Dennis Aogo kehrt ohne Groll nach Schalke zurück

Heimspiel gegen Stuttgart

Wenn der FC Schalke 04 am Sonntag (18 Uhr) den VfB Stuttgart empfängt, gibt es ein Wiedersehen mit zwei Spielern, die in der letzten Saison noch bei den Königsblauen unter Vertrag standen. Dennis Aogo und Holger Badstuber wollen unbedingt in der Veltins-Arena dabei sein. Es könnte aber eng mit einem Einsatz werden.

Gelsenkirchen

08.09.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kehrt mit dem VfB Stuttgart zurück zum FC Schalke 04: Dennis Aogo (r.).

Kehrt mit dem VfB Stuttgart zurück zum FC Schalke 04: Dennis Aogo (r.).

Bei Badstuber wird es aber wohl ein Wettlauf mit der Zeit. Denn bei der Testspielniederlage (0:1) gegen den Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach am vergangenen Sonntag musste er wegen einer muskulären Reaktion der Adduktoren ausgewechselt werden. Eine MRT-Untersuchung ergab immerhin, dass nichts gerissen ist.

Reschke bricht eine Lanze für Aogo

Der Transfer von Aogo zu den Schwaben löste im Stuttgarter Fanlager alles andere als Begeisterung aus. Deshalb sah sich der neue VfB-Sportvorstand Michael Reschke genötigt, eine Lanze für Aogo zu brechen. Wer behaupte, die Schwaben hätten sich an der "Resterampe" bedient, sei "ein absoluter Vollidiot, der sich nicht auskennt", sagte Reschke der "Sport Bild". Aogo sei "ein sehr guter Spieler, der für den VfB noch extrem wichtig werde", ergänzte der neue starke Mann beim VfB.

Das bewies Aogo schon beim 1:0-Erfolg gegen Mainz, wo er die Vorarbeit für den Kopfballtreffer von Badstuber lieferte. Dieser sieht sich mit Aogo in einer speziellen Rolle bei den Stuttgartern. "Unsere Verantwortung ist es, die richtigen Entscheidungen zu treffen", sagte Badstuber nach dem knappen Sieg gegen Mainz, erfahrene Spieler seien "wichtig für junge", er und Aogo hätten die "Verantwortung, die jungen zu entlasten".

"Freue mich aufs Wiedersehen"

Dennis Aogo kommt nach eigener Aussage ohne Groll zurück in die Veltins-Arena: "Ich freue mich riesig aufs Wiedersehen", sagte der 30-Jährige im Interview mit dem "kicker". Unter Trainer Markus Weinzierl habe er zwar kaum gespielt, und auch der neue Schalke-Coach Domenico Tedesco habe relativ schnell klar gemacht, dass er nicht mit Aogo plane.

"Ich kenne nun auch die Schattenseite des Fußballs", bilanziert er. Trotzdem habe er "hauptsächlich schöne" Erinnerungen an die Zeit in Gelsenkirchen. Von Weinzierl habe er sogar eine Menge lernen können, so Aogo in dem Interview.

Personaldecke in der Offensive dünn

Bei den Königsblauen war Trainer Domenico Tedesco froh, dass sich Guido Burgstaller bereits Anfang der Woche im Mannschaftstraining zurückmeldete. Seine Fußverletzung scheint der Österreicher überwunden zu haben. Das ist für Schalke besonders wichtig, weil die Personaldecke in der Offensive besonders dünn ist. Deshalb winkt dem 28-Jährigen gegen die Schwaben sein Startelf-Debüt in dieser Saison.

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Franco Di Santo dürfte am Sonntag dagegen maximal einen Bankplatz beanspruchen, weil er in dieser Woche wegen eines leichten Muskelfaserrisses entweder gar nicht oder nur individuell trainieren konnte. Breel Embolo macht zwar Fortschritte, aber bis er sein früheres Leistungsniveau erreicht hat, wird noch einige Zeit ins Land gehen.