Alessandro Schöpf freut sich auf Schalke

Der neue Österreicher

Österreicher mag man in Gelsenkirchen: Christian Fuchs, im Sommer nach Leicester abgewandert, ist den Fans noch in guter Erinnerung, und auch, wenn er nicht unbedingt der erfolgreichste Stürmer aller Zeiten war, haben viele Schalker noch immer einen Platz im Herzen für einen gewissen Edi Glieder reserviert.

ORLANDO/GELSENKIRCHEN

von Dirk große Schlarmann

, 12.01.2016, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alessandro Schöpf freut sich auf Schalke

Alessandro Schöpf (l.) feierte beim 2:0-Sieg gegen die Fort Lauderdale Strikers sein Testspiel-Debüt für Schalke und freut sich auf seine Zeit in Gelsenkirchen.

Die Liste ließe sich fortsetzen, und sie reicht von der Schalker Vergangenheit bis in die Schalker Gegenwart: Der letzte Meistertrainer, Edi Frühwirth, war gebürtiger Wiener, und aktuell steht mit Keeper Michael Gspurning ein weiterer Österreicher im Kader. Insofern braucht sich Alessandro Schöpf eigentlich keine Sorgen zu machen.

Schöpf glücklich über Test-Debüt

Seit Freitag ist der 21-Jährige ein „Blauer“ – beim Testspiel gegen Fort Lauderdale, das die Königsblauen mit 2:0 gewannen, trug Schöpf für eine Halbzeit lang das Trikot mit der Nummer 21. Und strahlte anschließend glücklich in die Kameras der Journalisten vor Ort. „Ich bin froh, dass der ganze Wechsel jetzt über die Bühne gegangen ist“, so Schöpf. „Es war ziemlich anstrengend: Die lange Anreise, der Medizincheck – jetzt kann ich endlich für Schalke spielen.“

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In der vergangenen Woche war Schöpf noch Nürnberger, in der Hinrunde hatte er mit den „Clubberern“ einen echten Lauf, der in Franken die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Bundesliga genährt hatte. Daran hatte Schöpf erheblichen Anteil: Der Österreicher absolvierte alle Spiele der Nürnberger bis Weihnachten, erzielte sechs Tore und bereitete drei selbst vor. Bei den Franken ließ man Schöpf dann auch ungern ziehen.

"Schalke ist ein großer Verein"

„Aus sportlichen Gesichtspunkten hätten wir Alessandro natürlich gerne weiter beim Club gesehen“, gab FCN-Manager Andreas Bornemann zu Protokoll. Weil Schöpf aber unbedingt zu Schalke wollte und die Königsblauen den Nürnbergern finanziell entgegenkamen, kam der Transfer zustande. „Schalke ist es ein riesengroßer Verein“, so Schöpf. „Für mich war es in sportlicher Hinsicht ein weiterer Schritt, den ich gehen möchte.“

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Vor einem großen Karriereschritt steht wohl auch Leroy Sané – wenn man den Medienberichten glauben will. Seitdem bekannt wurde, dass Manchester City 55 Millionen Euro für den Jungstar bieten will, werden jetzt auch andere große Vereine in einem Atemzug mit Sané genannt – der FC Barcelona und Real Madrid zum Beispiel.

Sané schweigt, Santana geht

Schalke will Sané zumindest im Winter nicht gehen lassen, das wurde mehrfach betont. Ob das im Sommer auch noch so aussieht, ist eine andere Frage. Von Sané selbst gibt es zu dem Thema nichts zu hören: Der seit Montag 20-Jährige werde vorerst keine Interviews geben, teilte Schalke mit.