Die Berg- und Talfahrt des Johannes Geis

Schalkes Freistoß-Spezialist

Langsam kommt Johannes Geis bei Schalke in die Gänge, doch noch läuft es nicht so richtig rund bei dem Freistoß-Spezialisten: In der laufenden Bundesliga-Saison stehen für Geis noch keine Tore und Vorlagen zu Buche. Gegen Krasnodar droht ihm erneut der Platz auf der Bank. Zwei andere Schalker machen derweil Hoffnung.

GELSENKIRCHEN

02.11.2016, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Berg- und Talfahrt des Johannes Geis

Fährt derzeit Sonderschichten: Schalkes Mittelfeldspieler Johannes Geis (l.).

Mindestens einmal pro Woche legt Johannes Geis eine kleine Sonderschicht ein. Wenn seine Mannschaftskameraden sich nach der Trainingseinheit auf den Weg in die Kabine machen, bleibt der Mittelfeldspieler noch auf dem Platz und übt Freistöße.

Trainingseifer noch nicht belohnt

Seine Standards sind eine Waffe von Geis, der für seinen Trainingseifer in dieser Hinsicht aber noch nicht belohnt wurde. In den sechs Bundesligaspielen, in denen er in dieser Saison zum Einsatz kam, ist ihm weder ein Tor noch ein Assist gelungen.

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„Das ärgert mich schon ein bisschen. Aber solange wir unsere Spiele gewinnen, kann ich damit leben“, sagte Geis am Dienstag nach dem Training. Wie es geht, bewies er in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Sechsligisten FC Villingen. Da schoss er aus 30 Metern den Ball präzise in die Maschen. Und wenige Tage zuvor war ihm ein spektakulärer Freistoßtreffer beim 3:2-Erfolg im Testspiel gegen Athletic Bilbao geglückt.

Pendeln zwischen Startelf und Tribüne

Zu Beginn der Saison ging es für den Ex-Mainzer „bergauf und bergab“ (O-Ton-Geis). Mal stand er in der Startelf, mal saß er auf der Tribüne. „Wichtig ist, dass man immer an sich glaubt und nicht den Kopf hängen lässt. Dass ich zuletzt öfter wieder zum Einsatz gekommen bin und wir auch noch gewonnen haben, war natürlich gut für mein Selbstvertrauen“, erzählte Geis, der Schalke nach dem Fehlstart in der Bundesliga nun auf einem guten Weg sieht.

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„Nach unserer Erfolgsserie haben wir eine sehr gute Stimmung im Kader“, so der Mittelfeldspieler. Ein Mosaikstein für die Wende zum Positiven sieht der 23-Jährige im von Trainer Weinzierl praktizierten 3-5-2-System. „Dieses System passt perfekt zu uns“, glaubt Geis, der am Donnerstag im Europa-League-Heimspiel gegen Krasnodar wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen wird.

Rotation deutet sich an

Denn beim Trainingsspiel am Dienstag wurde deutlich, dass Weinzierl wohl wieder eine größere Rotation plant. Caicara, Baba, Aogo, Stambouli, Choupo-Moting und Konopylanka dürfen wohl mit einem Einsatz in der Startelf rechnen. Diese Personalveränderungen würden Sinn machen, denn am Sonntag muss Schalke gegen Werder Bremen unbedingt punkten, um in der Tabelle weiter voranzukommen. Geis: „Die acht Punkte, die wir bisher geholt haben, sind natürlich viel zu wenig.“

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Gegen Bremen wird wohl auch Max Meyer nach seiner Bänderverletzung wieder zur Verfügung stehen. Am Dienstag absolvierte der Mittelfeldspieler bereits eine 25-minütige Laufeinheit und sprintete danach die Treppen zur Mannschaftskabine hoch, als sei er nie verletzt gewesen.

Uchida mischt wieder mit

Fortschritte macht auch Atsuto Uchida. Der Japaner mischte erstmals wieder kräftig im Trainingsspiel mit. Nach langer Verletzungspause scheint der Verteidiger nun auf einem guten Weg. Dagegen droht gegen Krasnodar neben Huntelaar und Meyer auch Franco Di Santo auszufallen, der am Dienstag wegen einer Bachmuskelzerrung nicht trainieren konnte.

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