Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel wehrt sich „Das waren keine Chaos-Tage“

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Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel (r.) mit dem neuen Cheftrainer Thomas Reis. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
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Schalke hat Thomas Reis als neuen Cheftrainer vorgestellt. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag ging es aber natürlich auch um den überraschenden Rücktritt von Rouven Schröder – Schalkes Sportdirektor hatte am Mittwoch offiziell erklärt, sich mit sofortiger Wirkung zurückzuziehen, und zwar „aus persönlichen Gründen“.

Eine Begründung, die natürlich reichlich Raum für Interpretationen und Spekulationen lässt. Sportvorstand Peter Knäbel bemühte sich, die Dinge zurecht zu rücken: „Das waren keine Chaos-Tage. Dass wir in dieser Runde heute hier sitzen, zeigt, dass der Verein stabil ist. Es ist vielleicht normal, dass – wenn man sich trennt – sofort vermutet wird, es hätte Streit gegeben. Aber das war nicht der Fall. Bei der Bewertung einer solchen Entscheidung sollte zunächst einmal der Mensch Rouven Schröder im Mittelpunkt stehen.“

Und so bleibt die Motivation für Schröders Rücktritt weiterhin nebulös. Peter Knäbel habe die Entwicklung schon ein wenig länger in diese Richtung gehend beobachtet, auch Thomas Reis, der mit Schröder gemeinsam beim VfL verteidigte und ein gutes Verhältnis zu ihm hat, war vorher informiert. Seinen Entschluss, nach Schalke zu wechseln, hat Schröders Rücktritt trotzdem nicht beeinflusst.

An der dem VfL Bochum für Reis zu zahlenden Ablösesumme wird sich der Schalker Trainer übrigens selbst beteiligen. Peter Knäbel: „Selten hat ein Trainer vorher so ein Statement für Schalke abgegeben.“