Die Schalker Sehnsucht nach dem ersten Sieg

Englische Woche

Die Sperre von Julian Draxler verschärft die ohnehin dramatische Personalsituation beim FC Schalke 04, die Trainer Jens Keller am liebsten gar nicht mehr thematisieren möchte. "Das hilft uns nicht weiter", betont der 43-Jährige vor dem Spiel in Bremen (Dienstag, 20 Uhr).

GELSENKIRCHEN

von Frank Leszinki

, 22.09.2014, 22:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Schalker Sehnsucht nach dem ersten Sieg

Dass zahlreiche Führungsspieler unter den Verletzten sind, macht die Aufgabe in Bremen nicht leichter. Keller: "Jetzt muss jeder Spieler, der aufläuft, noch mehr Verantwortung übernehmen."

Dazu könnte auch erstmals nach sieben Monaten wieder Atsuto Uchida gehören. Der Japaner bestand den Härtetest in Schalkes Regionalligamannschaft am Wochenende gegen RW Essen (1:1) ohne negative Nachwirkungen. Keller bestätigte zwar, „Uschi ist eine Option“, um aber sogleich hinzuzufügen: "Man darf von ihm nach der langen Pause aber keine Wunderdinge erwarten."

Nach nur zwei Punkten aus vier Spielen sehnt nicht nur der Schalker Trainer, sondern alle blau-weißen Fans den ersten Bundesligasieg in der neuen Saison herbei. Der sportliche Befreiungsschlag tut dringend Not, um wenigstens etwas gestärkt ins Derby gegen Borussia Dortmund zu gehen. Denn mit jeder weiteren Enttäuschung wird die Position von Trainer Jens Keller geschwächt, der unbeirrt weiterhin an die Fähigkeiten seiner Mannschaft glaubt: "Wir wollen in Bremen den ersten Dreier holen."Dabei ist sich Keller darüber im Klaren, dass der Gang ins Weser-Stadion kein leichter sein wird. „Bremen ist eine Mannschaft, die nie aufgibt. Sie haben bewiesen, wie stark sie im Umschaltspiel sind“, warnt Keller.

Christian Fuchs, der heute wohl wieder als Linksverteidiger aufläuft, bleibt trotz des Schalker Fehlstarts optimistisch: "Wir haben das Potenzial zurückzukommen, auch wenn uns das nur wenige zutrauen." Zumindest die Statistik gibt Anlass zu etwas Optimismus. In den vergangenen Jahren brachte Schalke immer Punkte aus Bremen mit. Der letzte Heimsieg von Werder gegen Schalke liegt bereits sechs Jahre zurück. Ein gutes Omen?

SO KÖNNTEN SIE SPIELEN
Bremen: Wolf - Fritz, Prödl, Caldirola, Garcia - Junuzovic, Galvez - Bartels, Elia - di Santo, Selke
Schalke: Fährmann - Uchida, Ayhan, Neustädter, Fuchs - Höger, Aogo - Sam, Meyer, Choupo-Moting - Huntelaar