Schalke 04

Schalke-Stürmer Simon Terodde und der Rückschritt als Fortschritt

Simon Terodde hat in einem Kicker-Interview seinen damaligen Rückschritt in die Fußball-Regionalliga als einen „der wegweisenden Entscheidungen in meinem Leben“ bezeichnet.
Für Schalke unersetzbar: Torjäger Simon Terodde. © Tim Rehbein/RHR-FOTO

„Wenn ich beharrlich versucht hätte, mich bei einer Profimannschaft durchzusetzen, wäre ich vielleicht irgendwann in der Versenkung verschwunden“, sagte der Schalker Torjäger. Terodde hatte am vergangenen Spieltag mit seinem 153. Treffer den bisherigen Rekord von Dieter Schatzschneider als bester Zweitliga-Schütze eingestellt.

Der heute 33-Jährige hatte 2009 einen Vertrag beim 1. FC Köln über zwei Jahre unterschrieben. Dort war er zunächst bei der FC-Reserve in der Regionalliga West zum Einsatz gekommen, obwohl er zuvor beim MSV Duisburg bereits in der 2. Liga debütiert hatte.

Schaefer entscheidend

Der damalige FC-Coach Frank Schaefer berief Terodde später in den Profikader. „Ohne Frank Schaefer hätte ich nie erreicht, was ich erreicht habe. Ich stand damals vor einer sportlich sehr ungewissen Zukunft, mir fehlte die Perspektive, als er mich 2009 zum 1. FC Köln geholt hat.“ sagte Terodde.

Eine wegweisende Rolle bekam auch Peter Neururer. Nach 23 Toren in 87 Spielen schien Teroddes Weg bei Union Berlin nach der Saison 2013/14 trotz laufenden Vertrags zu Ende zu sein, da ihm die Bank drohte. Da nahm Neururer, damals Trainer in Bochum, Kontakt auf.

„Er kam mit der Harley Davidson zum Gespräch, schaute mich an und machte mir klar, dass er mich unbedingt verpflichten wollte“, erzählt Terodde. „Er hatte die Fähigkeit, mich starkzureden“.