Alarmsignal für Schalke - Fans sind stinksauer

Nach dem 0:3 gegen Donezk

Ganz langsam näherten sie sich am Donnerstagabend der Nordkurve, wo die treuesten Schalker Fans in der Veltins-Arena stehen. Schalkes Spieler rechneten nach dem desaströsen Europa-League-Aus gegen Schachtar Donezk mit einem gellenden Pfeifkonzert. Doch die Lautstärke blieb im Rahmen, weil sich selbst in der Nordkurve viele Anhänger schon längst auf dem Heimweg befanden. Ein Alarmsignal.

Gelsenkirchen

27.02.2016, 08:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alarmsignal für Schalke - Fans sind stinksauer

Bilder der Partie Schalke gegen Donezk.

Dies war fast noch ein schlimmeres Alarmsignal für Fährmann und Co. als die peinliche Niederlage gegen den ukrainischen Vize-Meister. Denn wenn schon diese Klientel, die Schalke normalerweise bedingungslos unterstützt, sich resigniert abwenden, dann herrscht emotionaler Ausnahmezustand.

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Europa League, Sechzehntelfinale: FC Schalke 04 - Schachtar Donezk 0:3 (0:1)

Bilder der Europa-League-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Schachtar Donezk.
25.02.2016
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Bilder der Partie Schalke gegen Donezk.© Foto: dpa
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Fußball, Europa League, K.o.-Runde, Zwischenrunde, Rückspiele: FC Schalke 04 - Schachtjor Donezk am 25.02.2016 in der Veltins Arena, Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen). Schalkes Johannes Geis (r) und Marlos von Schachtjor (l) kämpfen um den Ball. Foto: Guido Kirchner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++© Foto: dpa
Fußball, Europa League, K.o.-Runde, Zwischenrunde, Rückspiele: FC Schalke 04 - Schachtjor Donezk am 25.02.2016 in der Veltins Arena, Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen). Leroy Sané von Schalke kämpft um den Ball gegen Ismaily Goncalves dos Santos von Schachtjor. Foto: Maja Hitij/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++© Foto: dpa
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Kein Wunder, denn die Aufbruchstimmung, die der neue Trainer André Breitenreiter in den ersten Monaten seiner Tätigkeit verbreitet hatte, sind längst einer Mischung aus Ernüchterung, Resignation und Fatalismus gewichen. Schon geht die Angst um, dass Schalke nach dem Aus in beiden Pokalwettbewerben auch in den Bundesliga im Mittelmaß versinkt. Dass Manager Heldt und Trainer Breitenreiter vor wenigen Tagen plötzlich forsch die Qualifikation für die Champions League als Saisonziel proklamierten, wirkte wie ein schlechter Witz nach der Darbietung gegen Donezk, das ohne Wettkampfpraxis keinerlei Mühe hatte, sich für das Achtelfinale zu qualifizieren.

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Nach diesem Debakel beklagte sich der Schalker Trainer jedoch über die zu große Erwartungshaltung bei den Königsblauen. Dabei war es nicht zuletzt der 42-Jährige, der noch am Mittwoch solcher Denkweise Vorschub geleistet hatte. „Mein Wunsch ist es, so weit wie möglich zu kommen und am Ende die Europa League zu gewinnen“, hatte Breitenreiter gesagt.

Krisenmanagement

Jetzt ist er nach vier Pflichtspielen ohne Sieg erst einmal als Krisenmanager gefordert. Doch wo soll er anfangen, wenn selbst Leistungsträger wie Joel Matip sich plötzlich unerklärliche Aussetzer leisten, wenn Sidney Sam von den eigenen Fans verhöhnt wird, wenn seine Mannschaft saft- und kraftlos agiert, wenn das Nervenkostüm einiger Spieler dem Druck nicht gewachsen scheint und wenn es dem Schalker Spiel an Kreativität und Leidenschaft fehlt?

So musste Horst Heldt ernüchternd feststellen: „Wir haben individuell und mannschaftlich nicht die Leistung gebracht, um weiterzukommen.“ Am Sonntag (19.30 Uhr) geht es zu Eintracht Frankfurt, einer Mannschaft, die ebenfalls erheblich unter Druck steht. Das wird die Aufgabe für Schalke in der aktuellen Verfassung eher noch schwerer machen, zumal mit Leon Goretzka ein ganz wichtiger Spieler wochenlang ausfallen wird. Der 21-Jährige muss wegen seiner Schultereckgelenkssprengung zwar nicht operiert werden, doch um eine lange Zwangspause kommt er nicht herum.

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Für das Frankfurt-Spiel kann es für Johannes Geis jetzt nur eine Marschroute geben: „Man sieht ja was passiert, wenn man nicht hundert Prozent gibt. Wir müssen wieder Herz und Leidenschaft auf den Platz bringen.“ Doch das ist leichter gesagt als getan, wie Torwart Fährmann einräumte: „Man kann nicht einfach einen Schalter umlegen. Die Mannschaft ist keine Kaffeemaschine, die man einschaltet - und dann läuft es.“ Dafür haben viele Fans jetzt den Kaffee auf...

So könnte der S04 spielen: Fährmann - Caicara, Matip, Neustädter, Kolasinac - Geis, Aogo - Sané, Belhanda, Schöpf - Huntelaar

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