Burgstaller und Choupo-Moting drohen auszufallen

Stürmernot auf Schalke

Nach den jüngsten Rückschlägen ist die Stimmung im Umfeld des FC Schalke 04 alles andere als rosig. Vor dem Spiel gegen den FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr) drohen nun auch noch zwei Stürmer auszufallen. Somit könnte Klaas-Jan Huntelaar zu einem verfrühten Comeback kommen. Danach folgt für den S04 ein straffes Programm.

GELSENKIRCHEN

03.02.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Burgstaller und Choupo-Moting drohen auszufallen

Nichts mehr zu lachen: Schalkes Angreifer Eric Maxim Choupo-Moting (l.) und Guido Burgstaller drohen beide gegen Bayern München auszufallen.

Am Mittwoch bekamen die Spieler des FC Schalke 04 noch einmal vor Augen geführt, was sie gegen Frankfurt alles falsch gemacht hatten. An ausgewählten Videosequenzen führte Trainer Markus Weinzierl seinen Spielern eine Reihe von Fehlern vor. Ob die Vorführung einen Lerneffekt zur Folge hat, wird sich am Samstag (15.30 Uhr) beim schweren Auswärtsspiel in München zeigen.

Keine "Was-wäre-wenn-Szenarien"

„Die Stimmung rund um den Verein wird aktuell sehr getragen von der letzten Niederlage. Innerhalb der Mannschaft und des Klubs ist alles ok“, sagte Schalke-Manager Christian Heidel. Der 53-Jährige hat Verständnis für die Kritik, nachdem Schalke auf Platz elf abgerutscht ist und am Wochenende in der Tabelle noch weiter zurückfallen kann. „Mit 'Was-wäre-wenn-Szenarien' habe ich mich jedoch noch nie beschäftigt. Die Mannschaft muss den Druck aushalten“, betonte Heidel.

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Dabei ist die Personalsituation vor allem in der Offensive alles andere als optimal. Breel Embolo und Franco Di Santo stehen noch lange nicht zur Verfügung, Neuzugang Burgstaller konnte die ganze Woche aufgrund von muskulären Problemen nicht trainieren, und jetzt droht auch noch Eric Maxim Choupo-Moting wegen Adduktorenproblemen auszufallen.

Weinzierl zieht Huntelaar in Erwägung

Somit ist es nicht ausgeschlossen, dass Klaas-Jan Huntelaar nach über dreimonatiger Verletzungspause und nur wenigen Trainingseinheiten in München zum Kader gehören wird. Weinzierl: „Ich muss alles in Erwägung ziehen“.

Die Schwierigkeiten seiner Elf macht der Schalker Trainer wesentlich an einem Punkt fest. „Uns fehlen acht bis zehn Stürmertore. Das ist die Kernproblematik“, sagte Weinzierl, der mit nur 21 Punkten aus seinen ersten 18 Bundesligaspielen mit Schalke statistisch gesehen der erfolgloseste Trainer der Königsblauen seit 1993 ist. Nur durchschnittlich 1,17 Zähler holte Schalke unter der Leitung des 42-Jährigen.

Sieben Spiele in 22 Tagen

Im Monat Februar wird sich zeigen, ob die Blau-Weißen wie schon in der Hinrunde die Kurve kriegen. Sieben Spiele innerhalb von 22 Tagen sind ein strammes Programm. „Wir werden jeden Spieler brauchen“, betonte Weinzierl, der in den letzten Wochen auch wieder kräftig rotieren wird. Momentan leben die Königsblauen mehr vom Prinzip Hoffnung, als von der realistischen Erwartung, in München etwas holen zu können.

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Für das ohnehin schon angeknackste Nervenkostüm wäre es eminent wichtig, dass Schalke sich beim deutschen Rekordmeister wenigstens ordentlich aus der Affäre zieht. Sonst droht es noch mehr Unruhe zu geben. Und die kann Schalke überhaupt nicht gebrauchen.

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