Marcin Kaminski (l.) war der Schalker Held in der Nachspielzeit, während Dominick Drexler viele Fouls einstecken musste. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
S04-Einzelkritik

Verteidiger Marcin Kaminski erst „Chancentod“, dann erfolgreich

Viele Chancen erspielt, aber erst in der Schlussphase getroffen: In der Nachspielzeit gelang Marcin Kaminski der 1:0-Siegtreffer in Hannover. Zurvor hatte er zwei Großchancen vergeben.

Schalke blieb zum dritten Mal in Folge ohne Gegentor. Marcin Kaminski erzielte den Treffer des Abends zum 1:0-Erfolg in Hannover. Die mitgereisten 8.000 Schalker Fans feierten ihre Mannschaft nach dem Schlusspfiff.

Unsere Einzelkritik:

Martin Fraisl: Bei Abschlägen machte der Österreicher im ersten Durchgang einen alles andere als sicheren Eindruck. Ansonsten hatte er kaum etwas zu tun. Note: 3,0

Malick Thiaw: Nach 33 Minuten vergab er per Kopf nach einem Freistoß von Ouwejan die große Chance zur Schalker Führung. Brauchte einige Zeit, bis er seinen Spielrhythmus gefunden hatte. Note: 3,0

Ko Itakura: Spielte nicht so sicher und souverän wie in den vergangenen Wochen. Nach der Halbzeitpause steigerte er sich wie die gesamte Schalker Mannschaft. Note: 3,0

Marcin Kaminski: Er hatte in der Anfangsphase einige Mühe, sich in der Defensive zu behaupten. Nach zwölf Minuten sah er die Gelbe Karte, als Kaminski den Hannoveraner Sebastian Ernst festhielt. In der 37. Minute rettete er im eigenen Strafraum vor dem einschussbereiten Hinterseer. Nach dem Seitenwechsel betätigte sich der Abwehrspieler zweimal als „Chancentod“, als er hochkarätige Möglichkeiten nicht nutzte. Doch in der Nachspielzeit traf er. Note: 2,0

Mehmet Can Aydin: In der zwölften Minute hatte der Jung-Profi Pech, als er mit einem fulminanten Schuss nur den Pfosten traf. Nur sechs Minuten später musste Aydin verletzungsbedingt ausgewechselt werden. ohne Note

Victor Palsson: Ging sehr aggressiv in seine Zweikämpfe. Auch bei Kopfballduellen war er meistens der Sieger. Ab und zu schaltete der Isländer sich mit klugen Aktionen auch in das Offensivspiel seiner Mannschaft ein. Note: 2,5

Thomas Ouwejan: Seine Stärken hatte er fast wie immer in der Offensive bei Standardsituationen wie Eckbällen und Freistößen. In der 42. Minute musste 96-Torhüter Zieler seine ganze Klasse beweisen, um den Distanzschuss von Ouwejan abzuwehren. Note: 3,0

Rodrigo Zalazar: Sorgte in den Anfangsminuten für die erste kleine Schalker Möglichkeit, doch sein Schuss war zu unplaziert. Ansonsten lief die Partie an dem Mittelfeldspieler vorbei. Es gelang ihm nicht, im Mittelfeld Akzente zu setzen. Allerdings zeigte er großen Einsatz. Note: 3,5

Dominik Drexler: Der Mittelfeldspieler musste sehr viel einstecken. Schon im ersten Durchgang musste er länger behandelt werden. Seine Zweikampfquote in den ersten 45 Minuten betrug nur zwölf Prozent. Note: 4,0

Simon Terodde: Vom Torjäger war in den ersten 45 Minuten kaum etwas zu sehen. Es gab nur eine Kopfballchance, die aber das Tor der Niedersachsen nicht in Gefahr brachte. In der ersten Halbzeit hatte der 33-Jährige ganze zwölf Ballkontakte. Nach dem Seitenwechsel scheiterte er sich etwas. Note: 4,0

Marius Bülter: Der Angreifer konnte nicht an seine guten Leistungen in den vergangenen Wochen anknüpfen. Im ersten Durchgang war von ihm überhaupt nichts zu sehen. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. In der 47. Minute scheiterte er in aussichtsreicher Position an 96-Schlussmann Zieler. Das blieb jedoch seine einzig starke Aktion. Note: 4,5

Reinhold Ranftl (18. für Aydin): Der Österreicher konnte seine Chance lange Zeit nicht nutzen, die ihm die verletzungsbedingte Auswechslung von Aydin in der Anfangsphase bescherte. Er spielte über weite Strecken sehr unauffällig. In der Schlussphase ging ein guter Schuss knapp am Tor der Gastgeber vorbei. Note: 4,0

Marvin Pieringer (74. für Bülter): Sah nur wenige Munuten nach seiner Einwechslung die Gelbe Karte nach einem groben Foulspiel. ohne Note

Darko Churlinov (85. für Zalazar): Churlinov konnte in den letzten fünf Minuten keine Akzente setzen. ohne Note

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