Enttäuscht: Darko Churlinov geht nach 22 Minuten mit gesenktem Kopf vom Platz. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
S04-Einzelkritik

„Höchststrafe“ für Darko Churlinov: Auswechslung nach 22 Minuten

Das ist ein harter Rückschlag für Schalke: Beim Pokal-Aus bei den „Löwen“ erreichte kein Spieler Normalform. Während die Münchener feierten, verschwanden die Schalker schnell vom Platz.

In der Schalker Startelf fehlten mit Torwart Martin Fraisl und den später eingewechselten Thomas Ouwejan und Simon Terodde drei Stammkräfte. Das sollte sich negativ bemerkbar machen.

Unsere Einzelkritik:

Ralf Fährmann: Beim Gegentor sah der Schlussmann, der diesmal den Vorzug vor Martin Fraisl erhielt, nicht glücklich aus. Doch die gesamte Schalker Dreierkette war beim Tor von Lex nicht im Bilde. Im Laufe der Partie zeigte Fährmann einige gute Paraden. In der Nachspielzeit stürmte er bei einem Schalker Eckball sogar mit nach vorn. Note: 3,0

Malick Thiaw: In der Anfangsphase wirkte der U21-Nationalspieler unkonzentriert und leistete sich einige leichte Ballverluste. Danach steigerte er sich, ehe er mit seiner berechtigten Roten Karte kurz nach dem Seitenwechsel seiner Mannschaft einen Bärendienst erwies. Note: 5,0

Ko Itakura: Vor allem in der Anfangsphase agierte der Abwehrchef nicht so sicher und souverän wie gewohnt. Ihm unterliefen zwar weniger Fehler als seinen Mannschaftskameraden, aber Stabilität strahlte die Schalker Dreierkette über die gesamte Spielzeit nicht aus. Note: 3,5

Marcin Kaminski: Seine beste Aktion hatte der Linksverteidiger bezeichnenderweise in der Offensive. Ein Kopfball von ihm in der 31. Minute ging an die Latte. Defensiv zeigte der Pole jedoch einige Schwächen. Note: 3,5

Reinhold Ranftl: Das Spiel lief am Österreicher größtenteils vorbei. Kurz vor der Halbzeit landete eine Flanke von ihm im Nirgendwo. Trainer Grammozis dürfte sehnsüchtig die Rückkehr von Mehmer Can Aydin erwarten. Note: 5,0

Victor Palsson: Kämpfte bis zum Umfallen, aber vieles blieb Stückwerk. Dem Isländer gelang es vor allem in der Anfangsphase nicht, das Schalker Spiel zu ordnen und zu beruhigen. In der Schlussphase wollte Palsson zu oft mit dem Kopf durch die Wand. Note: 4,0

Darko Churlinov: Schon beim Gegentor nach fünf Minuten war er mit „in der Verlosung“. Auch danach reihte Churlinov einen Fehler an den nächsten. Deshalb konnte man seine frühe Auswechslung nachvollziehen. Note: 6,0

Rodrigo Zalazar: Dass er Mitte der zweiten Halbzeit ausgewechselt wurde, überraschte ein bisschen, denn der Mittelfeldspieler gehörte zu den besseren Schalker Spielern in München. Zalazar war nicht nur fleißig und nahm den Kampf an, sondern er bereitete auch einige gefährliche Aktionen für seine Mannschaftskameraden vor. Note: 3,0

Yaroslav Mikhailov: Der junge Russe ist sportlich auf Schalke noch nicht angekommen. Sein harmloser Schuss nach 54 Minuten war bezeichnend, denn er kam direkt auf den Torhüter der Gastgeber. Note: 5,0

Marvin Pieringer: Er konnte die Chance nicht nutzen, sich in den Vordergrund zu spielen. Torgefahr ging von Pieringer nur ganz, ganz selten aus. Note: 5,0

Marius Bülter: Er hatte seine Möglichkeiten, nutzte diese aber nicht. Vielleicht hatte es auch damit zu tun, dass sein etatmäßiger Sturmpartner Simon Terodde erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Note: 3,5

Thomas Ouwejan (22. für Churlinov): Seine frühe Einwechslung tat dem Schalker Spiel gut. Defensiv sorgte der Niederländer auf der linken Außenbahn für mehr Stabilität, während er in der Offensive wie immer mit Standards gefährlich war. Note: 2,5

Simon Terodde (62. für Pieringer): Wollte unbedingt das Spiel drehen, agierte dabei manchmal jedoch übermotiviert. Deshalb sah er in der Schlussphase die Gelbe Karte. ohne Note

Danny Latza (62. für Zalazar): Wieder erhielt der lang verletzte Kapitän Spielpraxis, doch bei Schalker Unterzahl hatte er einen schweren Stand. ohne Note

Blendi Idrizi (78. für Mikhailov): Nach langer Verletzungspause sammelte der Youngster etwas Matchpraxis ohne jedoch aufzufallen. ohne Note

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