Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis ist mit seiner Mannschaft auf Erfolgskurs. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis und der schmale Grat

Der Auftakt in die erste „Englische Woche“ ist Schalke mit dem 3:0-Erfolg gegen Dresden gut gelungen. Vor dem Pokalspiel bei 1860 München grübelt das Schalker Trainerteam über die Startelf.

„Belastungssteuerung“ ist eines der am meisten gebrauchten Worte in der Bundesliga. So ungeheuer groß waren die körperlichen Anstrengungen für die Spieler des FC Schalke 04 aber bisher nicht. Denn international ist der Absteiger in die 2. Liga logischerweise nicht vertreten, und so viele Nationalspieler haben die Königsblauen längst nicht mehr.

Dennoch gilt es für Trainer Dimitrios Grammozis genau abzuwägen, welchen Spielern er in der ersten „Englischen Woche“ für Schalke in der laufenden Saison eine Pause gönnt. Samstag, Dienstag und Freitag ist der Spielrhythmus in dieser Woche.

Wechsel im Tor eher unwahrscheinlich

Schon am Dienstag steht nach dem 3:0-Erfolg gegen Dresden das wichtige Pokalspiel der 2. Runde beim Drittligisten 1860 München auf dem Programm. Nicht nur aus sportlicher, sondern auch in finanzieller Hinsicht ist das Erreichen des Achtelfinales für Schalke enorm wichtig.

Marius Bülter bekräftigte am Samstagabend: „Wir wollen unbedingt die nächste Runde erreichen“. Aber mit welchem Personal? Darf zum Beispiel Ralf Fährmann in die Kiste, weil es sich um einen anderen Wettbewerb handelt und eine solche Vorgehensweise viele Trainer praktizieren, um die Nummer zwei bei „Lust und Laune“ zu halten?

Aydin eine Alternative?

Dem steht gegenüber, dass Martin Fraisl seit seiner Beförderung in allen vier Partien ohne Gegentor geblieben ist. Der Österreicher strahlt Ruhe und Sicherheit aus. Deshalb erscheint es fraglich, ob sich Grammozis in diesem so wichtigen Pokalspiel zu einem Torhütertausch entscheidet.

Der 43-Jährige bemerkte zwar, dass auch der FC Bayern als Branchenprimus rotiere, aber weniger auf „Schlüsselpositionen“. Dass die Torhüterposition eine solche ist, darüber besteht wohl kaum ein Zweifel. Deshalb deutet sich wohl eher kein Tausch auf dieser Position an.

Ist Drexler wieder fit?

Allgemein sagte Grammozis zu möglichen Wechseln. „Wir fahren nicht nach München, um etwas auszuprobieren“. Bleibt es bei dieser Meinung, dürften sich die Veränderungen in Grenzen halten.

Überraschenderweise saß Mehmet Can Aydin gegen Dresden schon wieder auf der Ersatzbank, nacvhdem er beim 1:0-Erfolg in Hannover früh ausgewechselt werden musste. Grammozis: „Wir hatten vorher besprochen, dass er nur im äußersten Notfall gespielt hätte.“

Offen ist außerdem, ob Dominick Drexler wieder zum Kader gehört. Die Fleischwunde im Bereich der Achillessehne ist zwar gut verheilt, aber Schalke wird kein Risiko eingehen.

Außerdem muss Grammozis entscheiden, ob und wieviele Einsatzminuten Danny Latza bekommt. Der Kapitän hofft, wieder etwas spielen zu dürfen, um in den Wettkampfrhythmus zu kommen.

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