Die Gründe für den Schalker Höhenflug

Schalker

Schalke hat sich als Tabellendritter in der Bundesliga-Spitzengruppe festgesetzt. Die Gründe für den Höhenflug.

Gelsenkirchen

, 01.12.2019, 17:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Gründe für den Schalker Höhenflug

SchalkerJubel-Quartett (v.l.) Suat Serdar, Jonjoe Kenny, Daniel Caligiuri und Amine Harit. © dpa

Wenn Schalkes Fans mit ihren Gesängen und Sprechchören gar nicht mehr aufhören wollen, dann weiß auch jeder Nicht-Fußball-Fachmann: Die königsblauen Anhänger sind sehr zufrieden mit ihrer Mannschaft. So war es am späten Freitagabend nach dem 2:1-Erfolg gegen Union Berlin, mit dem die Gastgeber ihren Platz in der Bundesliga-Spitzengruppe festigten.


Hatte die Mannschaft von Trainer David Wagner gegen den 1. FC Köln (1:1) und Fortuna Düsseldorf (3:3) noch leichtfertig Punkte im eigenen Stadion verschenkt, so erwiesen sich Nübel und Co. gegen den Aufsteiger auch in dieser Hinsicht lernfähig. Nach schwacher erster Halbzeit steigerten sich die Gastgeber und sicherten sich in der Schlussphase den Sieg.



Serdar und seine Torquote



Der entscheidende Torschütze, Suat Serdar, erklärte glücklich und zufrieden: „Die ganze Mannschaft hat Selbstvertrauen. Wir haben keine Angst, Fehler zu machen.“ Was insofern nicht verwundert, weil die Königsblauen nach 13 Bundesligaspielen erst zwei Niederlagen kassierten (0:3 gegen FC Bayern München und 0:2 gegen Hoffenheim), wobei die Schlappe in Sinsheim dem Spielverlauf nicht entsprach.

25 Punkte nach 13 Spielen sind eine Zwischenbilanz, die zu Hoffnungen für die Champions-League-Qualifikation berechtigen. Dabei ist der Vergleich zur Vorsaison noch aussagekräftiger. Schalke benötigte in der vergangenen Saison 27 Spieltage, um auf diese 25 Punkte zu kommen.



Den hart erkämpften Sieg gegen den Aufsteiger führte Serdar auch auf eine taktische Umstellung in der Halbzeit von Trainer David Wagner zurück: „Wir haben etwas umgestellt. Daniel Caligiuri und ich haben in der zweiten Hälfte etwas offensiver gespielt und damit versucht, die gegnerische Abwehr zu überlaufen. Das hat sich am Ende ausgezahlt“.



Ärger über Elfmeter für Union Berlin


Serdar gehört zu den Spielern, die unter Wagner einen Leistungssprung nach vorn gemacht haben. Sein Treffer zum 2:1 war bereits sein fünftes Saisontor, das ist dem Nationalspieler in einer Spielzeit noch nie gelungen.


„Momentan klappt einfach vieles bei mir. Das liegt auch daran, dass es mit der Mannschaft besser läuft als in der Vorsaison. Wir machen von Woche zu Woche Schritte nach vorne“, freute sich der 22-Jährige.


Nastasic versteht die Welt nicht mehr


Aufgrund der drei Punkte rückte der fragwürdige Elfmeter für den Aufsteiger etwas in den Hintergrund. Als der Berliner Robert Andrich im Strafraum fiel, entschied Schiedsrichter Daniel Schlager auf Strafstoß. Doch die TV-Bilder belegten, dass es wohl eine Schwalbe war, denn Verteidiger Matija Nastasic hatte Andrich nicht mit dem Fuß zu Fall gebracht.


Dies bekräftigte der Serbe auch nach dem Spiel. „Es war kein Foul, ich habe den Gegenspieler nicht getroffen. Ich habe den Schiedsrichter gebeten, das zu überprüfen. Ich wollte, dass er selbst auf den Monitor schaut“, sagte Nastasic. Doch das tat der Unparteiische nicht.

Was auch Trainer Wagner nicht nachvollziehen konnte. „Der Elfmeter war in meinen Augen keiner. Wieder mal ist eine wichtige Aktion gegen uns gepfiffen worden,“ schimpfte der 48-Jährige. Ansonsten hatte er jedoch keinen Grund zur Kritik. Seine Elf bleibt eine der positiven Überraschungen der Saison.

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