Zirkus Flic Flac kehrt in NRW-Städte zurück Zahlreiche X-Mas-Shows mit neuen Acts geplant

Die Bello Sisters stehen bei der Fotoprobe des Roncalli-Weihnachtszirkus in der Manege.
Die beliebten Weihnachtsshows vom Zirkus Flic Flac finden bald wieder im mehreren NRW-Städten statt. Im diesen Jahr sind ganz neue, spektakuläre Acts dabei. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Lesezeit

Fünf Städte, 200 Schwertransporte, knapp 200 Artisten und mehr als 190 Vorstellungen – für den Zirkus Flic Flac stehen in der Weihnachtszeit die intensivsten Wochen des Jahres an. Von einer besinnlichen Adventszeit kann für Geschäftsführer Uwe Struck und seine Mitarbeiter gerade keine Rede sein. Der 42-Jährige überwacht nicht nur den Aufbau der gelb-schwarzen Riesenzelte an den Standorten in Dortmund, Bielefeld, Kassel und Nürnberg sowie Duisburg persönlich.

Struck steuert die komplette Logistik und muss unter anderem dafür sorgen, dass die etwa 200 40-Tonnen-Lastwagen mit ihrer wertvollen Fracht pünktlich ihren Bestimmungsort erreichen. Notfalls rammt Struck auch mal selbst einen Anker in den Boden. „Es gibt gerade richtig viel zu tun“, sagt Struck der Deutschen Presse-Agentur. „Manchmal bewegen wir uns am Rande des Chaos. Hier wird mal ein Fahrer krank, da geht mal ein Lkw kaputt oder es fehlen irgendwo Leute zum Aufbau. Wir haben mittlerweile ein gut eingespieltes Team mit insgesamt 100 Arbeitern, die an den fünf Standorten den Aufbau stemmen“, so Struck. Man müsse perfekt organisiert sein und gut improvisieren können. „Natürlich geht immer mal etwas schief. Ich habe mir einen schönen Terminkalender gebastelt.“

Trotz Inflation: Geschäftsführer Struck hat gute Aussichten

Alles unter einen Hut zu kriegen – eine zirkusreife Leistung schon vor dem ersten Vorhang am 8. Dezember in Dortmund. Gut eine Million Euro pro Standort kosten laut Struck die traditionellen X-Mas-Shows, die im Dezember bis in den Januar 2023 hinein Tausende Zuschauer unter die etwa 18 Meter hohe Zirkuskuppel locken. „Für uns ist das jetzt die wichtigste Zeit des Jahres. Gerade der Zirkus ist etwas für die ganze Familie, und Weihnachtszeit ist Familienzeit“, erläutert Struck. Mit dem Vorverkauf ist er zufrieden, auch wenn bei vielen das Geld wegen der hohen Preise gerade nicht so locker sitze. „Es sieht ganz gut aus, zumal wir moderate Preise haben. Ich rechne mit einer Auslastung von insgesamt 75 bis 80 Prozent.“ Einige Vorstellungen seien sogar schon ausverkauft.

Auch das Zirkusensemble ist im Dauereinsatz, die Proben stehen an. Die Verträge mit den Artisten wurden von den Zirkus-Chefinnen Larissa und Tatjana Kastein sowie ihrem Vater und Flic-Flac-Gründer Benno Kastein teilweise schon vor mehr als einem Jahr geschlossen. Während die jüngere Schwester Tatjana das Ticketing, Büro und Organisation managt, verantwortet Larissa die künstlerische Leitung. „Pro Show haben wir 14 bis 15 Acts“, erläutert Larissa Kastein. Etwa 800 Show-Nummern habe sie sich ungefähr angeschaut, um knapp 80 auszuwählen und dann für die einzelnen Standorte zu möglichst ausgewogenen Programmen zusammen zu puzzeln.

Neue Acts sollen Zuschauer beeindrucken

Viele Acts hätten sich schon früher bei Flic Flac bewährt, aber auch ganz neue seien dabei, erzählt Larissa Kastein. Weil die frühere Artistin nicht fünf Choreographien gleichzeitig stemmen kann, hat sie Unterstützung von ihrem Cousin, der beispielsweise die Show in Nürnberg managt, sowie weiteren Regisseuren oder Choreographinnen aus Film, Theater oder Zirkus-Welt. „Wichtig ist, dass sie unsere DNA kennen und wissen, wie wir bei Flic Flac ticken“, betont sie. Akrobaten, Artisten, Jongleure, Komödianten, Magier oder Motorrad-Freerider – etwa 40 Künstlerinnen und Künstler zeigen ihr Können pro Show begleitet von Lichteffekten, Pyrotechnik und rockigen Klängen. Auch an Heiligabend lädt das Familienunternehmen in die Zirkus-Manegen ein.

dpa