Die Tops und Flops der Schalker Hinrunde

Meyer startet durch

Nach 28 Pflichtspielen dürfen die Profis des FC Schalke 04 bis zum 2. Januar die Beine hochlegen. Aber: Längst nicht alle sportlichen Wünsche gingen in Erfüllung. Und auch die Entwicklung einzelner Spieler verlief unterschiedlich. Unsere Tops und Flops der Hinrunde.

Gelsenkirchen

von Frank Leszinski

, 25.12.2013, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gehört zu den Gewinnern auf Schalke: Talent Max Meyer.

Gehört zu den Gewinnern auf Schalke: Talent Max Meyer.

Der Ende August vom HSV ausgeliehene Nationalspieler entpuppte sich vom ersten Spiel an als Volltreffer. Ob als Linksverteidiger oder als Sechser im defensiven Mittelfeld, Aogo zeigte glänzende Leistungen. Umso bitterer für Königsblau, dass sich Aogo einen Kreuzbandriss zuzog und noch viele Monate ausfallen wird.

Was wäre Schalke ohne seine Dynamik und Torgefährlichkeit? Der Peruaner ist für die Königsblauen Gold wert. In manchen Spielen lief fast jede gefährliche Aktion über den 29-Jährigen. Mit sechs Toren ist Farfan nach der Hinrunde Schalkes bester Torschütze, obwohl er rund sechs Wochen wegen eines Muskelfaserrisses im Adduktorenbereich ausgefallen war.

Andere hätten längst resigniert, doch nach rund zwei Jahren auf der Ersatzbank ist der Schlussmann auf dem besten Weg, sich als Nummer eins auf Schalke zu etablieren. Fährmann scheint jedenfalls die Wachablösung im Tor geschafft zu haben, er hat Timo Hildebrand verdrängt.

Dass der Brasilianer immer noch davon träumt, im nächsten Jahr bei der WM im eigenen Land dabei zu sein, wirkt angesichts seiner Leistungen auf Schalke nahezu grotesk. Seine Fehlpässe und sein Zweikampfverhalten sorgten für Entsetzen. Dass Santana mehrfach durch Gesten eigene Mitspieler kritisiert, wird ihm auch keine Freunde einbringen.

Doppelbelastung mit Profi-Fußball und Schule hin oder her – von Goretzka, vom VfL Bochum losgekauft, hat sich Schalke mehr erwartet. Vergleicht man seine Entwicklung mit der von Max Meyer, werden die Unterschiede augenfällig. Zwar ist Goretzka auch erst 18 Jahre alt, doch er wird sich gewaltig steigern müssen, wenn er mehr als eine Teilzeitkraft auf Schalke sein will.

Meistens waren es nur Kurzeinsätze, die der Ex-Kölner absolvierte. Dass er Schalke verstärken kann, diesen Nachweis konnte Clemens bisher nie erbringen. Sein größtes Manko: Er strahlt überhaupt keine Torgefahr aus.

In Nürnberg durfte er sogar als Kapitän auflaufen, doch Führungsqualitäten konnte der Mittelfeldspieler in der Hinrunde beileibe nicht nachweisen. Ganz im Gegenteil: Roman Neustädter ist verglichen mit den ersten Monaten auf Schalke im Jahr 2012 meistens nur ein Schatten seiner selbst. Manchmal agierte er so schwach, dass er hinterher selbst gnadenlos ehrlich zugab: "Ich hätte mich früher ausgewechselt."