Dank Stevens (und Stuttgart): Schalke 04 ist mit einem königsblauen Auge davon gekommen

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Klassenerhalt geschafft: Der „Jahrhundert-Trainer“ hat seine schwere Rettungs-Mission erfüllt. Aber auch er wird drei Kreuze machen, wenn diese enttäuschende Saison vorbei ist.

von Norbert Neubaum

Gelsenkirchen

, 05.05.2019, 19:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das hatte schon etwas Seltsames an sich: Da saß der Trainer eines Bundesliga-„Underdogs“, wie es der FC Augsburg bei allem Respekt ja nun einmal ist, und gratulierte dem FC Schalke 04 zum Klassenerhalt.

Aber es gab niemandem, der Martin Schmidt dabei irgendeine ironische Absicht unterstellt hätte. Denn die Lage auf Schalke war viel ernster, als viele Beobachter selbst in der Schlussphase unter Domenico Tedesco noch vermutet hatten.

Unter Tedesco im freien Fall

Tatsächlich befand sich der darauf nicht vorbereitete Vize-Meister im freien Fall, der Absturz auf den Relegationsplatz wurde durch Grusel-Auftritte wie beispielsweise in Nürnberg und gegen Hoffenheim zum immer realistischeren Szenario – letztlich war es auch dem beinahe verlässlich verlierenden VfB Stuttgart zu verdanken, dass Schalke am Ende mit einem königsblauen Auge davon kam.

Und Huub Stevens natürlich. Er hat seine schwere Mission erfüllt und zwar nicht viele, aber genau die Punkte geholt, die erforderlich waren. Dass dazu ausgerechnet ein „Dreier“ in Dortmund gehörte, passt in die Schalke-Historie des „Jahrhundert-Trainers“, der dem Verein durch seinen „Pannen-Dienst“ im Verbund mit Mike Büskens und Gerald Asamoah aus der Patsche geholfen hat.

Saison hat den Verein viel Kraft gekostet

Aber auch ein mit allen Wassern gewaschener Haudegen wie Stevens wird drei Kreuze machen, wenn diese enttäuschende und den ganzen Verein viel Kraft kostende Saison endlich vorbei ist.

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