Regionalbahn- und Regionalexpresslinien in NRW zu zu einer außergewöhnlich hohen Auslastung kommen kann. «Es sind hohe Verspätungen möglich», hieß es.

Und wie wird das Wetter zum Ferienstart? Es bleibt warm, aber ist auch unbeständig. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) können die Temperaturen am Samstag und Sonntag bis zu 28 Grad erreichen. Während es am Samstag weitgehend niederschlagsfrei bleibt, kehren am Sonntag die Gewitter zurück. Örtlich seien dann auch Unwetter möglich.

Das Wetter bleibt zum Ferienbeginn warm, aber unbeständig. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) können die Temperaturen am Samstag und Sonntag bis zu 28 Grad erreichen. Während es am Samstag weitgehend niederschlagsfrei bleibt, kehren am Sonntag die Gewitter zurück. Örtlich seien dann auch Unwetter möglich.

dpa

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