Der nächste Rückschlag für den FC Schalke 04

Schalke 04

Am ersten Tag nach dem positiven Corona-Fall im Trainingslager in Längenfeld versuchte Schalke 04, das Beste aus der Situation zu machen.

Längenfeld

, 25.08.2020, 19:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit Ralf Fährmann (r.) trainierte am Dienstagvormittag nur ein Schalker Torhüter.

Mit Ralf Fährmann (r.) trainierte am Dienstagvormittag nur ein Schalker Torhüter. © dpa

Natürlich herrschte helle Aufregung im Schalker Mannschaftshotel „Aqua Dome“, als die Nachricht vom positiven Corona-Befund die Runde machte. Bei dem Infizierten, der sich in Quarantäne befindet, handelt es sich um einen Spieler, was Schalke aus Datenschutzgründen allerdings nicht bestätigte. Auch die engsten Kontaktpersonen des Infizierten wurden auf Basis der österreichischen Richtlinien isoliert.

Die nachfolgenden Stunden verliefen turbulent. Die gesamte Schalke-Delegation musste in diesem Vier-Sterne-Hotel zunächst auf ihren Zimmern bleiben, um sich einer ersten Testreihe zu unterziehen, damit sichergestellt war, dass es keine weiteren Infektionen gegeben hat. Die Schalker Delegation wohnt in einem separaten Komplex des „Aqua Dome“. Andere Hotelgäste haben keinen Zugang.

Testergebnisse negativ

Zur Schalker Erleichterung waren alle Ergebnisse der ersten Testreihe negativ. Am Mittwoch findet die nächste Testung statt, so dass noch keine Entwarnung gegeben werden kann. „Wir werden weiter trainieren und beabsichtigen, am Freitag zum Ende des Trainingslagers zumindest ein Vorbereitungsspiel zu absolvieren“, sagte Sportvorstand Jochen Schneider zu Schalke-TV. Ob das klappt, bleibt abzuwarten. Dies hängt wesentlich von den Ergebnissen der Tests ab.

Die Spieler haben nun jeweils Einzelzimmer bezogen und bekommen ihr Essen aufs Zimmer geliefert. Am Dienstagvormittag wurde der Trainingsbetrieb fortgesetzt. Allerdings sind die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verstärkt worden. Fans sind zu den Einheiten nicht mehr zugelassen, die Journalisten müssen permanent einen Mundschutz tragen und dürfen sich nur im Tribünenbereich aufhalten.

Die Befürchtung, dass Trainingslager abbrechen zu müssen, ist erst einmal vom Tisch. Schalke will unbedingt wie geplant bis zum Samstag in Längenfeld bleiben. Der Corona-Fall hat allerdings auch seine Auswirkungen, was das Schalker Training betrifft. Bei der Einheit am Vormittag auf dem Trainingsplatz in Längenfeld fehlten nicht weniger als acht Spieler, und zwar Guido Burgstaller, Michael Langer, Omar Mascarell, Weston McKennie, Benito Raman, Salif Sané, Alessandro Schöpf und Markus Schubert. Zu den Gründen machte Schalke keine Angaben.

Ralf Fährmann war somit der einzige Profi-Torhüter, der am Training teilnehmen konnte. Mit Mika Hanraths und Torhüter Sören Ahlers wurden aufgrund der problematischen Situation kurzfristig zwei Spieler aus der U23 nach Längenfeld beordert.

Mannschaftsarzt und Hygienebeauftragter Dr. Patrick Ingelfinger steht seit Montag mit den Behörden in Österreich sowie weiteren zuständigen Stellen in Kontakt, um weitere Maßnahmen zu besprechen und einzuleiten. Ziel ist es, alle gesundheitlichen Risiken zu reduzieren.

Ziel ist gefährdet

Der Corona-Fall ist der nächste Rückschlag, den Schalke verdauen muss. In Längenfeld wollte Trainer David Wagner eigentlich seinen gesamten Kader auf die neue Saison einschwören. Dieses Ziel ist jetzt gefährdet. Denn die Phase der Länderspielabstellungen beginnt bereits nächste Woche, so dass einige Spieler fehlen werden.

Eine gute Vorbereitung sieht anders aus, wenn man bedenkt, dass die katastrophale Rückrunde der vergangenen Bundesligasaison und die beiden Niederlagen gegen Drittligisten in der Vorbereitung immer noch nachwirken. Momentan lässt sich zur aktuellen Lage der Königsblauen lediglich soviel sagen: Es kann nur besser werden.

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