Burgstallers Treffer reicht gegen harmlose Wolfsburger

Schalke steht im DFB-Pokal-Halbfinale

Es war kein gutes Spiel, aber in kaum einem anderen Wettbewerb steht das Ergebnis so sehr im Vordergrund wie im DFB-Pokal: Nach dem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg zieht der FC Schalke 04 ins Halbfinale des Pokals ein. Das Tor des Tages war harte Arbeit.

GELSENKIRCHEN

, 07.02.2018, 22:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Burgstallers Treffer reicht gegen harmlose Wolfsburger

Das Tor des Tages erzielte Guido Burgstaller. © dpa

Eine „besondere Partie“ sei das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein, hatte Daniel Caligiuri erst kürzlich im Interview gesagt. Doch diese besondere Partie begann für den Rechtsverteidiger auf der Bank: Caligiuri, eigentlich Stammspieler, stand überraschend nicht in der Startelf. Für ihn spielte Alessandro Schöpf, und auch Juventus-Leihgabe Marko Pjaca durfte von Anfang an ran. Franco Di Santo stand gar nicht erst im Kader – im Sturm setzte Schalke-Trainer Domenico Tedesco seine Hoffnungen in Guido Burgstaller.

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DFB-Pokal, Viertelfinale: FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg 1:0 (1:0)

07.02.2018
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Bilder des DFB-Pokal-Viertelfinals zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg.© imago
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Dieser erzielte auch das Tor des Tages. "Wir wollten unbedingt gewinnen. Es war spannend bis zum Schluss, im Großen und Ganzen aber verdient", resümierte der Siegtorschütze in der ARD. Sein Trainer lobte die spielentscheidende Aktion des Österreichers: "Das war sehr reif. Guido hat die Ruhe bewahrt in der Box. Das war wichtig für uns und wichtig für Burgi. Weil er sich das durch harte Arbeit verdient hat."

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt

Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt hätte ohnehin niemand länger als notwendig im Eiskeller Veltins-Arena ausharren wollen - eine Verlängerung war unerwünscht. Die Statistik vor dem Spiel sprach aber dagegen: Dreimal waren Schalke und Wolfsburg im Pokal aufeinandergetroffen, nie hatten 90 Minuten ausgereicht, um einen Sieger zu ermitteln. Auch im Bundesligaduell dieser Saison gab es keinen Sieger: Die Partie endete 1:1 durch ein Last-Minute-Tor der Wolfsburger.


Schalke begann durchaus offensiv: Max Meyer, als einziger Sechser spielte hinter einer Doppel-Acht, bestehend aus Leon Goretzka und Amine Harit, vorne sollten Guido Burgstaller und Marko Pjaca für Tore sorgen. Und nach einer zehnminütigen Phase des Abtastens ging genau dieser Plan auch auf.

Burgstaller schiebt überlegt ein

Einen klugen Pass von Pjaca nahm Burgstaller an der Mittlinie auf, tankte sich bis zum Strafraum durch und bewies, dass er mindestens genauso eiskalt war wie die Temperaturen: Der Österreicher ließ Jeffrey Bruma ins Leere rutschen und schob dann den Ball überlegt an Keeper Koen Casteels vorbei ins Tor: 1:0 (10.).

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Jetzt war Schalke im Spiel: Pjaca hätte in der 12. und 15. Minute auf 2:0 erhöhen können, zielte aber jeweils neben das Tor. Das war möglicherweise der Punkt, an dem bei den Profis das Kopfkino anging: Auch in den Heimspielen gegen Hannover und Bremen hatte Schalke jeweils 1:0 geführt und den Vorsprung am Ende nicht ins Ziel gebracht.

Wolfsburg zwei Mal gefährlich

Die Verunsicherung war zu spüren, und in der 24. Minute wäre der Ausgleich fast gefallen: Erst konnte Fährmann eine tückische Freistoßflanke von Admir Mehmedi gerade noch ins Toraus lenken, der Nachschuss der anschließenden Ecke von Yunus Malli prallte von der Latte auf die Torlinie.

Auch in der zweiten Halbzeit war nicht zu erkennen, dass Schalke unbedingt das zweite Tor erzielen wollte. Gute Offensivszenen blieben Mangelware – weil aber auch den Wolfsburgern nicht viel einfiel, plätscherte das Spiel, von vielen kleinen Nickligkeiten unterbrochen, relativ ereignislos vor sich hin. Wenn der Ball einmal in die Nähe des VfL-Strafraums kam, fehlte oft die Präzision im letzten Pass.

Teuchert kommt zum Debüt

In der 76. Minute gab es eine Premiere: Marko Pjaca verließ das Feld, für ihn kam Neuzugang Cedric Teuchert zu seinem ersten Einsatz für Schalke. In der Schlussphase gab es für Schalke noch einige brenzlige Situationen zu überstehen – in der 85. Minute etwa, als Goretzka auf der Linie klären musste – doch dann war es überstanden.

Auslosung am Sonntag Die beiden Halbfinal-Partien werden am Sonntag um 18 Uhr (ARD) im Deutschen Fußballmuseum ausgelost. Das Halbfinale wird am 17. und 18. April ausgetragen, das Endspiel in Berlin steigt am 19. Mai.
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