Brisantes Wiedersehen: Geis trifft Hahn

Schalke trifft auf Gladbach

Bis zum 25. Oktober 2015 war Johannes Geis in der Bundesliga nicht als Raubein bekannt. Im Gegenteil, der Schalker Neuzugang aus Mainz war bis zu diesem Zeitpunkt in knapp sechs Profijahren noch nie vom Platz geflogen. Doch dann leistete sich der 22-Jährige ein übles Foul am Mönchengladbacher André Hahn. Am Freitag kommt es zum Wiedersehen.

Gelsenkirchen

16.03.2016, 06:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johannes Geis (2.v.r.) sieht nach seinem Foul an André Hahn die Rote Karte.

Johannes Geis (2.v.r.) sieht nach seinem Foul an André Hahn die Rote Karte.

Für Hahn hatte das Foul von Geis üble Folgen. Bruch des Schienbeinkopfs sowie einen Außenmeniskusriss im linken Knies lautete die niederschmetternde Diagnose. Geis entschuldigte sich umgehend bei Hahn, der sich vor dem Wiedersehen mit Geis am Freitag in der Veltins-Arena jedoch beklagte: „Er hat mir nur eine SMS am Tag nach dem Foul geschickt - danach bis heute nichts mehr. Er hat sich nicht einmal erkundigt, wie die Reha läuft oder wie es mir geht.“

Konträre Aussagen

Im Gegensatz dazu stehen die Aussagen von Geis, der wiederholt erklärt hatte, regelmäßig mit Hahn in Kontakt zu stehen und ihm auch Hilfe angeboten hatte: „Ich habe ihm geschrieben. Wenn ich irgendetwas machen kann, mache ich das.“

Am Freitag sollen diese Animositäten keine Rolle mehr spielen. Hahn hat jedoch schon einen Traum formuliert, wie er sich das Wiedersehen gegen Schalke vorstellt. „Es wäre perfekt, wenn ich als Joker das 1:0 in der 90. Minute schießen würde“, sagte der Gladbacher mit einem Augenzwinkern.

Nicht bei 100 Prozent

Beim 3:0-Erfolg gegen Frankfurt stand Hahn erstmals nach vier Monaten Verletzungspause wieder im Gladbacher Kader. Zu einem Einsatz reichte es noch nicht. Auch auf Schalke dürfte Hahn bestenfalls zunächst auf der Bank Platz nehmen. „Ich freue mich natürlich, dass er wieder dabei ist, aber er braucht Geduld. Er ist noch lange nicht bei 100 Prozent“, sagte Gladbachs Trainer André Schubert.

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Hahn will beim Wiedersehen mit Geis kein weiteres Öl ins Feuer gießen und hält verbal den Ball flach. „Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere. Gerade auf Schalke hat es immer Spaß gemacht zu spielen,“ betonte der 25-Jährige. Für Geis bedeutete der Platzverweis den ersten Karriereknick. Dabei fielen für ihn weniger die 15.000 Euro Strafe ins Gewicht, sondern mehr die fünf Spiele Sperre, die ihn aus dem Rhythmus brachten. Seitdem hat der Ex-Mainzer nicht mehr das starke Niveau erreicht, das er zu Beginn seiner Schalke-Zeit hatte.

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Trainer Breitenreiter hatte Geis dazu aufgefordert, künftig etwas offensiver seine Rolle im Mittelfeld zu interpretieren. Das ist dem 22-Jährigen noch nicht so recht gelungen. Vielleicht hilft es ihm, wenn Leon Goretzka wieder einsatzfähig ist. Am Dienstag mischte der Mittelfeldpartner von Geis nach seiner Schulterverletzung erstmals kräftig im Mannschaftstraining mit. Sein Einsatz gegen Gladbach scheint nicht ausgeschlossen. 

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