Blick auf Europa: Goretzka gibt sich kämpferisch

Schalke braucht Punkte

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Leverkusen will Schalkes Leon Goretzka das Maximum aus den verbleibenden zwei Partien vor der Winterpause holen. Die Qualifikation für das internationale Geschäft bleibt das Saisonziel. Wenn nicht über die Liga, dann vielleicht über einen anderen Weg - die "Eurofighter" machten es einst vor.

GELSENKIRCHEN

15.12.2016, 07:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Blick auf Europa: Goretzka gibt sich kämpferisch

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Bayer 04 Leverkusen.

Zahlen lügen nicht: Zwölf Kilometer legte Leon Goretzka im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen zurück und bewies damit einmal mehr, dass er sich konditionell in bester Verfassung befindet. „Umso bitterer war diese Niederlage. Aber das ist jetzt abgehakt, wir müssen nach vorne schauen,“ sagte Goretzka am Mittwoch mit einigen Tagen Abstand.

Rückstand auf Europa-Plätze bereits beachtlich

Und dann schickte er gleich eine ganz klare Ansage hinterher. „Wir wollen aus den letzten beiden Bundesligaspielen das Maximale herausholen“, betonte der Mittelfeldspieler. Das Saisonziel, einen Platz auf der internationalen Fußball-Bühne hat der 21-Jährige noch längst nicht aus den Augen verloren, auch wenn der Rückstand zu einem Europa-League oder gar Champions-League-Platz bereits beachtlich ist.

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Ein ganz wichtiger Faktor für Goretzka bei der Aufholjagd sind die eigenen Fans. „Wie sie uns auch gegen Leverkusen unterstützt haben, war großartig. Ich habe manchmal nicht mehr mein eigenes Wort auf dem Platz verstanden, weil es so laut war. Doch solch eine Hilfe von den Rängen pusht jeden Spieler enorm“, freute sich der gebürtige Bochumer.

Qualifikation über die Europa League?

Sollte es in der Bundesliga in dieser Saison nicht für einen internationalen Wettbewerb reichen, bliebe für Schalke als Hintertür jedoch auch noch die laufende Europa-League-Saison, um sich international zu qualifizieren. Doch nur als Sieger und da ist Goretzka eher skeptisch: „Man hat im letzten Jahr gegen Donezk gesehen, wie schnell man ausscheiden kann. Natürlich wollen wir so weit wie möglich kommen. Aber dieser Wettbewerb ist sehr kräftezehrend, weil so viele Spiele bis zum Finale zu absolvieren sind.“ Optimismus hört sich anders an.

Wie es geht, zeigten die legendären Schalker Euro-Fighter, die 1997 sensationell den UEFA-Cup gewannen. Ein Triumph, mit dem niemand gerechnet hatte. Aus diesem Anlass wurde im Schalke-Museum die Ausstellung „20 Jahre Euro-Fighter“ eröffnet. Bis zum Mai 2017 erwartet die Besucher eine Zeitreise mit Fotos, Eintrittskarten, Souvenirs, Spieltagschals, Trikots und vielem mehr, die die unglaubliche sportliche Reise der Königsblauen durch Europa dokumentieren.

Schalke-Museum erfährt große Resonanz

Schalke hatte im Juli die Eurofighter und Fans um Exponate aus dieser Zeit gebeten. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen. „Wir können gar nicht alles ausstellen, so viele Dinge haben wir bekommen“, freuten sich die Museumsleiter Sebastian Pantförder und Sven Graner.

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Bei der Eröffnung der Sonderausstellung waren auch die drei Eurofighter Ingo Anderbrügge, Mike Büskens und Martin Max zu Gast. Büskens stellte zum Beispiel dem Museum ein Paar Fußballschuhe zur Verfügung, mit denen er die gesamte Saison 1996/97 bestritten hatte. „Sie mussten ein Paar Mal zusammengeflickt werden. Aber ich bin eben ein abergläubischer Mensch und deshalb habe ich sie bis zum Finale getragen“, so der 48-Jährige grinsend.

Das Schalke Museum ist von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. An Spieltagen öffnet das Museum zwei Stunden vor dem Anpfiff, der Zutritt zum Arena-Gelände ist dann nur mit gültiger Eintrittskarte möglich. 

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