Benjamin Stambouli traut sich Führungsrolle zu

Schalkes Neuzugang

Rund 8,5 Millionen Euro legte der FC Schalke 04 für Benjamin Stambouli hin. Der Mittelfeldspieler erhielt einen Vierjahresvertrag und will auf Schalke gleich in eine Führungsrolle hineinrutschen. „Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem ich eine gewisse Erfahrung einbringe und auch beginne, das Spiel zu analysieren“, sagte der 26-Jährige.

Gelsenkirchen

02.09.2016, 05:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Benjamin Stambouli fühlt sich auf Schalke wohl.

Benjamin Stambouli fühlt sich auf Schalke wohl.

Als Anfang August das Schalker Management das erste Mal Kontakt zu Benjamin Stambouli aufnahm, erinnerte sich der Mittelfeldspieler sofort an den 3. Oktober 2012. Denn an diesem Tag spielte der heute 26-Jährige im Trikot des HSC Montpellier das erste und bisher einzige Mal in der Veltins-Arena. Es war ein spannendes Spiel, in dem den Franzosen in der 90. Minute der 2:2-Endstand gelang. Doch noch mehr imponierte Stambouli die großartige Atmosphäre im Schalker Fußball-Tempel. Diese Stimmung auf den Rängen war mit ein Grund, dass der Franzose sich Ende August zum Wechsel zum FC Schalke 04 entschied.  „Ich hatte mehrere Angebote, doch Schalke hat mich mit seinen Plänen überzeugt“, so Stambouli.

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Sein Optimismus begründet er mit der Tatsache, „dass ich hier sehr gut aufgenommen wurde. Ich fühle mich schon wie zu Hause.“ Damit die Integration noch leichter fällt, wird Stambouli nun regelmäßig mit einem Lehrer deutsch pauken. Beim französischen Meister Paris Saint-Germain sah der Mittelfeldspieler keine sportliche Perspektive mehr für sich. Denn es gab einen Trainerwechsel. Unter dem neuen PSG-Coach Unai Emery hatte Stambouli das Gefühl, nicht mehr die gleichen Spielzeiten zu bekommen, die er in der vergangenen Saison hatte. Denn unter Laurent Blanc gehörte er zu den Stammkräften.

Entscheidender Vorteil

Auf Schalke will Stambouli eine ähnliche Rolle spielen wie in Paris, nämlich im defensiven Mittelfeld die Fäden ziehen. Dabei hat er den kleinen Vorteil, dass er im Gegensatz zu vielen anderen Schalker Kickern nicht im Länderspieleinsatz ist. Deshalb kann sich Trainer Weinzierl in diesen Tagen schon ein genaues Bild davon machen, was Stambouli kann.

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Vom Franzosen wird erwartet, dass er mit einer aggressiven Spielweise gegen den Ball den jeweiligen Gegner das Fürchten lehrt. Wer mit Zlatan Ibrahimovic bei Paris in einer Mannschaft spielte, dem sollte vor dieser neuen Herausforderung nicht bange sein. „Zlatan ist ein bisschen exzentrisch. Aber er ist ein ehrlicher Typ. Man kann sich auf ihn verlassen“, sagte Stambouli mit einem Lächeln.

Wiedersehen mit Belhanda

Noch ist er allein in Gelsenkirchen, aber seine Freundin und seine Eltern wollen ihn bald besuchen. Der Franzose ist optimistisch, dass er mit Schalke sowohl in der Bundesliga als auch in der Europa League eine gute Rolle spielen kann. In letzterer feiert Schalke übrigens ein Wiedersehen mit Younes Belhanda. Denn der Ex-Schalker wechselte auf Leihbasis nach Nizza, dem ersten Schalker Gegner in der Gruppenphase.

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