Flaesheims Michael Onnebrink (r.) musste sich im Kreispokal-Derby gegen Bossendorf noch mehr auf seinen Co-Trainer Michael Grothusmann verlassen: Der 39-Jährige musste mal wieder ins Tor. © Jürgen Patzke (Archiv)
Fußball: Kreispokal

Comeback nach drei Jahren – Flaesheims Co-Trainer wird direkt zum Derby-Helden

Flaesheims Co-Trainer Michael Grothusmann feierte im Derby gegen Bossendorf sein Comeback im Seniorenfußball. Am Ende wurde er zum Helden, nachdem er zu Beginn kalt erwischt wurde.

Da Stephan Koch verletzungsbedingt ausfällt und auch sein Vertreter Tim Bergjürgen verhindert war, musste Flaesheims Co-Trainer Michael Grothusmann erstmals nach langer Zeit bei einem Seniorenspiel wieder ins Tor. Nachdem sein Comeback gegen Bossendorf denkbar unglücklich begann, avancierte er später zum Derby-Helden.

„Es war mal wieder eine neue Erfahrung“, sagt der 39-Jährige, der plötzlich wieder das Concordia-Tor hüten musste. Zwar habe er in den vergangenen Jahren immer wieder mal bei den Alten Herren gespielt und auch im Training häufig als zweiter Keeper ausgeholfen, doch sein letztes Spiel für die Senioren war schon länger her.

Über drei Jahre um genau zu sein. Am 27. Mai 2018 stand Grothusmann gegen RW Dorsten im Tor. Es war der letzte Spieltag der Saison, die auf Platz vier stehende Concordia gewann letztendlich deutlich mit 7:0 – Lucas Mann traf dabei drei Mal.

Flaesheims Grothusmann lobt Bossendorfs Torhüter Lukas Schulz

Dass er nun wieder in einem richtigen Spiel auf dem Platz stand, sei „mal wieder eine neue Erfahrung“ gewesen, sagt Michael Grothusmann. „Die Abläufe und so kennt man ja, aber es war schon ungewohnt.“ Am Ende geriet er mehr in den Fokus als er selbst gedacht hätte.

Gegen Bossendorf wurde Flaesheims Co-Trainer Michael Grothusmann (l.) zum Derby-Helden.
Gegen Bossendorf wurde Flaesheims Co-Trainer Michael Grothusmann (l.) zum Derby-Helden. © Blanka Thieme-Dietel © Blanka Thieme-Dietel

Denn im Elfmeterschießen standen plötzlich vor allem er und Bossendorfs Keeper Lukas Schulz im Mittelpunkt. Dass es zwischen A-Ligist Flaesheim und dem Gastgeber aus der Kreisliga B nach 90 Minuten noch keine Entscheidung geben würde, „damit hatte ich nicht gerechnet“.

Hätte sich sein Team etwas cleverer angestellt, ist sich der 39-Jährige sicher, „hätten wir es schneller entscheiden können“. Allerdings, sagt er auch, habe Bossendorfs Schulz „einige gute Dinger rausgeholt“. Im Elfmeterschießen war es dann aber Grothusmann, der stark parierte.

Erst hielt er Julian Wloczyks Schuss, dann scheiterte auch Kai Saalmann am Flaesheimer Keeper, der sich zu Beginn der Partie noch nach wenigen Sekunden über ein schnelles Gegentor bei seinem Comeback ärgerte. 63 Sekunden stand er auf dem Platz, da hatte ihn Wloczyk überwunden.

„Das war natürlich ärgerlich“, sagt Michael Grothusmann. „Ein langer Ball und wir stehen nicht optimal – dann trifft er den Ball so perfekt, so schnell konnte ich gar nicht reagieren.“ Am Ende endete die Partie dann aber doch versöhnlich – vor allem dank dem Flaesheimer Aushilfskeeper.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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