Das Trainingslager-Tagebuch

Eine Frage, die noch nie gestellt wurde

Im Schalker Trainingslager in Mittersill beschäftigt sich Reporter Frank Leszinski mit großen und kleinen Dingen, die ihm während der zwölf Tage aufgefallen sind.
Eine herrliche Gegend: Schalke trainiert in Mittersill. © Tim Rehbein/RHR-FOTO

Ich gestehe es sofort zu Beginn dieses Tagebuches: Dass ich den FC Schalke 04 in meinem Journalistenleben in ein Trainingslager begleiten würde, wo der Verein nur noch in der 2. Liga spielt – das hätte ich mir nie träumen lassen.

Aber nun ist es traurige Realität und gleichzeitig auch sehr ungerecht. Denn wie oft in den vergangenen Wochen und Monaten sind die Schalker Fans gefragt worden, ob und wie sie den Abstieg verkraftet haben? Von den Journalisten war nie die Rede. Als ob denen alles egal wäre…

Auch Journalisten leiden

Aber auch mit ihnen macht der Abstieg doch etwas. Sie können zum Beispiel nicht mehr über spektakuläre Neuzugänge sprechen und schreiben, deren Namen man nur auszusprechen brauchte, um den Funken von Begeisterung zu entfachen.

Marcelo Bordon, Raul, Klaas-Jan Huntelaar (bei seiner ersten Verpflichtung) – ich breche lieber ab. Das waren noch Neuzugänge, die jeden S04-Fan elektrisierten. Jetzt heißt es sich auf Namen wie Pieringer oder Ranftl einen Reim zu machen. Aber vielleicht belehren nicht nur mich, sondern auch ganz Fußball-Deutschland diese Spieler schnell eines Besseren.

Große Verantwortung

Sie tragen auf jeden Fall große Verantwortung. Nicht nur für den Verein und die eigenen Fans, sondern auch für die Journalisten. Ich habe jedenfalls mehr Freude an meinem Beruf, wenn Schalke 04 wenigstens wieder etwas attraktiveren Fußball spielt. Denkt auch einmal daran, liebe S04-Kicker!

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