Dennis Aogo denkt nur an Königsblau

Wechselgerüchte dementiert

Man kennt das ja: Stolze Väter, die ihren begabten Sprösslingen beim Fußballspielen zusehen. Da machen auch Väter von Profis keine Ausnahme: Dennis Aogos alter Herr wird am Sonntag, wenn Schalke seine Saisoneröffnung feiert, extra aus Karlsruhe anreisen: „Da freut er sich schon lange drauf“, erzählt der Sohn.

GELSENKIRCHEN

12.08.2016, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dennis Aogo hat den Wechselgerüchten um seine Person eine Absage erteilt und will weiter für Schalke spielen.

Dennis Aogo hat den Wechselgerüchten um seine Person eine Absage erteilt und will weiter für Schalke spielen.

Und es sieht so aus, als würde Aogos Vater auch in der kommenden Saison in die Veltins-Arena fahren müssen, um seinem Sprössling beim Fußballspielen zuzusehen. Denn Aogo erteilte allen Wechselgerüchten eine Absage: „Ich fühle mich hier wohl, und der Verein hat mir nie signalisiert, dass er nicht mehr mit mir plant.“ Natürlich könne es im Fußballgeschäft bisweilen sehr schnell gehen – „aber nach derzeitigem Stand bleibe ich auf Schalke.“

Rolle als "Sechser"

Die Wechselgerüchte – angeblich hätten Sunderland und Villareal Interesse an dem 29-Jährigen – waren auch deshalb aufgekommen, weil Aogo, der in den vergangenen Spielzeiten in der Regel als Linksverteidiger aufgeboten wurde, auf dieser Position wohl nicht zum Einsatz kommen wird. Markus Weinzierl hatte bereits angedeutet, dass er Aogo auf der Sechser-Position im defensiven Mittelfeld sieht, zudem wurde mit Baba ein neuer Spieler für die linke Außenbahn verpflichtet.

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Aogo ist aber offenbar nicht unzufrieden mit seiner Umbesetzung. „Es ist ja nicht das erste Mal in meiner Karriere, dass ich auf der Sechs spiele – dort fühle ich mich auch wohl“, so der 29-Jährige. Was er nicht so gern mag, ist, im wöchentlichen Wechsel auf immer anderen Positionen zu spielen. „Das habe ich dem Trainer auch schon mitgeteilt“, so Aogo.

"Spiele da, wo ich gebraucht werde"

„Es ist halt immer einfacher, wenn man sich auf einer Position einspielt und Zeit hat, sich damit auseinanderzusetzen“, sagt er. Gleichzeitig schränkt Aogo aber ein: „Wenn es nötig ist, wenn sich etwa ein Spieler verletzt, spiele ich selbstverständlich da, wo ich gebraucht werde.“ 

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An einen Wechsel habe er aber nicht gedacht. „Ich habe immer betont, dass ich mir vorstellen kann, länger hierzubleiben – wenn man sich meine bisherige Karriere anschaut, sieht man auch, dass ich niemand bin, der jedes Jahr woanders spielt.“ In der Tat: Beim SC Freiburg spielte Aogo drei Jahre, beim HSV fünf Jahre – seit 2013 ist er jetzt beim FC Schalke. Es gibt Fußballer, die in dieser Zeit ein Vielfaches an Vereinen durchlaufen.

Heidel will keinen mehr abgeben

„Ich war noch nie jemand, der nur deshalb wechselt, weil er woanders mehr Geld verdienen kann“, begründet er. „Das entspricht nicht meiner Persönlichkeit.“ Auch Manager Christian Heidel betonte noch einmal, dass er aktuell nicht daran denke, Spieler abzugeben – das gelte sowohl für Aogo als auch für Sead Kolasinac, dem ebenfalls Wechselwünsche nachgesagt werden. Angesichts des nicht gerade breiten Kaders kann man das nachvollziehen.

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Beim Thema Verstärkungen bleibt der Manager aber bei seiner Linie, keine Wasserstandsmeldungen abzugeben. „Das heißt aber nicht, dass wir die Füße stillhalten“, so Heidel. Nach wie vor sei es das Ziel, noch mindestens zwei Spieler zu verpflichten. Dennis Aogo bereitet das wenig Sorgen: „Es ist ja nicht so, dass wir hier mit einer Rumpel-Elf an den Start gehen“, so der Mittelfeldspieler, „es steht auch jetzt noch genügend Qualität auf dem Platz.“