Bei Schalke muss jetzt alles auf den Prüfstand - auch Domenico Tedesco

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Nach dem1:2 gegen Leverkusen ist Schalke endgültig im Abstiegskampf angekommen. In der Winterpause besteht jetzt eine Menge Gesprächsbedarf, meint unser Kommentator.

Gelsenkirchen

, 20.12.2018, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es musste doch jetzt klappen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr war die Veltins-Arena am Mittwoch wahrscheinlich der stimmungsvollste Ort in ganz Deutschland, Schalke hatte sich für einen würdigen Abschied von der Steinkohle mächtig ins Zeug gelegt.

Da wurde die ganze Palette aufgeboten, die der von Bergleuten gegründete Kumpel- und Malocher-Klub zu bieten hat, auf der Klaviatur von Solidarität, harter Arbeit und der Verpflichtung zur Tradition wurde meisterhaft gespielt.

Emotionaler Abschied vom Bergbau reicht nicht als Motivation

Es musste also doch jetzt klappen mit einem vielleicht ja sogar überzeugenden Heimsieg gegen Bayer Leverkusen, schließlich haben die Spieler die bewegende Zeremonie doch live mitbekommen. Wenn das alles die S04-Profis nicht motiviert hat...

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Aber so einfach ist das nicht. Das Beschwören traditionieller Werte reicht bei dieser Mannschaft nicht aus, um eine Leistungssteigerung zu erzeugen. Dazu liegt zuviel im Argen.

Eine der schlechtesten Leistungen der letzten Jahre

Machen wir uns nichts vor: Schalke steckt jetzt mitten im Abstiegskampf – wer nach dem erschreckenden 1:2 gegen Leverkusen noch immer andere Gedanken hat, betrachtet die Welt ausschließlich durch eine königsblaue Brille.

Schalke spielte nämlich wie ein Absteiger, und wenn im Winter „alles auf den Prüfstand“ kommen soll, muss das auch für Trainer Domenico Tedesco gelten. Er hat in seinem 50. Bundesliga-Spiel eine Mannschaft aufs Feld geschickt, die eine der schlechtesten Leistungen der letzten Jahre bot. Die Gründe dafür sind vielfältig – aber neben der ja schon diskutierten Kaderplanung des Managers wird sich auch Tedesco kritischen Fragen stellen und diese beantworten müssen.

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