300 Zuschauer sehen neun Tore: Schalke verliert Test gegen SC Verl 4:5

Schalke 04

Fünferpack vom Drittliga-Aufsteiger: Bei der „Premiere“ des neuen Parkstadions präsentiert sich Bundesligist Schalke eine Stunde lang im Defensivverhalten „vogelwild“.

Gelsenkirchen

, 15.08.2020, 22:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Steven Skrzybski (2. v. l., hier im Test gegen Osnabrück), erzielte bei der Schalker 4:5-Niederlage gegen Verl zwei Tore.

Steven Skrzybski (2. v. l., hier im Test gegen Osnabrück), erzielte bei der Schalker 4:5-Niederlage gegen Verl zwei Tore. © dpa

5:1 gegen den VfL Osnabrück, nun 4:5 gegen den SC Verl – Schalkes bisherige Testspiele verliefen zumindest sehr torreich.

Das am Samstag allerdings nicht so, wie es sich Trainer David Wagner vorgestellt hatte: Seine Mannschaft unterlag am Abend dem Drittliga-Aufsteiger SC Verl mit 4:5. Dieses Resultat hatte schon nach einer Stunde Bestand, was im Prinzip einer Halbzeit gleichkam. Denn gespielt wurden 2x60 Minuten – nach einer Stunde wechselte Schalke komplett durch. Ziel dieser ungewöhnlichen Spieldauer war, dass jeder Spieler des Kaders ungefähr 60 Minuten zum Einsatz kommen sollte.

Rudy musste passen

Sebastian Rudy kam überhaupt nicht zum Einsatz – der nach seiner Leihe von 1899 Hoffenheim zurückgekehrte Mittelfeldspieler hatte sich beim Aufwärmen verletzt, für ihn rückte U23-Spieler Bastian Frölich in die Start-Elf.

Das Spiel gegen Verl war die Premiere des „neuen“ Parkstadions: Von der „Betonschüssel“, in der seit dem 19. Mai 2001, als Schalke die 4:38-Minuten-Meisterschaft erst feierte und dann beweinte, nicht mehr gespielt wurde, ist ein Großteil der Gegengerade erhalten geblieben. Das Stadion soll nun als Spielstätte für die U23 und Schalker Jugendmannschaften dienen. Und aktuell als Testspiel-Ort für die Profis.

Fährmann verhindert Schlimmeres

300 Zuschauer waren unter strengen Corona-Hygienemaßnahmen zugelassen, und diejenigen von ihnen, die Testspiele schon als ersten Fingerzeig bewerten für das, was in der Saison so alles zu erwarten ist, werden dem Schalker Start bei den Bayern möglicherweise noch skeptischer entgegensehen als ohnehin schon. In der ersten Spielstunde präsentierte sich Schalke in der Defensive zum Teil vogelwild, Torhüter Ralf Fährmann verhinderte noch Schlimmeres.

Patrick Schikowski (3), Zlatko Jancic und Sascha Korb trafen für die Gäste, die Schalker Tore erzielten Steven Skrzybski (2), Mark Uth und Benito Raman. Amine Harit verschoss einen Foulelfmeter.

McKennie am Ball

Weston McKennie, dessen Wechsel zu Hertha BSC Berlin „geplatzt“ ist, spielte in den zweiten 60 Minuten.

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