Beim 0:0 von Schalke in Mainz war nur die Deko bunt

Schalke 04

Für Mainz 05 war es der „Karnevals-Spieltag“, für die Zuschauer eine ziemlich harte Kamelle. Schalke ist nach dem 0:0 nun seit vier Liga-Spielen sieglos. Hier unser Spielbericht.

Mainz

, 16.02.2020, 20:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Blau gegen Bunt: Zweikampf zwischen Schalkes Ahmed Kutucu und dem Mainzer Ridle Baku.

Blau gegen Bunt: Zweikampf zwischen Schalkes Ahmed Kutucu und dem Mainzer Ridle Baku. © dpa

Beim selbst ernannten Karnevalsverein FSV Mainz 05 war der Name Pro


gramm: Am vom Klub als „Karnevals-Spieltag“ titulierten Sonntag zeigten sich nicht nur viele Fans bunt kostümiert, auch die Trikots der Mainzer Spieler waren in ihrer farblichen Zusammenstellung gewöhnungsbedürftig.

Dem Spiel selbst, diesen Hinweis müssen sich auch die so leuchtend bunt daher kommenden Gastgeber gefallen lassen, hätte ein wenig mehr Farbe im ersten Durchgang allerdings ebenfalls gut getan...

Schalke bekommt zunächst kaum ein Bein auf den Boden

Denn das waren schon ziemlich harte Kamelle, die beide Mannschaften den Zuschauern da anboten. Schalke bekam zwischen der zehnten und 30. Minute kaum ein Bein auf den Boden, was Mainz allerdings nicht ausnutzen konnte.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Bundesliga, 22. Spieltag: Mainz 05 - Schalke 04 0:0

16.02.2020
/
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© imago images/Thomas Frey
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© imago images/Werner Schmitt
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© imago images/RHR-Foto
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© imago images/RHR-Foto
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© imago images/Jan Huebner
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© picture alliance/dpa
Bilder der Bundesligapartie Mainz 05 – Schalke 04© picture alliance/dpa

Die beste Chance für die Mannschaft von 05-Trainer Achim Beierlorzer hatte noch Adam Szalai, der in der 27. Minute in aussichtsreicher Position an Schalkes Torhüter Alexander Nübel scheiterte, den Ball aber auch nicht richtig getroffen hatte – da war Szalai allerdings beileibe nicht der einzige Spieler auf dem Platz, dem das so erging...

Schalke bester Spieler steht in der Abwehr

Beierlorzer hatte mit Szalai, Danny Latza und Jeffrey Bruma alles an Ex-Schalkern aufgeboten, was möglich war. S04-Trainer David Wagner konnte wieder auf Rechtsverteidiger Jonjoe Kenny zurückgreifen – der gegen Paderborn verletzt ausgewechselte Ozan Kabak saß zunächst auf der Reservebank, für ihn verteidigte Jean-Clair Todibo.

Der französische Neuzugang war in der ersten Spielhälfte noch einer der besten Schalker, denen erstaunlich viele Abspiel- und Flüchtigkeitsfehler unterliefen. Mainz hatte erkannt, dass den Königsblauen die Wirkung im Spiel nach vorn vor allem dann genommen wird, wenn Amine Harit nicht zur Entfaltung kommt – mit Suat Serdar und Daniel Caligiuri fehlten zwei Spieler verletzt, die ansonsten auch noch für den einen oder anderen kreativen Moment im Schalker Spiel sorgen können.

Michael Gregoritsch vergibt die beste Chance vor der Halbzeit

Zwei Chancen gab es dennoch für Schalke: Einen Kopfball von Matija Nastasic nach einem Freistoß von Bastian Oczipka lenkte der Mainzer Keeper Robin Zentner übers Tor (34.), auch Michael Gregoritsch scheiterte nach schönem Zuspiel von Alessandro Schöpf an Zentner (40.).

Umfrage

Wie bewerten Sie die Leistung der Schalker in Mainz?

182 abgegebene Stimmen

Die Vorzeichen waren für beide Mannschaft eindeutig: Alle fünf in der Tabelle über Schalke stehenden Mannschaften hatten gewonnen – es galt also, den Anschluss nicht zu verlieren und den Abstand auf Verfolger wie Hoffenheim und Freiburg zu vergrößern. Mainz wusste: Mit einem Sieg wären die Kellerkinder Düsseldorf, Bremen und Paderborn schon ein großes Stück weit distanziert gewesen.

Jetzt lesen

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das so bunt dekorierte Spiel farblos und hatte keinen Tusch verdient. Höflich formuliert war zumindest festzustellen, dass es etwas offener wurde, weil Schalke sich insgesamt mehr nach vorn verschob. Ein Schuss von Weston McKennie (49., vorbei) und ein Freistoß von Gregoritsch, den Zentner halten musste (54.), blieben aber lange die einzige Ausbeute.

Weston McKennie hätte zum Matchwinner werden können

Weil aber auch Mainz nun kaum noch was zustande brachte, hatte Schalke (nach 63 Minuten mit Kabak für den angeschlagenen und gelb-verwarnten Todibo) noch immer eine Sieg-Option. „Brust raus“, lautete daher die Botschaft, die Wagner seiner Mannschaft gestikulierend vermitteln wollte. Parallel dazu nahm er den so gut wie wirkungslos gebliebenen Benito Raman vom Platz, für ihn kam Ahmed Kutucu.

Plötzlich wurde Mainz wieder munterer – Nübel lenkte einen Schuss von Robin Quaison an die Latte (79.). Weston McKennies Kopfball neben das 05-Tor (90.) in der Schlussminute untermauerte die Vermutung, dass beide Teams noch bis Aschermittwoch hätten spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Schalke ist seit vier Liga-Spielen sieglos, Michael Gregoritsch hat als einen Grund dafür „fehlende Leichtigkeit“ erkannt. Und das im Karneval...

Schlagworte: